Gefährliches Laub auf Straßen und Gehwegen

Die Blätter der Bäume sind bunt gefärbt – der Herbst hat längst Einzug gehalten, mit all seinen schönen Seiten, er birgt aber auch Gefahren, insbesondere für den Fußgänger- und Radverkehr. Das Herbstlaub bildet, gerade wenn es nass ist, eine rutschige Schicht. Daher sind Hauseigentümerinnen und -eigentümer verpflichtet, den Gehweg vor ihrem Haus nicht nur im Winter von Schnee und Eis, sondern auch sonst von Verunreinigungen durch Laub und Früchte (zum Beispiel Kastanien, Haselnüsse etc.) zu befreien und diese in den dafür vorgesehenen Behältnissen (grüne Tonne) oder auf dem eigenen Komposthaufen zu entsorgen.

Laub_Presse

Foto: Stadt Hildesheim

Wer das Laub nicht auf dem eigenen Grundstück entsorgen möchte oder nicht die Möglichkeit dazu hat, kann bei der Stadt Hildesheim oder direkt am Müllfahrzeug des ZAH Biosäcke erwerben. Diese werden dann bei der nächsten Biomüllabholung vom ZAH mitgenommen. Bei Grundstückseignern, die Anliegerinnen/Anlieger einer Straße sind, die nicht im Straßenverzeichnis der Straßenreinigungssatzung aufgeführt ist, erstreckt sich die Reinigungspflicht neben dem Gehweg (und ggf. dem Radweg) auch auf die Gosse sowie die Fahrbahn bis zur Straßenmitte.

Oft wird das Laub leider einfach vom Fußweg in die Gosse gefegt. Das ist nicht nur verboten, sondern es führt auch zu Verstopfungen in den Gullys. Diese müssen dann mit hohem Aufwand auf Kosten der Allgemeinheit gereinigt werden, damit das Regenwasser wieder ungehindert abfließen kann. Die Stadt Hildesheim macht daher darauf aufmerksam, dass gerade im Herbst die Häufigkeit der Reinigung den jahreszeitenbedingten Gegebenheiten angepasst werden muss. Darüber hinaus ist immer wieder zu beobachten, dass Bürgerinnen und Bürger Laub von ihren Privatgrundstücken auf die Straße verbringen, damit es von dort von der städtischen Straßenreinigung mitgenommen wird. Auch das ist nicht erlaubt und wird entsprechend geahndet.

Selbstverständlich haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Straßenreinigung derzeit in Sachen „Laubbeseitigung“ selbst alle Hände voll zu tun: Mit Laubpustern, Kehrmaschinen und Laubsaugern wird das Laub auf den Flächen, für die die Stadt zuständig ist, nach und nach beseitigt. Dass das nicht an allen Stellen des Stadtgebiets gleichzeitig möglich ist, versteht sich von selbst.

Weitere Auskünfte zum Thema sind unter Telefon 05121 301-3132 erhältlich. Die Straßenreinigungssatzung und -verordnung kann auch unter www.hildesheim.de/satzungen eingesehen oder bei der Stadt Hildesheim im Rathaus, Markt 2, Zimmer A 215, abgeholt werden.

Stadt Hildesheim

FLÖTENTÖNE

Großes Querflötenkonzert am Samstag, 27.Oktober 2018, 11.30 Uhr im Konzertsaal der Musikschule, Waterloostr. 24 A

Auf dem Programm stehen Beiträge von MusikschulschülerInnen und der Bläserklassen-Querflötenschüler verschiedener Hildesheimer Schulen. Außerdem spielt ein Querflötenquartett der Musikschullehrkräfte Brigitta Brugger, Iris Düsseldorf, Beate Iburg und Beate Klose (als Gast).

Musikschulleiter Detlef Hartmann

Am 8. November findet wieder „Impro im Foyer“ statt

Dit is knorke: Am Donnerstag, 8. November, um 20.00 Uhr, regiert der Berliner Mirko – Macro – Fichtner als Moderator und Spielleiter „Impro im Foyer“ am Theater für Niedersachsen (TfN). Da kieken die Zuschauer und Sebastian Barnstorf (5te Dimension, Hannover) och! Der Eintritt für die Offene Bühne ist frei. Im neuen Jahr 2019 findet „Impro im Foyer“ am 31. Januar statt.

2016-01-31_Macro_01

Mirko – Macro – Fichtner Foto: Mandy John-Ziron

Christine Nitschke

Interaktiv in Elze

„Was ihr wollt!“ startet am 20. Oktober in der Astrid-Lindgren-Schule

„Was ihr wollt!“ sagt:„Gestalte dein eigenes Festival“, und lädt ein zum Auftakt. Das Projekt von Radio Tonkuhle 105,3 hat sich vorgenommen, gemeinsam mit jungen Menschen im Alter von 14 bis 22 Jahren ein Festival zu konzipieren und zu veranstalten. Es gibt nur drei Vorgaben: Elze als Ort, das Budget und als Zeit das Frühjahr oder den Sommer 2019. Beim ersten Workshop lernen die Interessierten die Stadt Elze und sich gegenseitig kennen, denn teilnehmen können alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Landkreis Hildesheim.

Um möglichst viele junge Menschen zu begeistern, war das Kernteam von „Was ihr wollt!“ die letzten zwei Monate fleißig in Schulen und Einrichtungen der Jugendpflege in Stadt und Landkreis unterwegs. Auf diese Weise wurden mindestens 5.000 junge Menschen erreicht, dazu kommen Auftritte in den sozialen Netzwerke und die eigene Seite www.wasihrwollt-festival.de, auf der alle Informationen über das Projekt zu finden sind.

Der erste Workshop verknüpft Sightseeing geschickt mit digitalen Medien. Nach einer Begrüßung und Einführung können die Teilnehmenden interaktiv mit Handy und der App „Actionbound“ die schönsten und interessantesten Plätze, Einrichtungen und Gebäude der Stadt Elze erkunden. Teilnehmer werden gebeten, sich die kostenfreie App vorab auf das Handy zu laden. Übrigens: Auch nach der veranstaltung bleibt die Route bestehen. Sie ist bei Actionbaund zu finden unter „Was ihr wollt! – Das Festival der Jugendkultur“. Im Anschluss werden bei Essen und Trinken erste Ideen und das Erlebte ausgetauscht sowie der Termin für das nächste Treffen bekannt gegeben. Die Projektleiter Sarah Böse und Pascal Kubat versprechen: „Wer meint, Elze würde es an Möglichkeiten und Sehenswürdigkeiten mangeln, darf sich auf so manch erfreuliche Überraschung gefasst machen.“

Das Auftakttreffen findet am Samstag, 20. Oktober, um 14 Uhr in der Astrid-Lindgren-Schule im Heilswannenweg 24 in 13008 Elze statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Ein kostenloser Bustransfer startet um 12:50 Uhr und um 13:53 Uhr vom Bahnhof Elze zur Astrid-Lindgren-Schule. Aus Hildesheim startet ein Bus am Scharnhorstgymnasium an der Steingrube um 13:30 Uhr – um Sitzplatzreservierung wird gebeten per E-Mail an wasihrwollt@tonkuhle.de

Richard von Weizsäcker Schule

Zwei Monate lang hat das Team von „Was ihr wollt! – Das Festival der Jugendkultur“ in Schulen und Einrichtungen der Jugendarbeit das Projekt vorgestellt.

Das Projekt „Was ihr wollt!“ wird gefördert von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung aus dem Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung, der Kreisjugendpflege Landkreis Hildesheim, vom Förderprogramm des Landesjugendrings „Generation hoch 3“ des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur LAGS in Niedersachsen, der Klosterkammer Hannover, der Heinrich-Dammann-Stiftung und der Stadt Elze.

Sarah Böse und Pascal Kubat

Aufruf der Freien Kulturszenen aus deutschen Bewerberstädten zur Kulturhauptstadt Europas 2025

Chemnitz/Dresden/Hannover/Hildesheim/Magdeburg/Nürnberg, 16.10.2018 – Im Jahr 2025 wird eine Stadt in der Bundesrepublik Deutschland den Titel Kulturhauptstadt Europas tragen und sich mit einem ausgesuchten kulturellen Programm der Welt präsentieren dürfen. Am 16.10. 2018 findet dazu eine Auftaktveranstaltung der Kulturstiftung der Länder in Berlin statt. Die freien Kultur- und Kunstschaffenden in den Bewerberstädten Chemnitz, Dresden, Hannover, Hildesheim, Magdeburg, Nürnberg sehen in der jeweiligen Bewerbung eine große Chance für die positive Entwicklung ihrer Städte und fordern von Verwaltung und Politik eine Zusammenarbeit und Förderung auf Augenhöhe. „Wir tragen Verantwortung und fordern Beteiligung!“ ist das Motto des Aufrufs der freien Kultur- und Kunstschaffenden der Bewerberstädte. Sie unterstützen die Bewerbungen ihrer Städte und sind schon jetzt ein Grundpfeiler kultureller und künstlerischer Entwicklung und Vermittlung. Die Freie Kultur ist mehr als Theater-, Film-, Literatur-, Kunst-, Musik- und Clubprojekte. Die Szene ist fester Bestandteil der Stadtgesellschaft, mit ihr steht und fällt ein großer Teil der kulturellen Identifikation mit einer Stadt.

Weiterhin sind die Akteure schon heute in Europa und der Welt gut vernetzt.
Da die freie Kulturszene in allen Städten eigenverantwortlich und unter hohem persönlichem Einsatz arbeitet und einen beträchtlichen Teil der städtischen Wahrnehmung prägt, fordert sie ein substantielles Mitspracherecht. Herbert Beesten, Magdeburg: „Unserer Meinung nach kann eine Stadt nur Kulturhauptstadt werden, wenn auch die Freie Kulturszene beteiligt und finanziell angemessen ausgestattet ist. Wir erwarten bezüglich der Förderung einen gleichberechtigten Status gegenüber öffentlichen Einrichtungen.“
Die bisherige Zusammenarbeit mit den in den Städten verantwortlichen Institutionen für die Bewerbung soll im weiteren Bewerbungsprozess ausgebaut werden. Gefordert wird, dass der finanzielle Anteil am Kulturhaushalt für die Freie Kultur als prozentualer Anteil in jeder Stadt mit Vertretern der freien Kultur verhandelt und als dynamisierter Aufwuchs in Abhängigkeit der Kulturentwicklung in der Stadt festgeschrieben wird.
Der Aufruf richtet sich in erster Linie an die politischen Mandatsträger wie den Stadtrat, die Verordnetenversammlung oder den Kreistag in den Bewerberregionen. Die Mandatsträger werden aufgefordert, sich für die vernünftige Förderung derer, die einen großen Teil der Aufgaben übernehmen werden, einzusetzen, um eine Basis für eine notwendigen Vereinbarungen zwischen den örtlichen Freien Kulturschaffenden und der lokalen Verwaltung/kommunalen Politik zu erreichen.
Die Freie Kultur sind Einzelpersonen, natürliche- und juristische Personen und Gruppen,
Vereine und kulturelle Einrichtungen, die nicht oder nur zum Teil von öffentlichen
staatlichen Einrichtungen betrieben werden bzw. ohne deren Einfluss sind.

Link zum Aufruf mit allen Erstunterzeichnern: https://www.netzwerk-kultur-heimat.de/kopievon-aufruf-der-freien-kulturs

Herbert Beesten

Invasion der gepunkteten Glücksbringer

Coccinella septempunctata – so heißt der heimische Siebenpunkt-Marienkäfer auf lateinisch – und seine Verwandtschaft bringen es allein in Mitteleuropa auf 70 verschiedene Arten. Aufgrund der trockenwarmen Witterung war 2018 vielerorts ein sehr gutes Insektenjahr, Marienkäfer begegnete man als Naturfreund daher immer wieder. Doch jetzt im Herbst fallen die kleinen Käfer noch einmal zusätzlich auf, sie scheinen immer mehr zu werden. Das liegt daran, dass sich die Marienkäfer auf der Suche nach geeigneten Winterquartieren versammeln. Gruppenweise und teils sogar in großen Schwärmen besetzen sie Balkongeländer, Hauswände und Pflanzen. Meist sind es Siebenpunkte oder Asiatische Marienkäfer. „Marienkäfer wohin man schaut: auf der Suche nach geeigneten Winterquartieren sitzen sie im Herbst in teils großen Schwärmen auf Balkongeländern, Hauswänden und Pflanzen. Den Winter über machen sie es sich am liebsten in Mauerritzen oder Dachsparren gemütlich“ sagt Britta Raabe, die in der NABU Regionalgeschäftsstelle Weserbergland zur Zeit viele Anrufe von Insektenfreunden erhält.

Alle Marienkäfer nutzen die letzten Sonnentage, um sich auf ihre Wanderungen in wärmere Regionen Europas zu begeben oder sich hier Überwinterungsplätze zu suchen. Wer jetzt zahlreiche Marienkäfer an einer Hauswand beobachtet und am nächsten Tag vergebens danach sucht, der hat sehr wahrscheinlich einen Marienkäfertrupp auf Wanderpause gesehen. Krabbeln sie dabei durch offene Fenster in unsere Wohnungen, so geschieht dies eher zufällig. Marienkäfer machen es sich am liebsten in Hohlräumen gemütlich, etwa in Mauerritzen oder Dachsparren. Auch Laubhaufen in Gärten sind beliebt zum Überdauern der unfreundlichen Jahreszeit – oft finden sich hier größere Ansammlungen. Ein Grund mehr, sich für naturnahe und nicht perfekt aufgeräumte Gärten stark zu machen.

„Marienkäfer gehen eigentlich immer nur zwei Beschäftigungen nach: Sie schlagen sich den Bauch voll oder haben Sex oder sind gerade unterwegs zu einem von beiden“ lacht die Naturfreundin. Beliebt ist auch die zeitsparende Kombination: Während Herr Marienkäfer sich hinten rechtschaffen müht, frisst sie vorne eine Blattlaus nach der anderen auf. Ein Marienkäferleben ist halt kurz. Zu besonderer Meisterschaft bringt es der Asiatische Marienkäfer, auch Vielfarbiger oder Harlekin-Marienkäfer genannt, wissenschaftlich Harmonia axyridis. Während etwa unser heimischer Siebenpunkt rund 50 Blattläuse am Tag verzehrt, schafft Harmonia locker das Fünffache. Und wo der Siebenpunkt einmal im Jahr Nachwuchs zeugt, sind es bei Harmonia wenigstens zwei neue Generationen, je nach Witterung und Nahrungsangebot auch drei bis vier.
In den USA ist der Harlekin-Marienkäfer inzwischen vielerorts der häufigste Marienkäfer. Die Bestände alteingesessener Arten gingen teils drastisch zurück. In Deutschland zeigen nicht zuletzt Kartierungsaufrufe des NABU in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein eine ebenfalls fast flächendeckende Verbreitung. Auch bei uns ist Harmonia nun vielerorts häufiger als alle heimischen Marienkäfer-Arten. Von uns aus hat er zudem die Schweiz und Österreich erreicht, seit 2004 breitet Harmonia sich auch in Großbritannien aus.

Foto: Kathy_BüscherOLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ihrem Ruf als Glücksbringer werden die Marienkäfer in jedem Fall gerecht: Wer viele im Garten hat, ist gut dran, denn im Frühjahr werden sie wieder antreten – zur biologischen Blattlausbekämpfung.

NABU Niedersachsen

Theater für Niedersachsen – Niedersachsen für Theater

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des TfN solidarisieren sich mit den anderen niedersächsischen Bühnen und beteiligen sich an der Aktion „Rette dein Theater – Keine Kulturwüste in Niedersachsen“.

Im Frühjahr 2018 wurde den kommunalen Theatern in Niedersachsen eine zusätzliche Förderung von 6 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Nach aktuellen Informationen wurden diese Gelder vom Finanzministerium aus dem Haushaltsentwurf gestrichen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Theater Göttingen haben daraufhin das Projekt „#rettedeintheater – Keine Kulturwüste in Niedersachsen“ ins Leben gerufen, das verschiedene Aktionen beinhaltet und inzwischen von allen kommunalen Theatern Niedersachsens, sowie den Staatstheatern und der freien Szene unterstützt wird. Kern der Aktion ist eine Petition gegen den Haushaltsentwurf, die den Fraktionsvorsitzenden am 24. Oktober bei einer Kundgebung vor dem niedersächsischen Landtag in Hannover übergeben wird.

IMG_1005

Foto: TfN

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des TfN haben unter dem Leitsatz „Niedersachsen für Theater“ in den letzten Tagen vor den Vorstellungen und in den Pausen das Publikum auf die Aktion aufmerksam gemacht und Unterschriften gesammelt. Rund 1100 Zuschauerinnen und Zuschauer haben in Hildesheim bisher unterschrieben. Das Quorum ist bereits erreicht, trotzdem gibt es weiterhin die Möglichkeit, die Petition online, im TfN-ServiceCenter oder vor einer Vorstellung im TfN zu unterzeichnen und die Aktion zu unterstützen.

Bei der Kundgebung am 24. Oktober in Hannover werden auch TfN-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter anwesend sein. Zu diesem Anlass stellt ihnen der Förderverein „Freunde des TfN e.V.“ freundlicherweise einen Bus zur Verfügung.

TfN