Anmeldung für das Schuljahr 2017/18 an städtischen Grundschulen

Die Anmeldungen für die Schulanfängerinnen und -anfänger des Schuljahres 2017/18 werden für die städtischen Grundschulen vom 18. bis 22. April entgegengenommen. Sie erfolgen bei jeder Grundschule in diesem Zeitraum zu  individuellen Tagen und Zeiten. Die Eltern wurden entsprechend angeschrieben und informiert, welche Grundschule für ihr Kind zuständig ist. Weiterhin wurden die möglichen Anmeldetage, die Anmeldetermine und die Kontaktdaten der Schule mitgeteilt. Für Kinder, die bereits als „Kann-Kinder“ für das kommende Schuljahr 2016/17 angemeldet sind, gelten diese Anmeldetermine nicht.

Schulpflichtig sind alle Kinder, die im Zeitraum vom 2. Oktober 2010 bis 1. Oktober 2011 geboren sind. Für das Schuljahr 2017/18 sind das 819 Kinder im Stadtgebiet. Die Anmeldung findet immer im Jahr vor der Einschulung statt. Kinder, die keine ausreichenden Deutschkenntnisse besitzen, erhalten ab August 2016 Sprachfördermaßnahmen, um diese Defizite auszugleichen.

Stadt Hildesheim

 

42 Aquarelle auf der Empore der Stadtbibliothek

FARBEN FÜHLEN, unter diesem Motto steht eine Ausstellung, die seit dem 11. April in der Stadtbibliothek in der Judenstraße zu sehen ist. Auch Nichtmitglieder der Bibliothek können die Ausstellung auf der Empore kostenlos besuchen. 42 Bilder lassen ihre Farben leuchten.

Seit 13 Jahren trifft sich einmal in der Woche eine Gruppe von 9 Frauen und einem Mann, um Aquarelle zu malen. Die Leiterin, Maria-Ursula Diwischek hatte den Kreis seinerzeit in der evangelischen Familienbildungsstätte im Wolfsstieg zusammengeführt. Neben vorgegebenen Themen zu Formen oder Figuren kann jeder Einzelne   seiner Phantasie freien Lauf lassen.P1090786

© Walter Wallott

Verschiedene Orte in Hildesheim wie das Gut Steuerwald oder der Bereich um die Klosterkirche in Marienrode waren schon das Ziel der Teilnehmer, um die dortigen vielseitigen Motive auf der Leinwand festzuhalten.  Die entstandenen Aquarelle zeigen jeweils den individuellen Ausdruck jedes einzelnen Künstlers. Bei der Ausstellung handelt es sich um Bilder der gesamten Gruppe.

Sie sind bis auf weiteres in der Stadtbibliothek, Öffnungszeiten : Dienstag bis Freitag von 10.30 – 18.00 Uhr und Samstag von 10.00 – 13.00 Uhr  zu sehen. Das Ende der Ausstellung ist noch nicht festgelegt.

Walter Wallott

„Säule der Weisheit“ wird instand gesetzt

Die vom Hildesheimer Holzkünstler Harald Kolbe gefertigte Eule, die sonst an der
Innerste Aue/am Hochwasserbett beheimatet ist, wird derzeit auf dem Bauhof
überholt. Faulstellen im unteren Bereich der aus Pappel gefertigten Skulptur mit
dem Titel „Säule der Weisheit“ gefährdeten die Standsicherheit. Sobald die
Reparaturen abgeschlossen sind, wird die Eule wieder an ihren angestammten
Platz zurückkehren.

Säule_der_Weisheit_Presse

© Stadt Hildesheim

Der Baum, aus dem das Kunstwerk entstanden ist, befand sich früher am
Concordia-Platz und musste gefällt werden. Harald Kolbe, der seit vielen Jahren
Holzarbeiten mit der Motorsäge anfertigt, entdeckte den Stamm und stellte seine
Projektidee der Stadt vor. Nach der Standortfindung konnte er mit der Arbeit
beginnen, am 11. August 2006 wurde die 4,50 Meter hohe „Säule der Weisheit“ an
der Innerste Aue aufgestellt.

Stadt Hildesheim

Badescouts für Flüchtlinge in Schwimmbädern

Mit Blick auf die am 1. Mai beginnende Freibadsaison ist die Stadt auf der Suche
nach acht bis zehn Flüchtlingen, die anderen Flüchtlingen die Nutzung der
JoWiese und ggf. weiterer städtischer Bäder erleichtern. Die sog. „Badescouts“
sollen ausreichend Deutsch und mindestens eine Fremdsprache aus dem
arabischen Raum bzw. Farsi beherrschen und als Ansprechpartnerin bzw. –
partner vor Ort beispielsweise bei Fragen zu den Baderegeln fungieren. „Das
dient der Kulturvermittlung und somit der Integration“, erklärt Bernward Kiel (Stadt
Hildesheim, Integrationsleitstelle) den Ansatz, den eine Arbeitsgruppe mit
Vertreterinnen und Vertretern der Stadt, den Badbetreibern und dem ASB als
Betreiber der Notunterkunft des Landes in der Mackensen-Kaseren in den
vergangenen Wochen erarbeitet hat. „Wir sehen das als Bereicherung, die dem
reibungslosen Badebetrieb und somit letztlich allen Badegästen zugutekommt“,
ergänzt Dennis Münter (Betreiberfirma Event Werft).
Drei Interessenten aus Ägypten bzw. Syrien konnten bereits gefunden werden,
weitere werden noch gesucht. Die Badescouts werden vor ihrem Einsatz, der
insbesondere an Tagen mit hohem Besucheraufkommen erfolgen soll, von dem
Bad-Personal geschult und lernen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bäder
kennen, um sie voll ins Team zu integrieren. Als Entlohnung erhalten die Scouts
neben einer Jahreskarte der JoWiese auch eine Stundenvergütung über
gemeinnützige Arbeit. Auch die Verpflegung während des Einsatzes wird
sichergestellt.
Darüber hinaus plant die Stadt Hildesheim in Kooperation mit den Badbetreibern,
der DLRG und den hiesigen Schwimmvereinen Kurse, an denen Flüchtlinge
kostenlos teilnehmen und Schwimmen lernen können. „Auch das ist ein wichtiges
integratives Element“, so Kiel.

Stadt Hildesheim

 

 

MigrantenElternNetzwerk informiert über „Gefahren im Internet“

Das von der Stadt Hildesheim unterstützte MigrantenElternNetzwerk (MEN) lädt für Dienstag, 19. April, 17.30 Uhr, interessierte Eltern zu einer Veranstaltung zum Thema „Gefahren im Internet. Internet-ABC – Wissen wie’s geht!“ ein. Es referiert Dr. Claudia Raabe (Verein für Medien- und Kulturpädagogik Blickwechsel). Die Veranstaltung findet in der Begegnungsstätte „Treffer“, Peiner Straße 6, statt. Für Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren wird eine Betreuung angeboten. Die Teilnahme ist kostenlos.

Stadt Hildesheim

Abschlussveranstaltung Wettbewerb „Zukunftsstadt“

Das Wissenschaftsjahr 2015 ist beendet, die erste Phase des Wettbewerbs „Zukunftsstadt“ des Ministeriums für Bildung und Forschung fast abgeschlossen. Auch die Stadt Hildesheim hat sich unter dem Motto „Wohnen in Hildesheim: Attraktiv, innovativ, inklusiv für alle Lebensformen“ an dem Wettbewerb beteiligt.  Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung, die am Dienstag, 19. April, 18 Uhr, im Rathaus, Markt 1, Sitzungssaal Gustav Struckmann (2. OG, Raum 209) stattfindet, sollen die vielfältigen Ergebnisse der hiesigen Projekte vorgestellt werden.

Welche Impulse ergeben sich aus den bisherigen Aktivitäten? Wie wollen die Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt zukünftig wohnen? Welche Schwerpunkte für die Quartiersentwicklung wurden in den Stadt*Werk*Gesprächen* erarbeitet? In welcher Form wird die Bürgerbeteiligung in Zukunft weitergeführt? Diese und andere Fragen werden im Rahmen der Veranstaltung, die Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer eröffnet, erörtert.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind hierzu herzlich eingeladen!

Stadt Hildsheim

Fotoausstellung „Nicht trotzdem sondern deshalb“ von Lisa Marie Weigelt

Lisa Marie Weigelt zeigt noch bis zum 28. April in der Rathaushalle (Markt 1) erstmalig ihr Fotoprojekt „Nicht trotzdem sondern deshalb“. Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer eröffnete die Ausstellung, die zu den Öffnungszeiten des Rathauses, montags bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 14 Uhr zu sehen ist, im Beisein unter anderem von Marion Tiede (Vorsitzende des Behindertenbeirats der Stadt Hildesheim), Monika Seeland (Verein Stolperstein) und dem Hildesheimer Bundestagsabgeordneten Bernd Westphal. „Die Themen Behinderung und Inklusion sind auch in unserer Stadt wichtige Herausforderungen“, so der Oberbürgermeister. Mit Blick auf die Fotoausstellung sagte Dr. Meyer, es sei vorbildhaft, auch auf diesem Weg auf die entsprechenden Fragestellungen aufmerksam zu machen.

OB_Weigelt_Presse

OB Dr. Ingo Meyer mit Lisa Marie Weigelt

© Stadt Hildesheim

Lisa Marie Weigelt, Studentin der Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim, hat neben der Begeisterung für Fotografie ein ausgeprägtes Interesse für die Beseitigung sozialer Missstände. Ihr Projekt ist im Rahmen eines Seminars zum Thema „Dokumentarfotografie“ entstanden, durch welches sich Weigelt über den Rahmen eines Seminars hinaus verstärkt für die Zusammenarbeit mit verschiedenen Vereinen und Einzelpersonen begeistert hat. Im Rathaus präsentiert sie zehn Portraits von Rollstuhlfahrerinnen und -fahrern aus Hildesheim und ganz Deutschland. Zum Ausdruck kommen soll eine wertneutrale Begegnung ohne den Faktor „Rollstuhl“, im Vordergrund steht die Persönlichkeit der Betroffenen. Ziel des Projekts sei es, möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, sich intensiv mit den Themen „Inklusion“ und „Vorurteilen gegenüber Menschen mit Behinderung“ auseinanderzusetzen.

Dr. Helge Miethe

Familien gestern und heute

Die Koproduktion des Theaters für Niedersachsen mit dem Theater Karo Acht „Alles Familie“ wird am Donnerstag, 14. April 2016, um 15 Uhr im theo uraufgeführt. Das Kinderstück nach dem gleichnamigen Buch von Alexandra Maxeiner und Anke Kuhl ist für alle ab 6 Jahren.

Mama, Papa, Kind – so sieht bei vielen Menschen die typische Familie aus. Aber was ist mit Mama, Kind oder Papa und Kind? Ist das keine Familie mehr? Die Theatermacher vom Theater Karo Acht beleuchten in ihrer neuen Produktion „Alles Familie“ das Phänomen Familie. Das Stück für Kinder ab 6 Jahren feiert am Donnerstag, 14. April 2016, um 15 Uhr Premiere im theo.

Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Alexandra Maxeiner und Anke Kuhl erschafft das Team rund um Regisseur Kian Pourian ein Kaleidoskop von möglichen Familienbanden. „Das Thema haben wir schon etwas länger im Kopf, einfach weil es ein immer aktuelles Thema ist und weil sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten viel an der Form einer Familie geändert hat“, sagt Pourian. Für die Recherche hat das Theater Karo Acht zu Beginn der Produktionsphase auch eine Grundschulklasse nach ihrem Verständnis von Familie befragt, und lässt diese Geschichten genauso in die Handlung einfließen, wie persönliche Erfahrungen. Um „den Materialbergen Herr zu werden“ und „einen dramaturgischen Bogen“ zu schaffen, hat das Team zum ersten Mal mit dem Berliner Theaterautor Lorenz Hippe zusammengearbeitet, der den Text von „Alles Familie“ geschrieben hat. Entstanden ist eine bunte und wilde Collage. Temporeich und musikalisch spielt sich das Theater Karo Acht durch die Szenen von (un-)gewöhnlichen Familienbanden, kleinen Problemen und großen Glücksmomenten. Mal mit Mitteln des klassischen Schauspiels, mal mit Tanz, Livemusik oder Schattenspielen – Kinder ab 6 Jahren und ihre Eltern erleben in „Alles Familie“, wie unterschiedlich und vielfältig, wie komisch, aber manchmal auch tragisch Familienleben heute sein kann.

Karten kosten 6 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder, Schüler und Studierende. Erhältlich sind die Tickets im TfN-ServiceCenter (Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim), unter Telefon 0 51 21/16 93 16 93 und im Internet unter http://www.tfn-online.de.

 
Elisabeth Schwarz

30 Jahre nach Tschernobyl – Kinofilm „Verwundete Erde“ zum Jahrestag der Katastrophe

Am 26. April 1986 kam es im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl zum Super-GAU. Der Reaktor Block 4 explodierte; radioaktiver Staub verbreitete sich in ganz Europa. Noch heute sind in der Region weitere Landstriche verseucht und unbewohnbar. Die unzähligen Toten, Verletzten und Erkrankten sind auch im dreißigsten Jahr nach der Katastrophe Mahnung und Auftrag zugleich, den unkalkulierbaren Gefahren dieser Risikotechnologie mit der konsequenten Umsetzung des Atomausstiegs entgegenzutreten.
Gemeinsam mit dem Orts- und Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen veranstaltet die Grünen-Bundestagsabgeordnete Brigitte Pothmer eine Kinomatinée. Der französische Spielfilm „Verwundete Erde“ zeigt beeindruckend und beklemmend zugleich, wie an einem schönen Frühlingstag plötzlich das atomare Inferno über das Leben der Menschen in der nahe Tschernobyl gelegenen Stadt Prypjat hereinbricht. Der Ort ist heute eine Geisterstadt.

Zu sehen ist „Verwundete Erde“ am Sonntag, 24. April 2016, um 12 Uhr im Filmpalast Thega, Theaterstraße 6, Hildesheim.
Tickets sind für 6 EUR im Vorverkauf erhältlich.

Brigitte Pothmer

Slow Art Day im RPM

Erleben Sie mit uns einen entschleunigten Museumsbesuch im Rahmen des weltweiten Slow Art Day.

Seit 2008 findet dieser besondere Tag einmal im Jahr in Museen rund um den Globus statt. Im letzten Jahr waren weltweit insgesamt 205 Museen beteiligt. Warum aber entschleunigt? Die Teilnehmer sollen die Objekte auf eine andere Art erkunden, langsam und in Ruhe und so vielleicht die ein oder andere aufregende Entdeckung machen, die dann im anschließenden Gespräch mit den Kuratoren diskutiert werden kann.

SlowArtDay©RPM

Am Samstag, dem 09. April 2016, bieten wir Ihnen eine besondere Betrachtung von Objekten des Roemer- und Pelizaeus-Museums.

Die Kuratoren der ethnologischen und der altägyptischen Sammlung haben sechs Objekte aus den Dauerausstellungen ausgewählt, die Tiergestalt haben oder Tiere zeigen. Da sich in den Ausstellungen die Wichtigkeit von Tieren im weltlichen und religiösen Bereich widerspiegelt, verdienen diese Exponate eine besondere Betrachtung.

Nachdem Sie die sechs Werke eigenständig erkundet haben, treffen Sie sich mit den übrigen Teilnehmern im Pelizaeus-Pavillon zu einem Imbiss. Im Gespräch mit den Kuratoren können Sie Ihre Eindrücke zu den Stücken weiter vertiefen.

Beginn der Rundgänge um 11.00 Uhr und 14:00 Uhr

Preis pro Person: 18,00 € (inkl. Imbiss)

Anmeldungen bis zum 03.04.2016 telefonisch unter 05121-9369-0 oder -20

sowie unter der Emailadresse buchungen@rpmuseum.de

Kristina Freise

 

Zukunftstag 2016: Beim Landkreis sind noch Plätze frei

Am 28. April 2016 findet wieder der bundesweite Mädchen- und Jungen-Zukunftstag, auch bekannt unter Girls` und  Boys`Day statt. Mädchen und Jungen ab der 5. Klasse sollen beim Zukunftstag die Möglichkeit bekommen, geschlechteruntypische Berufe kennen zu lernen. Der Landkreis Hildesheim vermittelt für den Zukunftstag über 50 Platzangebote in verschiedenen Arbeitsbereichen der Region. Es gibt noch folgende freie Plätze: für Mädchen oder Jungen im Kreishaus Hildesheim oder in der Außenstelle des Kreishauses in Alfeld; für Interessierte ab der 7. Klasse in den Geschäftsstellen der Volkshochschule in Alfeld, Sarstedt, Hildesheim oder im Mehrgenerationenhaus Hildesheim; außerdem ausschließlich für Jungen ab 13 Jahren ein Platz im Bereich des Pflegestützpunktes Hildesheim und im Gesundheitsamt Hildesheim, ein Angebot von 12 Plätzen in der Stelle für Aids- und Sexualberatung. Die Koordination läuft über die Gleichstellungsstelle der Kreisverwaltung. Anfragen oder Anmeldungen richten Sie bitte an Frau Oelve-Meyer, Tel. 05121/309-3171 oder per Mail an gleichstellung@landkreishildesheim.de.

Hans-A. Lönneker

Grüner Schlüssel zum 1. Arbeitsmarkt

Einer der ersten Integrations-Betriebe in Niedersachsen besteht seit 20 Jahren

50 Gartenbau-Mitarbeiter der Lebenshilfe Werkstatt Hildesheim freuen sich in diesem Jahr über ein besonderes Jubiläum: 1996 gründete die Lebenshilfe Hildesheim die Ginkgo Gartengestaltung gemGmbH – einen der ersten niedersächsischen Integrationsbetriebe laut Sozialgesetzbuch Nummer neun. Seit 20 Jahren dient Ginkgo Menschen mit Behinderung als Schlüssel zu anerkannter beruflicher Qualifizierung und zum ersten Arbeitsmarkt. Die Ginkgo-Gründungsidee ist seit dem Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention vor sieben Jahren aktueller denn je.

Integration unter dem Dach der Lebenshilfe

1996 entschied die Lebenshilfe Hildesheim den Kauf eines kleineren privaten Gartenbaubetriebes.  „Profitieren sollte die hauseigene Gartenbaugruppe der Lebenshilfe: vom Know How der Ginkgo-Gärtner, ihren Erfahrungen mit Kunden, den Maschinen sowie vom Kundenstamm,“ erläutert Ginkgo-Betriebsleiter Martin Weisheit die Gründungsidee. Ginkgo schlüpfte als selbstständiges Tochterunternehmen unter das Dach der Lebenshilfe. Sechs Mitarbeiter, zwei LKW, Kleinmaschinen und ein Hanomag-Schlepper zogen schließlich auf das Werkstatt-Gelände im Hildesheimer Stadtteil Drispenstedt. Von da an arbeitete Ginkgo mit gemeinnützigem Auftrag: Menschen mit Behinderung fachliche Bildung und Erfahrungen auf dem ersten Arbeitsmarkt leicht zu machen. „In den ersten Jahren übernahm Gingko vor allem Baumpflegeaufträge, während die Gartengruppe der Werkstatt Grünpflegearbeiten erledigte“, erzählt Ginkgo-Chef Martin Weisheit, der seit 1997 dabei ist.

Typisch Ginkgo: in gemischten Teams raus zum Kunden

„Unseren Nachwuchs haben wir von Anfang an selbst ausgebildet“, betont der Betriebsleiter. Über 20 LandschaftsgärtnerInnen und -Werker hat der Betrieb inzwischen ausgebildet. Einige arbeiten bis heute hier. Bei den Kunden in der Region kommen die gemischten Ginkgo-Teams aus behinderten und nicht behinderten Menschen gut an. Seit 1996 ist Ginkgo kräftig gewachsen. Mit der Zahl erfahrener Gärtner und Gärtnerinnen wuchs der Mut, auch größere Projekte im Bereich Garten-Landschaftsbau zu übernehmen.  „Wegebau, Parkplatzgestaltung, grüne Verbindungswege anlegen aber auch Straßenbaumpflanzungen – solche Arbeiten sind Schritt für Schritt dazugekommen“, erinnert sich Martin Weisheit. Stolz ist das Ginkgo-Team auf etliche Vorzeigeprojekte. Dazu zählen zum Beispiel die Neuanlage des Hildesheimer Magdalenengartens oder die Begrünung der neuen Umgehungsstraße bei Sehnde.

Erfolgreich gegen Widerstände

„Am Anfang gab es große Widerstände gegen dieses Projekt“, sagt Martin Weisheit und erinnert an eine denkwürdige Informationsveranstaltung, in der Kritiker ausführlich informiert wurden. Inzwischen zählt Ginkgo zu den größeren Integrationsbetrieben im Garten- Landschaftsbau und genießt Respekt und Anerkennung bei Kunden und Mitbewerbern. Begehrter Gesprächspartner ist Ginkgo darüber hinaus in Sachen Inklusion sowie in den Fachgremien zur Weiterentwicklung der Ausbildung von Garten-Landschaftsbauern. Seit 2005 ist Ginkgo anerkannter Integrationsbetrieb.

Mindestlohn: „Kein Thema“

„Wer gern draußen unterwegs ist und sich für Natur, Pflanzen, Maschinen und Menschen interessiert, findet bei Ginkgo heute einen sicheren, krisenfesten Arbeitsplatz und kann eine Menge lernen“, wirbt Martin Weisheit „für den schönsten und vielfältigsten Beruf der Welt“. „Grünpflegearbeiten machen heute den Löwenanteil unserer Kundenaufträge aus. Danach folgen Arbeiten im Garten- Landschaftsbau und in der Baumpflege. „Ginkgo beschäftigt ganzjährig“, betont er. „Überstunden im Sommer gleichen wir im arbeitsärmeren Winter aus.“ Außerdem sorgen Winterdienstarbeiten und regelmäßige Fortbildungen dafür, dass saisonale Entlassungen nicht notwendig sind. Ginkgo zahle von Anfang an Tariflohn mit übertariflichen Zusatzleistungen. „Das neue Mindestlohngesetz war für uns überflüssig“, betont der Gärtnermeister.

1603Ginkgo_rüstet_zum_Pflegeeinsatz

Gib eine Beschriftung ein

Typisch Ginkgo: Seit 1996 arbeiten behinderte Menschen mit nicht behinderten Kollegen im Team. © Martin Weisheit

Zukunft sichern durch eigenen Nachwuchs, Zuverlässigkeit und Investitionen

Nach 20 Jahren zieht Weisheit eine positive Bilanz: Ginkgo verfüge über ein erfahrenes, eingespieltes Team, einen modernen Maschinen- und Fahrzeugpark sowie ein modernes Büro, in dem immer weniger Papier anfalle. „In den kommenden Jahren wollen wir unsere Belegschaft halten und mit viel selbst ausgebildetem Nachwuchs weiter verjüngen. Das erreichen wir, indem wir unsere Kunden weiter zuverlässig bedienen, immer zahlreichere Vorschriften einhalten und regelmäßig nötige Ersatzinvestitionen tätigen.“

 Martin Weisheit

Konzert an zwei Orten an einem Tag Roswitha Kilian spielt Bach

am Sonntag, den 10.04. um 11.00 Uhr im Konzertsaal der Musikschule und um 15.30 Uhr in der St. Michaelis-Kirche

Eintritt frei

Die Kirchengemeinde St. Michael und die Musikschule Hildesheim kooperieren zu einem besonderen Konzertereignis.

Am Sonntag, den 10. April 2016 spielt die Bratschistin Roswitha Kilian die sechs Solo-Suiten von J.S. Bach (BWV 1007-1012) an zwei Konzertstätten.

Zunächst wird die Künstlerin eine Einführung um 11.00 Uhr im Konzertsaal der Musikschule zum Thema  „Höfische Tänze – die Wurzeln der Suiten“ geben, bevor sie die ersten drei der insgesamt sechs Cello-Suiten auf der Tenor-Bratsche präsentieren wird. Im Anschluss an diesen ersten Konzertteil wird von Fachlehrern der Musikschule die Möglichkeit für Interessenten eingeräumt, die Bratsche näher kennenlernen zu können, das Instrumente selbst zu testen und sich Informationen zu einer etwaigen Unterrichtsaufnahme, oder zu Testunterrichtsstunden einzuholen.

Die sechs Solo-Suiten von Johann Sebastian Bach gehören heute in die Reihe der großen Kompositionen, die es für das Violoncello gibt. Doch selten hört man dieselben auf einer Viola vorgetragen. Durch dieses Instrument, welches die Musik in einer höheren Stimmlage zum Klingen bringt, bekommen die Suiten einen eigenen, der menschlichen Stimme ähnlichen Charakter.

Die einzelnen Sätze der Suiten stehen in einer nahezu gleichen Abfolge. Sie basieren auf alten Tanzformen, wie sie Jahrhunderte lang an den europäischen Höfen und im Volk gepflegt wurden. Diese Zusammenhänge zu beleuchten sowie den Grundrhythmus eines jeden Satzes kennen zu lernen, ist das Thema der Einführung, die zu den Konzerten gehalten wird.

Um 15.30 Uhr spielt Frau Roswitha Killian den Suiten 4-6 in der St. Michaelis- Kirche.

Eintritt frei. Spenden erbeten

Informationen zur Künstlerin:

Foto Kilian

Gib eine Beschriftung ein

© Detlef Hartmann

Roswitha Killian studierte Viola bei Serge Collot in Paris und Hirofumi Fukai in Hamburg. Es folgten Meisterkurse bei Wolfram Christ, Fjodor Druschinin, Hatto Beyerle, Hariolf Schlichtig und bei Mitgliedern des Amadeus-Quartettes Norbert Brainin, Sigmund Nissel und Martin Lovet in London.

Roswitha Killian hat umfangreiche Orchester- sowie ausgedehnte Konzerterfahrung in der gesamten Kammermusikliteratur als engagierte Bratschistin in zahlreichen Ensembles. Sie ist Mitglied des Nathan Quartett Hamburg.

Regelmäßige Konzertreisen im Killian-Duo Viola/Klavier mit ihrer Schwester Angela Killian führten Roswitha Killian durch ganz Europa. Zwei nahezu unbekannte Werke spielte Roswitha Kilian zusammen mit Fumiko Shiraga mit den beiden Bratschensonaten von Paul Juon im Jahr 2012 auf CD ein. Roswitha Kilian veranstaltet seit 2001 zahlreiche Kammermusikkurse in Deutschland und in der Schweiz.

Die langjährige Konzert-Erfahrung mit den Solosuiten von Bach, die Roswitha Killian auswendig zu Gehör bringt, erfuhr in der Beschäftigung mit den Grundcharakteren der historischen Tänze und der Spielweise auf der barocken Tenorviola eine grundlegende Vertiefung. In den Einführungen, die Roswitha Killian über die Wurzeln der historischen Tänze hält, kommt dies auch zum Tragen.

Detlef Hartmann

 

 

 

Stadtarchiv lädt zum Tag der offenen Tür

Am Sonntag, 10. April, öffnet das Stadtarchiv, Am Steine 7, von 11 bis 16 Uhr im
Rahmen des bundesweiten Tags der Archive seine Pforten für interessierte
Besucherinnen und Besucher. Der ursprünglich für den 6. März geplante Termin
hatte krankheitsbedingt entfallen müssen. Neben allgemeinen Führungen durch
Lesesaal und Magazine werden Führungen zu den Buchbeständen der
Wissenschaftlichen Bibliotheken sowie zu den Zeitungsbeständen des Archivs
angeboten. Von 13 bis 15 Uhr gibt es im Lesesaal vier Kurzvorträge zum Thema
„Mobilität im Wandel“. Das genaue Programm findet sich unter http://www.stadtarchivhildesheim.de.

Stadt Hildesheim