Kartenvorverkauf für die Saison 2018/19 startet

19 Premieren, neun Wiederaufnahmen und fünf Sinfoniekonzerte stehen auf dem Theaterprogramm in der Saison 2018/19. Der Vorverkauf für alle Vorstellungen beginnt am 9. August und auch das Sonderangebot „4 gewinnt“ für das TfN-Premieren-Quartett ist ab diesem Tag erhältlich.

Die neue Saison des TfN verspricht leidenschaftlich, schräg, märchenhaft, emotional, spannend und aktuell zu werden. Vom 7. September 2018 bis zum 10. Juni 2019 stehen unter anderem das Schauspiel „Mutter Courage und ihre Kinder“, die Europäische Erstaufführung des Musicals „Jasper in Deadland“ und die Offenbach-Operette „Die Prinzessin von Trapezunt“ auf dem Programm. Für alle Vorstellungen sind ab dem 9. August sowohl im TfN-ServiceCenter als auch online Karten erhältlich.

Für alle Theaterliebhaber, die nach der langen theaterlosen Zeit so richtig durchstarten möchten, startet das Theater für Niedersachsen mit einem besonderen Highlight in die Spielzeit 2018/19 – einem Premieren-Quartett mit vier neuen Inszenierungen in nur zehn Tagen. Das Publikum darf sich am 7.9. auf die Komödie „Auf und Davon“ von Peter Yeldham und am 8.9. auf das Musical „Die Brücken am Fluss (The Bridges of Madison County)“ sowie am 15.9. auf die Mozart-Oper „Die Hochzeit des Figaro“ und am 16.9. auf das Schauspiel „Gift. Eine Ehegeschichte“ freuen. Für diesen Premieren-Marathon gibt es das einmalige Angebot „4 gewinnt“: Beim Kauf von je einer Karte für die vier Eröffnungspremieren erhalten die Besucher eine Ermäßigung von 25 %. Dieses Angebot ist nur vom 9. bis zum 23. August im TfN-ServiceCenter buchbar.

Das TfN-ServiceCenter befindet sich in der Theaterstraße 6 in 31141 Hildesheim oder ist per E-Mail an service@tfn-online.de und unter Telefon 05121 1693-1693 erreichbar.

TfN

Verkehrshinweise zum Schützenumzug

Am Sonntag, 24. Juni, 13 Uhr, beginnt der Hildesheimer Schützenumzug, die
Marschroute des Festzuges führt durch folgende Straßen:
Marktplatz – Rathausstraße – Zingel – Goslarsche Straße (zum Teil über die
asphaltierte Nebenfahrbahn) – Sedanstraße (Mitte) – Sedanstraße (Zufahrt zur
Annenstraße) – Annenstraße – Keßlerstraße – Wollenweberstraße – Schuhstraße
– Kardinal-Bertram-Straße – Schützenallee – Am Pferdeanger – Vor der
Lademühle bis zum Festplatz.
Daher kommt es in der Innenstadt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Autofahrerinnen und -fahrer werden gebeten, die Umzugsstrecke weiträumig zu
umfahren. Aus der Neustadt und Teilen der Innenstadt ist während des Umzugs
keine Ausfahrt möglich. Entlang der Marschroute sind die Haltverbote zu
beachten, um Behinderungen und kostenpflichtiges Abschleppen zu vermeiden.
Es wird empfohlen, den ÖPNV zu nutzen.

Stadt Hildesheim

Serie von Einbrüchen in Wohnhäuser aufgeklärt Diebesgut aufgefunden/ Fahndungsaufruf nach entwendetem Pkw Polo

Seit Dezember 2017 wurde eine Häufung von Wohnungseinbrüchen im Raum Hildesheim registriert. Die Tatausführungen hatten eine bestimmte „Handschrift“ in der Tatausführung.

Die Ermittlungseinheit “ Wohnung “ der Kripo Hildesheim ist im Fachkommissariat 2 angesiedelt und spezialisiert zur Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen eingerichtet worden. Die Einbrüche hatten in kurzer Zeit die Anzahl von 30 Taten überschritten, was für starke Beunruhigung in der Bevölkerung sorgte.

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Akribische Puzzlearbeit in der Bearbeitung der Fälle führte die Beamten in Richtung eines möglichen Tatverdächtigen.

Bei einer Überprüfung des Beschuldigten Anfang Mai wurde der 53-jährige Mann aus dem Landkreis Hildesheim in einem Pkw angetroffen, an dem sich gefälschte Kennzeichen befanden.

Bei einem Blick in den Pkw staunten die Beamten nicht schlecht. Das Fahrzeuginnere mit aufgebauter Dachbox glich einem Warenlager und stellte sich als Volltreffer heraus.

Diverser Schmuck, Uhren, Geldbörsen mit ausländischen Währungen, Briefmarkensammlungen, ein neuwertiger Rucksack und diverse Werkzeuge verschiedenster Marken wurden beschlagnahmt.

Der 53-jährige ist festgenommen worden.

Mittlerweile konnte ein Teil der Gegenstände konkret zu einigen der Wohnungseinbrüche aus der Serie identifiziert und zugeordnet werden.

Auch wurde Diebesgut aus Einbrüchen im Raum Diepholz und einem Ort in Sachsen-Anhalt aufgefunden.

Der mutmaßlich Tatverdächtige befindet sich inzwischen für eine andere Staatsanwaltschaft aufgrund ähnlicher Tatvorwürfe in U- Haft. Seit der Festnahme wurden keine Wohnungseinbrüche mit vergleichbarem Vorgehen zur Anzeige gebracht.

Die jetzt anstehende Kleinarbeit der Kripo kann nur mit Hilfe von Geschädigten und aufmerksamen Zeugen erfolgreich beendet werden, denn es bedarf weiterer Zuordnung von Diebesgut.

Die Bilder in der Presse zeigen eine Darstellung der beschlagnahmten Gegenstände. Wer hierauf sein Eigentum erkennt, wird gebeten, sich zu melden.

Fahndungsaufruf nach entwendetem Pkw VW Polo

Die Kripo bittet weiterhin um Hinweise zu einem bei der Einbruchsserie entwendeten Pkw.

Seit Anfang Mai wird ein weißer Polo gesucht, an dem die Kennzeichen HI-AV 721, angebracht waren. Das Fahrzeug wurde beim Einbruch in Hildesheim mit entwendet und könnte zum Abtransport von Diebesgut genutzt worden sein.

Der Pkw könnte irgendwo abgestellt worden sein. Nicht auszuschließen ist, dass mittlerweile andere, gefälschte Kennzeichen angebracht worden sind.

Wem ist irgendwo der Polo aufgefallen, der möglicherweise über einen längeren Zeitraum nicht bewegt wurde? Die Bereiche um Gartenkolonien könnten Schwerpunkt der Suche sein.
Polizeiinspektion Hildesheim

Verdacht auf Algenblüte im Hohnsensee

Aufgrund von Schlierenbildung und Eintrübung des Badegewässers in den Uferbereichen des Hohnsensees hat heute (15.6.) eine Ortsbesichtigung durch das Gesundheitsamt des Landkreises Hildesheim stattgefunden. Da eine Algenblüte nicht ausgeschlossen werden kann, empfiehlt das Gesundheitsamt in Absprache mit dem Badbetreiber und der Stadtverwaltung an den stark betroffenen Stellen vorerst nicht zu baden. Erkennbar sind diese Bereiche an Schlieren- und leichter Schaumbildung sowie an einer Durchmischung mit kleinen grünen „Kügelchen“.

Bestimmte Arten der Algen bilden Gifte (Toxine), die bei bestimmten Konzen-trationen ein gesundheitliches Risiko für Badende darstellen.

Folgende Symptome können beim Kontakt mit Blaualgen oder nach dem Verschlucken mit Toxinen kontaminierten Wassers auftreten: Haut- und Schleimhautreizungen, Bindehautentzündungen, Ohrenschmerzen, Durchfall, Fieber, Atemwegserkrankungen, allergische Reaktionen. Eine ernsthafte Gefahr toxinbedingter systemischer Erkrankungen kann vor allem beim Verschlucken größerer Mengen kontaminierten Wassers bestehen – dies gilt insbesondere für Kleinkinder, aber auch für mitgeführte Haustiere wie. z.B. Hunde.

Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr besteht derzeit zwar nicht, aber die verminderte Sichttiefe kann die Wasserrettung von ggf. verunglückten Badenden beeinträchtigen.

Besteht eine konkrete gesundheitliche Gefährdung für Badende, wird über Informationstafeln am See gegebenenfalls ein vorübergehendes Badeverbot ausgesprochen.

Wer unbeschwert baden möchte, kann auf andere Seen ausweichen: Die auch in dieser Badesaison laufend durchgeführten Analysen zeigten für die EU-Badeseen „Blauer Kamp“ in Hildesheim, „Giftener Teiche“ und „Kiessee“ in Heisede aus hygienischer Sicht eine ausgezeichnete Badewasserqualität.

Landkreis Hildesheim

Brand auf Balkon in der Nordstadt

Am Sonnabendnachmittag wurde ein Brand in der Hildesheimer Nordstadt gemeldet. Anrufer meldeten der Leitstelle der Feuerwehr Feuer auf einem Balkon in der Thaerstraße. Bereits auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte eine schwarze Rauchwolke über dem Wohngebiet stehen sehen. Bei Eintreffen am Einsatzort brannte es auf dem rückwärtigem Balkon eines Wohnhauses im ersten Obergeschoss. Das Wärmedämmverbundsystem des Hauses war bereits in Mitleidenschaft gezogen und auch die Balkontür war geborsten, so dass ein Übergreifen auf die Wohnung zu befürchten war.

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Foto: Berufsfeuerwehr Hildesheim

Während ein Angriffstrupp durch den Treppenraum in die Wohnung vorging, bekämpfte ein zweiter Trupp die Flammen von außen um eine weitere Ausbreitung auf weitere Balkone und die Fassade zu verhindern. Ein Jugendlicher aus der darüberliegenden Wohnung wurde mit Verdacht auf Rauchvergiftung in ein Hildesheimer Krankenhaus gebracht. Der Brand konnte rasch gelöscht werden. Teile der Fassade mussten geöffnet werden um Glutnester abzulöschen. Die Fassade wurde abschließend intensiv mit der Wärmebildkamera geprüft.

Berufsfeuerwehr Hildesheim

Radweg-zur-Kunst wird neu belebt

Er war etwas in Vergessenheit geraten, doch jetzt wird er wieder ins Blickfeld gerückt: Für den im Jahr 2002 eröffneten Radweg-zur-Kunst von Sarstedt über Giesen, Hildesheim, Bad Salzdetfurth und Lamspringe nach Bad Gandersheim gibt es nun eine neue Internetseite; im Sommer soll ein aktueller Flyer erscheinen.

Im letzten Jahr ergriff der Landkreis Hildesheim die Initiative zur Neubelebung. So wurde von Hildesheim Marketing ein Konzept für eine neue Internetseite entwickelt und mit Hilfe der anliegenden Städte und Gemeinden aktuelle und interessante Informationen für den kultur- und naturinteressierten Radfahrer zusammengetragen. Für die technische Erstellung der Internetseite wurde die Firma Hochform aus Groß Düngen beauftragt. Das Besondere am Radweg-zur-Kunst sind die thematisch unterschiedlichen Teilabschnitte, die Werke verschiedener Künstler am Wegesrand zeigen. Auf dem knapp 60 Kilometer langen Weg befahren Radfahrer den Wasser-Kunst-Weg, Romanik-Weg, Kontakt-Kunst-Weg, Kunst-beWEGt und Skulpturenweg. Die Trasse verläuft größtenteils abseits von Straßen auf gut befahrbaren Wegen, zwischen Bodenburg und Bad Gandersheim auf einem ehemaligen Bahndamm. Durch die teilweise parallel verlaufende Lammetalbahn und die Lage der Start- und Endpunkte an weiteren Bahnhaltepunkten können die Teilstrecken bequem an einem Tag oder etappenweise befahren werden.

Die Internetseite http://www.radweg-zur-kunst.de informiert über die Gesamtroute und die einzelnen Teilabschnitte. Der Besucher erhält Informationen zur Stecke, den jeweiligen Orten am Radweg und erfährt außerdem Hintergrundinformationen zur Entstehung des Weges und der Kunstwerke. Zudem gibt es umfangreiche Freizeittipps und Hinweise zu Gastronomie, Übernachtung und Serviceangebote für Radfahrer. „Eine Besonderheit sind die interaktiven Karten zu jeder Etappe“ erläutert Rainer Poelmann vom Amt für Kreisentwicklung und Infrastruktur beim Landkreis Hildesheim. „Dort sind neben einem Höhenprofil und den Daten zu Strecke viele Objekte wie z.B. Skulpturen oder Museen markiert, zu denen man sich Bilder und weitere Informationen ansehen kann.“ Auch Cara Henze von Hildesheim Marketing ist überzeugt, dass die neue Internetseite viele Radfahrer ansprechen wird. „Die Seite überzeugt mit ihrem modernen, nutzerorientierten Design. Vor allem die vielen Bilder machen Lust auf eine Radtour auf dem Radweg-zur-Kunst“.

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Foto: Hildesheim Marketing

Das soll aber noch nicht alles sein: Die Anlieger wollen auch darüber beraten, wie der Weg z.B. durch die gezielte Einbindung von Kunst- und Kulturschaffenden noch attraktiver gestaltet werden kann.

Hildesheim Marketing

Mitmach-Projekt „Insektensommer“ startet – Naturfreunde zählen, was sechs Beine hat

„Guck´mal, was da krabbelt“: kostenlose App zum neuen Citizen-Science-Projekt des NABU hilft beim Bestimmen und Zählen der Insekten

Zähl mal, was da krabbelt, fliegt und und flattert: Am 1. Juni startet der NABU sein neues Citizen-Science-Projekt „Insektensommer“. Es ist die erste bundesweite Insektenzählung in Deutschland. Naturfans sind dazu aufgerufen, in ihrer Umgebung vom 1. bis zum 10. Juni sowie vom 3. bis zum 12. August Insekten zu beobachten und unter http://www.insektensommer.de online zu melden.

„Mit dem Insektensommer wollen wir auf die enorme Bedeutung der Insekten aufmerksam machen – eine Tiergruppe, die leider stark gefährdet ist“, sagt Britta Raabe von der NABU Regionalgeschäftsstelle Weserbergland, „jeder kann mithelfen, Daten zur Artenvielfalt und Häufigkeit der Insekten zu sammeln. Jedes Insekt zählt!“ In Deutschland gibt es nach Schätzungen 33.000 Insektenarten, doch über die meisten liegen noch keine Daten vor. Mit ihrer Vielfalt ohne Grenzen sind die kleinen Krabbler faszinierend als auch sehr wichtig für die Umwelt. Fast alle Wild- und Kulturpflanzen werden von Insekten bestäubt. Insekten sind für das Gleichgewicht aller Ökosysteme unentbehrlich. Doch in den letzten Jahren gehen ihre Bestände dramatisch zurück – was auch für alle Menschen dramatische Folgen haben wird, denn obendrein leisten sie noch unentbehrliche Dienste für uns. Von den 107 weltweit am häufigsten angebauten Kulturpflanzen werden 91 in unterschiedlichem Ausmaß bestäubt. Erdbeeren und Kirschen, Raps, Kaffee oder Wassermelonen bringen besonders reiche Erträge, wenn sie von Wildbienen oder anderen Insekten bestäubt werden. Schätzungen zufolge würde ein Totalverlust an Bestäubern dazu führen, dass Ernteeinbrüche um bis zu 90 Prozent zu befürchten wären. Die Versorgung mit Proteinen, Vitaminen oder Eisen wäre massiv gefährdet.

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) engagiert sich seit Jahren für den Schutz der Insekten. Sie sind unverzichtbar für unser Ökosystem, tragen zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zurückgehen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und die Ausräumung der Landschaft sind nur einige Gründe für den Insektenschwund.

Hilfe beim Bestimmen und Zählen bietet die neue App „Insektenwelt“, die der NABU zum Start des Insektensommers entwickelt hat. „Die Besonderheit der App ist eine fotografische Erkennungsfunktion“, sagt Raabe. „So können die Tiere einfach und schnell mit dem Smartphone fotografiert und automatisch erkannt werden.“ Außerdem bietet die App ausführliche Insektenporträts der 122 bekanntesten Arten, die in Deutschland vorkommen. Zum Start des Insektensommers am 1. Juni wird die App kostenfrei unter http://www.NABU.de/apps  erhältlich sein.

Grundsätzlich soll und kann jedes gesehene und erkannte Insekt gemeldet werden. Die Insektenwelt ist allerdings enorm vielfältig. Es gibt daher pro Meldezeitraum acht „Kernarten“, nach denen die Teilnehmer möglichst auf jeden Fall schauen sollten. Diese Arten kommen (noch) häufig vor und sind vergleichsweise leicht zu erkennen. Im Juni sind es Tagpfauenauge, Admiral, Asiatischer Marienkäfer, Hainschwebfliege, Steinhummel, Lederwanze, Blutzikade und Gemeine Florfliege, im August sind es Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs, Ackerhummel, Blaue Holzbiene, Siebenpunkt-Marienkäfer, Streifenwanze, Blaugrüne Mosaiklibelle und Grünes Heupferd. Natürlich wird der NABU die Kernarten auf seiner Webseite http://www.nabu.de besonders ausführlich vorstellen.

„Der optimale Tag, um viele Insekten zu sehen, ist ein sonniger, warmer, trockener und windstiller Tag. Notieren sie alle Insekten, die sie innerhalb einer Stunde an Ihrem Beobachtungsplatz entdecken können – schauen Sie ruhig einmal in die Blumentöpfe, an Bäumen oder unter Steinen nach. Insekten leben und lieben ihren Mikrokosmos, auch wenn Fluginsekten weite Strecken zurücklegen können“ erklärt Raabe. „Zählen Sie bei mobilen Arten wie Schmetterlingen oder Hummeln von jeder Art die größte gleichzeitig anwesende Zahl von Tieren, die Sie beobachtet haben und nicht die Summe der Einzelbeobachtungen im Laufe der Stunde, so vermeiden Sie Doppelzählungen. Wenn am Anfang der Beobachtungszeit ein Kohlweißling vorbeifliegt und eine halbe Stunde später noch einmal einer, könnte es beide Mal der selbe sein. Gemeldet wird in diesem Fall also nur ein Kohlweißling. Die Beobachtungen werden als sogenannte Punktmeldungen erfasst. Es sollen also nicht die Insekten eines größeren Gebietes zusammengefasst werden, sondern nur die von einem eng begrenzten Beobachtungsort. Diesen Ort hat der NABU als Umkreis von höchstens zehn Metern festgelegt – das sind immerhin gut 300 Quadratmeter und damit genügend Raum für viele interessante Insektenfunde. Wer Lust und Zeit hat, kann natürlich an mehreren Orten beobachten, muss dann aber jedes Mal eine separate Meldung abgeben.“

Gut ist, eine Lupe zur Hand zu haben und damit auf Erkundungstour zu gehen, denn so sind die kleinen Krabbeltiere einfacher zu entdecken. Auch sogenannte Becherlupen sind gut geeignet. Wichtig ist nur, dass nach der Bestimmung die Insekten wieder unversehrt in die Freiheit entlassen werden – selbstverständlich an dem Ort, wo das Tier gefunden wurde.

Die  Daten der Zählaktion Insektensommer werden in Zusammenarbeit mit der bekannten Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht. Und natürlich locken wieder viele Preise, wie zum Beispiel hochwertige Lupen, 3D-Makroskope, Bienenhäuser, Puzzles und Bücher.

Ø  Mehr Infos: www.insektensommer.de

Ø  Kostenfreie Pressebilder: www.nabu.de/pressebilder_insektensommer

Ø  Druckfähige Zählhilfen, Bauanleitung für Insektenhotels sowie Bewegtbild: www.nabu.de/medien-insektensommer

Ø  Häufig gestellte Fragen zum Insektensommer: www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/insektensommer/24141.html

Ø  Kostenlose App „Insektenwelt“ ab 1. Juni erhältlich: www.NABU.de/apps

NABU Niedersachsen – Regionalgeschäftsstelle Weserbergland

Noch zwei Vorstellungen der MusicalCompany in der Saison 2017/18

TfN-MusicalCompany verabschiedet sich mit „Erwin Kannes – Trost der Frauen (Letterland)“ am 14. Juni und „Ab in den Wald“ am 15. Juni aus der Spielzeit 2017/18.

Die TfN-Saison 2017/18 nähert sich langsam dem Ende und die MusicalCompany verabschieden sich am 14. Juni mit „Erwin Kannes – Trost der Frauen (Letterland)“ und am 15. Juni mit „Ab in den Wald“ in die wohlverdiente Sommerpause. Für das Publikum heißt das auch, Abschied nehmen von einigen festen Ensemblemitgliedern: So werden Franziska Becker, Valentina Inzko Fink, Jürgen Brehm und Tim Müller die Company zum Ende der Spielzeit verlassen.

Erwin Kannes – Trost der Frauen (Letterland)“ ist eine grandiose Musicalkomödie und Shake-speare-Paraphrase à la „Die lustigen Weiber von Windsor“. Erwin Kannes ist eine Art Hartz-IV-Falstaff, ein Fettwanst und Vorstadt-Casanova, der die Ladies seiner Wahl vor allem mit seinen Tanzkünsten um den Verstand bringt und das wohlgeordnete Letterland vollständig durcheinander wirbelt.

Erwin Kannes - Trost der Frauen

Foto B. Westhoff

Ähnlich turbulent, witzig und mitreißend wird es auch bei „Ab in den Wald (Into the Woods)“. Das Musical von Stephen Sondheim und James Lapine ist ein großer Spaß mit vielen märchenhaften Rollen und eingängigen Melodien. In den Geschichten von Rotkäppchen, Rapunzel und Aschenputtel kommt es im Laufe des Abends zu einigen Verwirrungen und vielen neuartigen Wendungen.

Karten für die Vorstellungen sind im TfN-ServiceCenter (Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim), unter Telefon 05121 1693 1693 und im Internet unter http://www.tfn-online.de erhältlich.

TfN

Bundesverwaltungsgericht gibt der Revision des Landkreises statt

Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) auf die Beschwerde des Landkreises gegen die Entscheidung des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts die Revision zugelassen. Am 31.05.2018 fand nunmehr die mündliche Verhandlung vor dem BVerwG in Leipzig in dem Kostenerstattungsverfahren des Landes Berlin gegen den Landkreis Hildesheim statt. Das Land Berlin hatte den Landkreis auf Kostenerstattung in Höhe von rund 290.000 € nebst Zinsen in Anspruch genommen. Hierbei handelt es sich um Aufwendungen des Landes Berlin für die Heimunterbringung eines in Rumänien geborenen und aufgewachsenen deutschen Kindes. Dieses wurde auf Veranlassung des Landes Berlin in einer Einrichtung im Landkreis Hildesheim untergebracht, weil es in Rumänien keine geeignete Jugendhilfeeinrichtung gab. Dabei ist das Land Berlin als so genannter überörtlicher Träger für die Durchführung von Jugendhilfemaßnahmen im Ausland für im Ausland geborene deutsche Kinder zuständig. In dem komplexen Verfahren ging es unter anderem um die Frage, welche Behörde tätig werden muss, wenn sich die leistungsberechtigten Eltern im Ausland aufhalten und das betroffene Kind zur Durchführung erforderlicher Maßnahmen ins Inland verbracht wird. Die bislang beteiligten Gerichte hatten die Rechtsfragen unterschiedlich bewertet. Während das VG Hannover die Klage abwies, da es sich nach seiner Auffassung um eine Jugendhilfemaßnahme im Ausland handele, hatte das OVG Lüneburg der Klage im Wesentlichen stattgegeben und den Landkreis verpflichtet dem Land Berlin rund 270.000 € nebst Zinsen zu erstatten. Nach Auffassung der Lüneburger Richter handelt es sich immer dann um eine Jugendhilfemaßnahme im Inland, wenn die Jugendhilfemaßnahme auch im Inland durchgeführt wird. Bei dieser Rechtsinterpretation würde es dem Land Berlin als überörtlichen Träger stets gelingen, durch das Verbringen der betroffenen Kinder in das Inland die Fallverantwortung auf inländische Jugendämter abzuwälzen.

Das BVerwG hat – nachdem es im Januar 2017 die Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache zuließ – entschieden, dass der Landkreis zu Recht eine Kostenerstattung abgelehnt hat und damit der Revision voll umfänglich stattgegeben. Maßgeblich für die Beurteilung, ob es sich um einen Inlands- oder Auslandfall handele, sei der Zeitpunkt der Antragstellung. Sofern sich die Eltern noch im Ausland befinden und nur das Kind zur Durchführung notwendiger Maßnahmen ins Inland verbracht würde, bleibt es bei der Sonderzuständigkeit des Landes Berlin. Der Landkreis Hildesheim ist daher nicht kostenerstattungspflichtig.

Die Erste Kreisrätin, Evelin Wißmann, zeigte sich hoch erfreut über das von ihrem Rechtsamt erzielte Ergebnis. „Die Durchführung derartiger Verfahren erfordern neben fachlicher Kompetenz einen hohen Arbeitsaufwand“, so die Erste Kreisrätin, „was sich in diesem Fall auch wirklich bezahlt gemacht hat.“

Landkreis Hildesheim

Volksbank und Sportbunde rufen Vereine zur Beteiligung auf

Jetzt noch bewerben für die „Sterne des Sports“ / Schirmherr Martin Kind

Die Volksbank eG schreibt, gemeinsam mit dem Regionssportbund Hannover und dem
Kreissportbund Hildesheim, erneut den erfolgreichen Wettbewerb „Sterne des Sports“ aus.
Schirmherr ist in diesem Jahr Martin Kind, der (mit einjähriger Unterbrechung) seit 1997 Präsident des Sportvereins Hannover 96 ist.
„Die begeisterte Resonanz auf die „Sterne des Sports“ bei Teilnehmern, Medien und der
Öffentlichkeit in unserer Region hat uns die Entscheidung für die erneute Ausschreibung leicht gemacht. Dass die Bewerbung seit letztem Jahr ausschließlich digital erfolgt, ist absolut zeitgemäß und sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvoll. Durch die Vereinfachung der Bewerbung haben große und kleine Vereine dieselben Chancen.“, bestätigt Volker Böckmann, Vorstandsmitglied der Volksbank eG Hildesheim-Lehrte-Pattensen.
Vereine können sich noch bis zum 29. Juni 2018 online bewerben unter
http://www.vb-eg.de/sterne-des-sports bzw. http://www.sterne-des-sports.de.
Die „Sterne des Sports“ sind eine Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Volksbanken Raiffeisenbanken.
Gefragt sind Programme und A ngebote, mit denen sich die Vereine und ihre vielen ehrenamtlichen Helfer sozial engagieren. Die Bandbreite reicht von Kinder- und Jugendsportangeboten, über Gesundheits- und Umweltaktionen bis hin zu Programmen für Schulen und Familien. Eine kompetente Jury wird die Bewerbungen auswerten und die Sieger küren. Sie werden mit „Sternen des Sports“ in Bronze und Geldprämien von insgesamt 3.000 Euro belohnt. Der Siegerverein auf regionaler Ebene ist automatisch für die nächste Stufe des Wettbewerbs um die „Sterne des Sports“ in Silber qualifiziert. Abschluss und Höhepunkt wird schließlich die Auszeichnung der „Sterne des Sports“ in Gold auf Bundesebene sein. Insgesamt kann ein Verein bis zu 14.000 Euro gewinnen.
Die Veranstaltung wird von höchster politischer Ebene begleitet: Die Preisübergabe auf
Bundesebene findet in Berlin statt und wird von der Bundeskanzlerin oder dem
Bundespräsidenten vorgenommen.

Ina Surray

Ausstellungseröffnung: „TransFAIRmation – aus alt mach neu“, Teil II

Kafeesackkreationen_St_Augustinus_Presse

Foto: Stadt Hildesheim

Kunstinteressierte haben derzeit die Möglichkeit in der Hildesheimer Rathaushalle
ausgesprochen kreative „Transformationen“ aus gebrauchten Kaffeesäcken zu
bewundern. Hierbei handelt es sich um Arbeiten von sieben Klassen und AG ́s
der weiterführenden Schulen Josephinum, Waldorfschule, Renataschule, St.
Augustinus und der Elisabeth-von-Rantzau-Schule. Diese beteiligten sich an dem
von der Steuerungsgruppe „Fairtrade-Town Hildesheim“ organisierten Schul-
Kunst-Projekt „TransFAIRmation – aus alt mach neu“, und präsentierten am
Donnerstag, 07. Juni, bei der Ausstellungseröffnung überaus professionelle
Ergebnisse.
Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer begrüßte die Schülerinnen und Schüler sowie
Lehrerinnen und Lehrer und lobte das große Engagement bei der
Auseinandersetzung mit dem Projekt. Auch veranschaulichte der OB noch einmal
den Grundgedanken des Begriffs „Fairtrade“ und erklärte dabei Eckpfeiler wie
„Nachhaltigkeit “, „umweltbewussteRessourcennutzung“
und „gerechte Bezahlung“, die zur Gewährung eines fairen Handels notwendig sind.
De Ausstellungseröffnung gewann besonders an Dynamik als Schülerinnen und
Schüler des Josephinum ihre Kaffeesack-Kreationen in Form einer Modenschau
präsentierte. Gezeigt wurden u.a. diverse Rucksäcke, ein Regenschirm und
Kleidung, was sich durchaus im Alltagsgebrauch sehen lassen kann. Weitere
Exponate der Ausstellung sind u. a. mit Kaffeesäcken neu aufgepolsterte Stühle
(St. Augustinus und Elisabeth-von-Rantzau-Schule), Sitzsäcke (Renataschule)
oder auch gewebte Teppiche (Waldorfschule).
Die ausrangierten ehemaligen Kaffee-Säcke stellte Die Firma „El Puente“ zur
Verfügung.
Die Stadt Hildesheim ist seit September 2017 offiziell Fairtrade-Town.
Die Ausstellung der weiterführenden Schulen ist noch bis Freitag, 22. Juni, zu den
Öffnungszeiten des Rathauses (montags bis donnerstags 8 bis 18 Uhr sowie
freitags von 8 bis 14 Uhr) zu sehen.

Stadt Hildesheim

Bürgerbeteiligung zum Integrationsplan: Workshop im Rathaus

Hildesheim ist international – und wird mit jedem Jahr internationaler. Schon jetzt
leben Menschen aus über 140 Ländern in der Stadt. Ob Integration und das
gelingt, entscheidet sich vor Ort – in der Kommune. Die aktive Gestaltung des
Zusammenlebens in der Stadtgesellschaft, insbesondere die Integration von
Menschen mit Migrationshintergrund, wird zu einem zentralen Aufgabenfeld
kommunaler Daseinsvorsorge.
Die Stadt Hildesheim hat sich mit dem Ratsbeschluss aus dem Sommer letzten
Jahres an die Erarbeitung eines „Hildesheimer Integrationsplans“ gemacht. In
zahlreichen Expertengesprächen wurden Maßnahmen und Ziele zu den
Handlungsfeldern „Soziale Integration“, „Gesellschaftliche Partizipation“,
„Kulturelle Partizipation“ sowie „Gesundheit & Sport“ entwickelt. „Mit dem
Integrationsplan wollen wir städtische Integrationspolitik verbindlich und
wirkungsorientiert gestalten“, so Malte Spitzer (Stadt Hildesheim, Dezernent für
Jugend, Soziales, Schulen und Sport). Die Umsetzung der Ziele erfolgt über Zwei-
Jahres-Zielvereinbarungen, die Zielerreichung wird überprüft und in einem
„Umsetzungsbericht“ dargelegt. Auf dieser Grundlage wird – ebenfalls in einem
zweijährigen Rhythmus – der „Hildesheimer Integrationsplan“ fortgeschrieben.
Nachdem der erste Entwurf des Integrationsplans erarbeitet wurde, sind nunmehr
die Bürgerinnen und Bürger Hildesheims eingeladen, in einer moderierten
Veranstaltung am Mittwoch, 27. Juni, in der Zeit von 16 bis 19.30 Uhr im
Rathaus, Markt 1, Sitzungssaal Gustav Struckmann (2. OG, Raum 209), über
den Entwurf zu diskutieren sowie ihre Ideen einzubringen. Malte Spitzer: „Wir
freuen uns auf die Gespräche und Anregungen!“ Interessierte melden sich bitte bis
zum 18. Juni bei der Koordinierungsstelle Integration der Stadt Hildesheim an:
b.kiel@stadt-hildesheim.de oder Telefon 05121 301-4024.

Stadt Hildesheim

Neue Fahrradbügel und ffn-Plakate an Überweg Steuerwalder Straße

Seit heute weisen am Fußgängerüberweg in der Steuerwalder Staße auf Höhe
des Eingangs zum Friedrich Nämsch Park drei Plakate mit der Aufschrift „Achtung
Kinder“ auf mögliche Gefahren im Straßenverkehr vor Ort hin. Mitarbeiter des
städtischen Bauhofes befestigten die auf Schildern angebrachten Plakate, die
Radio ffn der Stadt Hildesheim dankenswerterweise kostenlos zur Verfügung
gestellt hat, an Straßenlaternen jeweils in beiden Fahrtrichtungen der
Steuerwalder Straße beziehungsweise eines direkt am Ausgang vom Friedrich
Nämsch Park an. Autofahrer, aber auch die Kinder selbst sollen damit darauf
aufmerksam gemacht werden, dass es am Überweg zu gefährlichen Situationen
kommen kann.

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Mitarbeiter desstädtischen Bauhofes befestigten heute morgen die Schilder mit den Plakatenvon Radio ffn. Foto: Stadt Hildesheim

Anwohner hatten vor einigen Wochen über die sozialen Medien und die Presse
darauf hingewiesen, dass es an dieser Stelle immer wieder zu gefährlichen
Situationen komme, wenn über die Straße laufen und Autofahrer sie übersehen.
Nach Rücksprache mit der Polizei konnte allerdings nicht festgestellt werden,
dass es sich hier um einen Unfallschwerpunkt handelt. Nach einem Vor-Ort-
Termin veranlasste die Kleine Verkehrskommission jedoch zur Verbesserung der
Einsehbarkeit die Aufstellung von Fahrradbügeln an einer Stelle, an der sonst
immer wieder ordnungswidrig abgestellte Fahrzeuge die Sicht beeinträchtigten.
Auch das ist inzwischen umgesetzt und hat gleich drei positive Effekte:
Fahrzeuge können an dieser Stelle nicht mehr falsch parken, für Fahrräder finden
sich neue Abstellmöglichkeiten unmittelbar vor den Geschäften und Kinder und
der Autoverkehr haben nun eine bessere Sicht auf den Überweg.

Stadt Hildesheim

Blutbuche wird zum Habitatbaum

Während des Starkregenereignisses am 29. Mai ist ein Kronenteil aus einer
ortsbildprägenden Blutbuche am Eingang des Kehrwiederwalls an der Annenstaße
gebrochen. Ursächlich hierfür war eine ausgedehnte Fäule im Stamm hinter dem
ausgebrochenen Astansatz, der dem Sturm nicht standhielt. Bei der Buche war
schon vorher ein Pilzbefall festgestellt worden, geplant war, den Baum zukünftig
mittels einer Sicherung aus Stahlseilen bruchsicher zu verankern, um ihn noch für
einige Jahre erhalten zu können. „Angesichts des zusätzlichen Schadens im
Holzkörper des Stammes, der nun durch den Ausbruch des Starkastes sichtbar
wurde, ist ein Erhalt der Buche in seiner jetzigen Kronenform nun aber nicht mehr
möglich“, erklärt Ralf Severith (Stadt Hildesheim, Baumkontrolle).

Blutbuche_Presse

Stadt Hildesheim

Der Baum wird daher in circa acht Meter Höhe gekappt und in seiner seitlichen Auslage um sechs Meter Breite zurückgeschnitten, um ihn in einem verkehrssicheren Zustand noch einige Jahre als Habitatbaum als Lebensraum für Tiere und Pflanzen erhalten zu können.

Stadt Hildesheim

Ergebnis zur Stunde der Gartenvögel in Hildesheim liegt vor: Sperling mit 12% Zuwachs wieder auf „Platz eins“ – Vogelzahlen insgesamt leicht rückläufig

Der NABU und sein bayerischer Partner LBV freuen sich über eine gute Beteiligung bei der 14. Stunde der Gartenvögel, die von Vatertag bis Muttertag, vom 10. bis 13. Mai, stattfand. In Hildesheim wurden in in 165 Gärten insgesamt 5837 Vögel gezählt. 282 Vogelfreunde haben dort folgendes beobachtet: der Haussperling mit 5,58 erfassten Individuen pro Meldung bleibt häufigster Gartenvogel , gefolgt von Amsel, Star -welcher „Vogel des Jahres 2018“ ist-, Kohlmeise und Mehlschwalbe. Die Zahlen vom letzten Jahr zeigen beim Spatz einen Aufwärtstrend von 12%, was bei diesem anpassungsfähigen Vogel einen erfreulichen Zuwachs in der Population bedeutet.

„Die gute Beteiligung zur Stunde der Gartenvögel zeigt, dass viele Menschen ein großes Interesse an der  Natur haben und bereit sind, sich für den Erhalt der Artenvielfalt zu engagieren“, sagt Britta Raabe; „das lässt auch darauf hoffen, dass immer mehr Hobbygärtner darauf achten, ihren Garten besonders vogel- und naturfreundlich gestalten.“ Die Leiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle Weserbergland verzeichnet für sich einen entsprechenden Trend, denn viele Anrufer in der Geschäftsstelle fragen insbesondere nach Umgestaltungsmöglichkeiten des eigenen Gartens. „Aber auch auf Balkonen gibt es viele Möglichkeiten, die einfach umzusetzen sind“ sagt Raabe und gibt gern Tipps weiter.

Insgesamt wurden bei der Stunde der Gartenvögel bundesweit 33,8 Vögel pro Garten gesichtet. Damit liegt das Endergebnis 3,1 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt von 34,9 Vögeln pro Garten. Sieben der 15 häufigsten Gartenvogelarten weisen in diesem Jahr den niedrigsten jemals pro Garten gemessenen Wert auf. Nur vier Arten wurden in den bisher üblichen Mengen gesichtet.

Leicht positive Nachrichten gibt es vom Vogel des Jahres 2018, dem Star. „Er wurde bundesweit mit im Schnitt 2,1 Vögeln pro Garten gemeldet“, so Raabe. „Das ist nur leicht unter dem Durchschnitt von 2,35 Staren, der seit 2006 gemessen wurde.  Vor Beginn der Stunde der Gartenvögel, insbesondere zwischen 2002 und 2006 hatte der Star deutschlandweit dramatisch um über ein Drittel abgenommen. Seitdem hält sich der Bestand fast stabil, von den Beständen, die es bis zur Jahrtausendwende gab, sind die Stare jedoch weit entfernt.“ In diesem Jahr hat der Bestand der Stare in Hildesheim einen erfreulichen Zuwachs von 23% zu verzeichnen.

Bei Amsel und Grünfink haben sich die vermutlich krankheitsbedingten Rückgänge fortgesetzt. Die Amsel leidet unter dem Usutu-Virus. Bereits im vergangenen Jahr konnten NABU-Experten gemeinsam mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin nachweisen, dass der Rückgang der Amsel vor allem im Verbreitungsgebiet des Virus stattfindet. Beim Grünfink zeigen sich seit 2013 deutliche Rückgänge im Bestand, die vermutlich auf das Grünfinkensterben aufgrund von Trichomonaden-Infektionen zurückzuführen sind.

Besonders Arten, die ausschließlich Insekten fressen oder zumindest ihre Jungen mit Insekten füttern, wie Meisen, wurden in diesem Jahr deutlich weniger gezählt. „Das passt zum generellen Trend der besonders starken Abnahme insektenfressender Vogelarten und muss weiter beobachtet werden“, so Raabe weiter. „Wer diesen Vögeln helfen will, sollte seinen Garten naturnah mit heimischen Büschen und Bäumen bepflanzen.“ Wie es um die Nahrung vieler Vögel, die Insekten, in Deutschland bestellt ist, darum geht es bei der  neuen Citizen-Science-Aktion Insektensommer, dessen erste Phase noch bis 10. Juni läuft. Die Leiterin der Regionalgeschäftsstelle appelliert daher: „wem das Schicksal unserer Gartenvögel am Herzen liegt, der sollte auch bei unserer Insektenzählung mitmachen.“

NABU Hildesheim