Einbrüche in Moritzberg und Itzum

Gestern Abend kam es in den Straßen Wolfstieg und Spandauer Weg zu zwei Einbrüchen. Bei beiden Taten wurde Schmuck gestohlen. In dem Ortsteil Moritzberg wurde die Terrassentür einer Doppelhaushälfte aufgehebelt. Anschließend wurden die Wohnräume durchgesucht. Aufgrund der Aussagen der Geschädigten kann die Tatzeit auf eine Dreiviertelstunde begrenzt werden. Die Polizei sucht nun Zeugen, die verdächtige Beobachtungen in dem Zeitraum zwischen 16:45 Uhr und 17:30 Uhr gemacht haben. In Itzum wurde ebenfalls eine Terrassentür als Einstieg genutzt. Zwischen 18:00 Uhr und 20:00 Uhr wurde der Glaseinsatz der Tür mit einem unbekannten Gegenstand eingeschlagen. Auch hier wurden sämtliche Räume in allen Etagen aufgesucht und nach Wertsachen durchwühlt. Hinweise nimmt die Polizei Hildesheim unter der Telefonnummer 05121-939-115 entgegen.

Polizeiinspektion Hildesheim

Aktuell wie nie: „König der Herzen“ im TfN

Aktuell wie nie ist das Stück „König der Herzen“ in dem der westlichen Gesellschaft und Politik ein Spiegel vorgehalten wird. Dabei kommt das Stück ganz ohne Moralkeule aus, viel mehr setzt es auf Humor. Dieser ist trotz des schweren Themas so locker und leicht, dass den ZuschauerInnen das Lachen nie nicht im Halse stecken bleibt. Am Samstag war Premiere im TfN.
Zum Inhalt: Der britische König fällt vom „Pferd“ und liegt in der Politsatire von Alistair Beaton im Sterben. Die lebenserhaltenden Geräte sollen abgestellt werden, daher versammeln sich die Premierministerin Bailey (Simone Mende) und Oppositionsführer Clarke (Martin Schwartengräber) im königlichen Palast. Zwischen Regierung und Opposition herrscht ungewohnte Einigkeit: Wie gut, dass es Prinz Richard (Marek Egert) gibt! Beim Volk genießt er höchste Sympathiewerte, gilt als bürgernah, weltoffen und modern. Ihre Hoffnung, dass sich Prinz Richard, wenn er in Kürze zum König von England gekrönt wird, gefügig den Interessen der Politik unterordnet, wird jedoch jäh zerstört. Der Prinz ist weltoffener als erwartet, denn überraschend präsentiert Prinz Richard seine neue Freundin. Nasreen (Joëlle Rose Benhamou) ist gebildet, hübsch, eloquent – und sie ist Muslima. Prinz Richard besteht darauf, sie zu heiraten und zum Islam zu konvertieren. Stehen hier Staat und Anglikanische Kirche auf dem Spiel? Während die Premierministerin alles versucht um die Ehe zu verhindern, unterstützt Oppositionschef Clarke Prinz Richard.

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Bailey (Simone Mende),Clarke (Martin Schwartengräber) und Erzbischof (Gotthard Hauschild) Foto: Rolf K. Wegst

Mende überzeugt in ihrer Rolle als machthungrige Premierministerin. Um die Werte ihrer Gesellschaft – Freiheit und Toleranz – zu verteidigen, wirft sie diese über Bord. Auch das restliche Ensemble hat sich den Schlussapplaus voll und ganz verdient.
Das Stück regt auf auf lustige Weise zum Nachdenken über die wichtigen aktuellen Themen, wie Toleranz, Integration und Islamfeindlichkeit an. Wozu ist man bereit, um die eigenen Werte zu verteidigen? Ist man wirklich so tolerant, wie man denkt? Die menschlichste und vernünftigste Position übernimmt in Beatons Stück überraschend der Erzbischof von Canterbury (Gotthard Hauschild) .

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Frost (Moritz Nikolaus Koch) und Nasreen (Joëlle Rose Benhamou) Foto: Rolf K. Wegst

Die Inszenierung im TfN überzeugt mit politischer Inkorrektheit und ist einen Besuch im Theater auf jeden Fall wert. (yp)

Matinee zu „Mahagonny“

Das Theater für Niedersachsen startet mit einem Klassiker von Kurt Weill und Bertolt Brecht in die Spielzeit 2017/18. In der Matinee zu „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ am 17. September geben Regisseur Hans Hollmann und Generalmusikdirektor Florian Ziemen erste Einblicke in die Oper.

Drei Gangster gründen mitten in der Wüste eine Paradiesstadt, in der alles, was der Mensch begehrt, für Geld zu haben ist. In einer Nacht, als ein Hurrikan alle um ihr Leben zittern lässt, ruft der Holzfäller Jim Mahoney die noch radikalere Parole aus: Alles ist erlaubt! Nimm dir, was immer du willst, du darfst es! Schließlich ist es Jim selbst, der zum ersten Opfer dieser entfesselten Lebensweise wird. Mit „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ startet die Sparte Musiktheater am 23. September um 19 Uhr in die Spielzeit 2017/18. Der neue Operndirektor und Generalmusikdirektor Florian Ziemen hat sich für seinen Einstieg keinen geringeren als die Regie-Legende Hans Hollmann für die szenische Umsetzung dieses Weill/Brecht-Klassikers nach Hildesheim geholt.

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ ist eine kraftvolle Parabel in ihren Fragen nach gesellschaftlicher Freiheit, Lustbefriedigung und der Rolle des Geldes. Einen ersten Eindruck in die Inszenierung erhält das Publikum am 17. September um 11.15 Uhr im Theatergarten (Bei Regen im Großen Haus). Regisseur Hans Hollmann und der Musikalische Leiter Florian Ziemen sprechen mit Musikdramaturg Maximilian Hagemeyer über die Bedeutung des Stücks, die Umsetzung sowie die musikalischen Besonderheiten. Zudem werden Ensemblemitglieder musikalische Kostproben präsentieren.

Karten für die Premiere am 23. September 2017 um 19 Uhr und die Folgevorstellungen kosten zwischen 12 und 36 Euro und sind im TfN-ServiceCenter (Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim), unter Telefon 05121 1693-1693 und im Internet unter http://www.tfn-online.de erhältlich. Der Eintritt für die Matinee ist frei!

TfN

Telefon-Betrüger belästigen EVI-Kunden

In den vergangenen Tagen haben sich vermehrt verunsicherte Kunden bei der EVI gemeldet, die von Anrufen angeblicher EVI Mitarbeiter berichteten. Ziel der Anrufe ist es, die Kontonummern der Kunden abzufragen. Die Betrüger am Telefon behaupten, Guthaben auszahlen zu wollen und daher die Kontoverbindungen zu benötigen.

Tatsache ist, dass die EVI telefonisch keine Kontoverbindungen abfragt. Sollte es Unklarheiten bei einer Kontoverbindung geben, dann wird dies schriftlich oder im persönlichen Kontakt geklärt. Die EVI bittet ihre Kunden, bei Telefonanrufen sehr vorsichtig zu sein, auf keinen Fall Kontoverbindungen herauszugeben und auch keine Angaben zu Zählerständen zu machen.

Die EVI bittet betroffene Kunden, sich unter der Hildesheimer Telefonnummer 508-333 zu melden, um die Vorfälle zu klären. Die Polizei ist informiert. Betroffene sollten sich bitte auch mit der Polizei in Verbindung setzen.

Katrin Groß

Umbau Knotenpunkt Lerchenkamp/Baurat-Köhler-Straße

Am Montag, 4. September, beginnt der Umbau des Knotenpunktes Lerchenkamp/Baurat-Köhler-Straße zum Kreisel. Dieser dient der besseren Verkehrsanbindung des Gewerbegebietes und verbessert die Zufahrt von der Baurat-Köhler-Straße auf den Lerchenkamp. Der Einmündungsbereich wird übersichtlicher gestaltet, was auch für den kreuzenden Rad- und Fußgängerverkehr eine Verbesserung darstellt Zudem werden für Fußgängerinnen und Fußgänger Querungshilfen geschaffen.

Während der Bauarbeiten, die nach Möglichkeit bis Frühjahr 2018 fertiggestellt sein sollen, wird die Baurat-Köhler-Straße vom Lerchenkamp bis zur Straße An der Scharlake voll gesperrt. Der Verkehr im Lerchenkamp wird zweispurig an der Baustelle vorbei geführt. Eine Umleitungsstrecke zur Baurat-Köhler-Straße über Hottelner Weg/An der Scharlake ist ausgeschildert. Auf der Umleitungsstrecke ist es erforderlich, Teilbereiche mit einem absoluten Haltverbot einzurichten. Die Umleitungsbeschilderung und die verkehrsregelnden Zeichen sollten beachtet werden. Ortskundige sollten den Bereich weiträumig umfahren. Die Zufahrt für Rettungskräfte ist gewährleistet.

Stadt Hildesheim

Relief der Teje bereichert ägyptische Sammlung des RPM

Ende 2016 ergab sich für das Roemer- und Pelizaeus-Museum (RPM) die Möglichkeit, ein Relief aus Kalkstein aus der Zeit des Neuen Reiches (18. Dynastie) zu erwerben, dass von großer Bedeutung für die ägyptische Sammlung des Museums ist. Es zeigt das Königspaar Amenophis III. und seine Gemahlin Teje vor den Göttern Min und Isis. Ermöglicht wurde der Ankauf des bedeutenden Reliefs von der Schafhausen Stiftung, die dafür 75.000 Euro zur Verfügung stellte. Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer übergab am 14. August das Relief als Vorsitzender der Schafhausen Stiftung im Beisein weiterer Kuratoriumsmitglieder der Stiftung an Museumsdirektorin Professorin Dr. Regine Schulz für die Dauerausstellung des RPM, in der es ab dem 19. August zu sehen sein wird.

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© Stadt Hildesheim

Wir sind sehr froh darüber, dem RPM dieses außergewöhnliche Exponat als Bereicherung seiner ohnehin schon hochwertigen ägyptischen Sammlung zur Verfügung stellen zu können“, so Dr. Meyer. Dies entspreche voll und ganz der Stiftungssatzung und somit dem Willen der Stifterin, Anna Schafhausen. Zweck der Stiftung ist die Förderung aller Unternehmungen des Pelizaeus-Museums mit dem erklärten Ziel, dem Bestand und der Fortentwicklung dieses Museums zu dienen.

Das RPM besitzt eine große Sammlung von Objekten aus der Zeit des Alten Reiches (zweite Hälfte des 3. Jahrtausends vor Christus), auch die Spätzeit, die Ptolemäerzeit und die römische Zeit sind gut vertreten. Dagegen ist verhältnismäßig wenig Material aus den Epochen des Mittleren und Neuen Reiches (2. Jahrtausend vor Christus) vorhanden. Zu den herausragenden Spitzenwerken des Museums aus der Zeit des Neuen Reiches gehören zwei kleine Figuren aus Ebenholz von Amenophis III. und Teje (derzeit in der PHARAO-Ausstellung in Rosenheim zu sehen). Das größere Flachbild stellt eine wichtige Ergänzung der kleinformatigen Rundbilder des Königspaares dar. Das 41 Zentimeter hohe und 45 Zentimeter breite Relief ist von hoher Qualität, in einem guten Erhaltungszustand und zählt zu den bedeutendsten Neuerwerbungen des Museums der letzten Jahrzehnte. Darüber hinaus ist die bis in die 40er-Jahre des letzten Jahrhunderts zurückreichende Provenienz des Exponats gesichert.

Insgesamt verfügt das RPM nur über sehr wenige königliche Darstellungen. Daher war es ein großes Anliegen der Direktorin Professorin Regine Schulz und des Kurators Dr. Christian Bayer, das Relief erwerben zu können, um die ägyptische Sammlung mit diesem königlichen Bildnis zu erweitern und das Objekt langfristig der Öffentlichkeit zugänglich machen zu können.

Stadt Hildesheim

Tumult bei der britischen Regierung

Die Komödie „König der Herzen“ von Alistair Beaton gestattet einen Blick mitten ins Zentrum der Macht – um mit britischem Humor Klischees und Ressentiments aufs Korn zu nehmen. In der Regie von Dietrich Trapp und im Bühnen- und Kostümbild von Swana Gutke feiert das Schauspiel am 2. September im Großen Haus Premiere.

Wie gut, dass es Prinz Richard gibt! Beim Volk genießt er höchste Sympathiewerte, gilt als bürgernah, weltoffen und modern. Auch zwischen Regierung und Opposition herrscht ungewohnte Einigkeit: Prinz Richard wird sich, wenn er in Kürze zum König von England gekrönt wird, gefügig den Interessen der Politik unterordnen. Doch es gibt ein Problem: Der junge Thronerbe hat sich verliebt. Seine Verlobte ist intelligent, sprachgewandt, attraktiv – und Muslimin. Die Premierministerin jedenfalls tobt!

Am 2. September feiert die Komödie „König der Herzen“ in der Regie von Dietrich Trapp und im Bühnen- und Kostümbild von Swana Gutke Premiere. In seinem Stück spielt der britische Journalist, Dramatiker und Drehbuchschreiber Alistair Beaton brillant auf der Klaviatur von Posse, Boulevardkomödie und Politsatire. Nach seiner Komödie „Feelgood“, die in der Spielzeit 2008/09 am TfN zu sehen war, ist „König der Herzen“ das zweite Schauspiel aus Beatons Feder am Hildesheimer Haus. Auch diesmal wieder lässt er sein Publikum ins Zentrum der Macht blicken – mit bissigem Humor und fern jeder politischen Korrektheit. Mit dabei sind: Simone Mende, Martin Schwartengräber, Marek Egert, Tim Czerwonatis, Michaela Allendorf, Moritz Nikolaus Koch, Gotthard Hauschild, Joëlle Rose Benhamou, Dieter Wahlbuhl und Gregor Müller.

Karten für die Premiere am Samstag, 2. September, um 19 Uhr im Großen Haus kosten zwischen 9,00 und 27,00 Euro und sind im TfN-ServiceCenter (Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim), unter Telefon 05121 1693 1693 und im Internet unter http://www.tfn-online.de erhältlich.

Elisabeth Schwarz