TfN sucht junge Sänger zwischen 9 und 12 Jahren

Für die musikalische Abenteuerreise „Peter Pan“ von Wilfried Hiller, die im Oktober 2016 Premiere am TfN feiert, sucht das Theater junge Sänger für kleine Solorollen. Die Jungs sollen zwischen 9 und 12 Jahren sein und über Chorerfahrung verfügen. Vorproben beginnen bereits Mitte April 2016, eine intensive Probenphase findet dann in den Herbstferien 2016, die vom 4. bis 15. Oktober sind, statt.

Das Theater für Niedersachsen bringt die Abenteuer des Jungen, der nie erwachsen werden will in der kommenden Spielzeit für Groß und Klein ab 6 Jahren auf die Bühne. Mit leicht zugänglicher, lautmalerischer und humorvoller Musik erwecken das Opernensemble und -chor sowie das Orchester des TfN das Traumland Nirgendwo, den berüchtigten Kapitän Haken, die eifersüchtige Fee Klingklang und die verlorenen Jungs zum Leben.

Interessierte junge Sänger melden sich bitte möglichst bald beim musikalischen Leiter Achim Falkenhausen per E-Mail an a.falkenhausen@tfn-online.de. Die Auswahl erfolgt dann nach einem kleinen Vorsingen.

Elisabeth Schwarz

Hildesheim gedenkt seiner Zerstörung und der Opfer des Terrors

Am Dienstag, 22. März, gedachte die Stadt Hildesheim ihrer Zerstörung im Jahr 1945. Leider wurde der neu konzipierte „Hildesheimer Friedenstag“ von den aktuellen Ereignissen überschattet, sodass im Rahmen der Erinnerungsfeier in der St. Andreaskirche auch der Opfer des Terrors der Anschläge von Brüssel gedacht wurde. Bürgermeister Ekkehard Palandt sprach angesichts der schrecklichen Ereignisse von einer Welt, in der Angst, Krieg und Leid allgegenwärtig seien. Auch Konstantin Gerbrich (Gymnasium Josephinum) ging in der Schüleransprache auf das Thema ein: Der Terror rücke immer näher. In einer Schweigeminute wurde der mindestens 1.000 Opfer der Zerstörung Hildesheims im Zweiten Weltkrieg und der Opfer der Attentate in der belgischen Hauptstadt gedacht.

Der erste Teil der Veranstaltung in St. Andreas stand ganz im Zeichen des Erinnerns. „Alle Menschen, die einst durch Krieg und Gewalt getroffen wurden oder immer noch werden, teilen die gemeinsame Hoffnung auf eine friedliche Zukunft mit dem Wissen um und dem Gedenken an die Vergangenheit. So auch unsere und nachfolgende Generationen – aus einer friedlichen Zeit –, die dafür Sorge trägt, dass der Opfer des 22. März 1945 in Hildesheim gedacht wird“, so Bürgermeister Palandt. Dass dem so ist, bestätigte Konstantin Gerbrich als Vertreter der jungen Generation: „Wenn ich darüber nachsinne, was dieser Tag für mich bedeutet, muss ich gestehen, dass ich Schmerz, Leid, Trauer und Verlust der Menschen nur erahnen kann.  Aber eines ist mir klar: Es darf nie wieder passieren, dass unsere Stadt in Schutt und Asche fällt und Krieg bei uns wütet.“ Mit Blick auf die aktuelle Flüchtlingsthematik sagte Gerbrich: „Wichtig ist für mich, dass wir bei unseren Mitbürgern die Ängste von fremden Kulturen und ihrer Not um soziale Sicherheit nicht schüren dürfen. Rassismus muss im Keim erstickt werden. Wir dürfen nicht wegschauen!“

Im zweiten Teil der Erinnerungsfeier, dem „Verpflichten“, wurde erstmals eine von Gerd Winner gestaltete Skulptur „Im Anfang war das Wort“ an eine Hildesheimer Einrichtung übergeben, die sich – so Oberkirchenrat Helmut Aßmann – in besonderer Weise für Frieden und Versöhnung eingesetzt und dazu verpflichtet habe, dieses Wirken auch in den nächsten zwölf Monaten fortzusetzen. Stellvertretend für die Volkshochschule Hildesheim nahm Markus Roloff die Skulptur mit dem Friedenswort von Ekkehard Palandt entgegen. 2017 wird die VHS die Skulptur mit einer erneuten „Verpflichtung“ an eine andere Institution weitergeben.

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Kranzniederlegung© Stadt Hildesheim

Die diesjährige Erinnerungsfeier, an der maßgeblich auch der Verein „Hildesheim blüht auf“, der Hildesheimer Heimat- und Geschichtsverein sowie der Verlag Gebrüder Gerstenberg beteiligt waren, wurde darüber hinaus von Pastor Peter

Noß-Kolbe (Stellvertretender Superintenden des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt) mit einer biblischen Lesung, Stadtdechant Wolfgang Voges mit Gebet und Segen sowie dem Musikensemble des Gymnasium Andreanum mitgestaltet. Im Anschluss legten Ekkehard Palandt und Pastor Jochen Grön (Martin-Luther-Gemeinde Nordstadt-Drispenstedt) einen Kranz am Ehrenmal auf dem Nordfriedhof nieder.

Ab 2017 soll das Gedenken dann um einen dritten Teil – das „Ermutigen“ – erweitert werden. Dieses besteht in einer „Hildesheimer Friedensrede“, in der eine namhafte Persönlichkeit Wege zu einer friedlicheren und gerechteren Welt aus ihrer eigenen Arbeit vorstellt. Zum Gedenken an Krieg und Zerstörung tritt dann eine kritisch-zukunftsgewandte Reflexion über die gesellschaftliche Verantwortung für Frieden und Versöhnung. Stadt, Universität und HAWK sowie Stadtdekanat Hildesheim und Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt bestimmen die jeweilige Rednerin/den jeweiligen Redner.

Stadt Hildesheim

 

Gläubige gedachten der Opfer von Brüssel

Bischof Trelle äußerte während der Chrisam-Messe im Hildesheimer Dom Bestürzung über terroristische Anschläge

Mehr als 2000 Menschen haben während der Chrisam-Messe am Mittwochabend im Hildesheimer Dom der mindestens 31 Opfer der Brüsseler Terroranschläge gedacht. Jugendliche zündeten während des Gottesdienstes 31 Kerzen an und stellten sie gemeinsam mit Bischof Norbert Trelle vor den Altar.

Der Bischof äußerte sich in seiner Predigt bestürzt über die „entsetzlichen Untaten“. „Es ängstigt uns die Frage, was in Menschen vor sich geht, dass sie solches planen und ausführen“, sagte Trelle. Auftrag aller Getauften und Gefirmten sei es, alles zu tun, was möglich sei, um die entstandenen Wunden zu heilen. „Unsere Sendung ist, jeden zu heilen, dessen Herz zerbrochen ist.“

Christmesse im Hildesheimer Dom Foto: Gossmann

Christmesse im Hildesheimer Dom Foto: Gossmann

Jugendliche platzieren im Hildesheimer Dom für die Opfer der Brüsseler Anschläge Kerzen vor dem Altar, in der Mitte Bischof Norbert Trelle. Bildquelle: Chris Gossmann/Bischöfliche Pressestelle Hildesheim

Der Bischof weihte während der Messe die heiligen Öle, die bei der Spendung der Sakramente im Bistum Hildesheim verwendet werden. Mehrere dutzend Priester erneuerten im Verlauf des Gottesdienstes ihr Weiheversprechen.

Der Chrisam-Messe voraus ging ein Programm auf dem Domhof, ausgerichtet vom Fachbereich Jugendpastoral im Bischöflichen Generalvikariat sowie von verschiedenen Jugendinitiativen und Jugendverbänden des Bistums. Auch die Malteser waren vor Ort.

Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene versammelten sich an Ständen und in Zelten zum Spielen und zum Gespräch. Das Angebot orientierte sich thematisch am vom Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahr der Barmherzigkeit. „Es ist wirklich toll, dass wieder so viele junge Menschen aus dem ganzen Bistum nach Hildesheim gekommen sind. Das zeigt, wie beliebt die Chrisam-Messe ist“, sagte Hans Höing vom Fachbereich Jugendpastoral.

Bischöfliche Pressestelle Hildesheim

 

Dom-Uhus hautnah

Eine Webcam sendet Livebilder aus dem Nest im Westwerk der Hildesheimer Bischofskirche

Per Mausclick können Naturfreunde wildlebenden Uhus nahe kommen, die den Hildesheimer Dom als Brutstätte nutzen. Eine Webcam liefert seit heute rund um die Uhr Livebilder aus dem Westwerk der Bischofskirche, in dem ein Uhu-Pärchen sein Nest eingerichtet hat.

Dass Vögel den Hildesheimer Dom zum Brüten nutzen, ist in den vergangenen Jahren regelmäßig vorgekommen. Erst waren es Turmfalken, nun sind es zum dritten Mal hintereinander Uhus, die im Westwerk ihr Domizil eingerichtet haben, um zu brüten und ihren Nachwuchs aufzuziehen. Hier geht es zur Webcam: https://www.bistum-hildesheim.de/dom-uhus/

Bischöfliche Pressestelle Hildesheim

10000. BESUCHERIN IN DER SONDERAUSSTELLUNG „MUMIEN DER WELT“!

10517 lautet die laufende Nummer, die Brigitte Wagner-Hellmich heute,am 18.03.2016, Glück gebracht hat: Mit dieser Eintrittskarte war sie 10000. Besucherin der Sonderausstellung „Mumien der Welt“ im Roemer- und Pelizaeus-Museum, die vor vier Wochen startete.

18.03.2016

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Museumsdirektorin Prof. Dr. Regine Schulz (li.) übergibt Brigitte Wagner-Hellmich die beiden Präsente des RPM © RPM)

Gemeinsam mit ihrer Freundin Astrid Lause hatte sich Frau Wagner-Hellmich kurzentschlossen auf den Weg nach Hildesheim gemacht, „weil wir uns die Mumienausstellung unbedingt ansehen wollten und sich das Wetter heute so für Kultur eignet „, schmunzelte die 66-jährige Braunschweigerin, die zum letzten Mal vor rund 16 Jahren im Roemer- und Pelizaeus-Museum war. Umso mehr freute sie sich über das Präsent, das ihr Museumsdirektorin Prof. Dr. Regine Schulz überreichte: ein Exemplar des Buches „Mumien – Der Traum vom ewigen Leben“ sowie eine kleine Badeente im Mumienlook, die Frau Wagner-Hellmich schon als Geschenk für ihr Enkelkind vorgesehen hat, das in Kürze geboren wird. „Was für ein toller Tag, der Besuch im Roemer- und Pelizaeus-Museum hat sich jetzt schon gelohnt“, lautete denn auch das Fazit der beiden Damen.

Die Sonderausstellung „Mumien der Welt“, die bisher größte Mumienausstellung Deutschlands, lädt noch bis zum 28. August 2016 zu einer Begegnung mit diesen besonderen Zeugen der Vergangenheit ein. Die Ausstellung präsentiert rund 200 Exponate, darunter 26 vollständig erhaltene menschliche Mumien und zahlreiche Tiermumien aus sechs Kulturkreisen. Erstmals werden dabei die Ergebnisse neuester Forschungen vorgestellt. Weitere Informationen zur Ausstellung unter http://www.rpmuseum.de/ausstellungen/mumien-der-welt.html.

Kristina Freise

Indonesisches Schattenspieltheater im Riedelsaal

Ein ganz besonderes Kulturerlebnis wird am Freitag, 8. April, 19 Uhr, im Ridelsaal der Volkshochschule Hildesheim (VHS), Pfaffenstieg 4-5, geboten: Die Gruppe „Sanggar Margi Budoyo“ (Hamburg) führt das traditionelle indonesische Schattenspiel-Theater auf, das sogenannte „Wayang“. Dabei sieht das Publikum unter traditionellen Klängen nicht direkt die Figuren auf der Bühne, sondern deren Schatten. Organisiert wird die Veranstaltung vom Arbeitskreis der Hildesheimer Partnerstadt Padang (Indonesien) mit Unterstützung des Generalkonsulats der Republik Indonesien Hamburg und der indonesischen Tanzgruppe „Ananda“. Der Eintritt ist frei.

Stadt Hildesheim

Bischof weiht heilige Öle

Mehr als 2000 Besucher im Dom erwartet

Bischof Norbert Trelle weiht am kommenden Mittwoch, 23. März, die heiligen Öle, die bei der Spendung der Sakramente im Bistum Hildesheim verwendet werden. Zur Chrisam-Messe um 18 Uhr im Hildesheimer Dom werden mehr als 2000 Gottesdienstbesucher erwartet, vor allem Jugendliche und junge Erwachsene. Für sie gibt es ab 15 Uhr ein Programm auf dem Domhof.

Die Chrisam-Messe am Vorabend zu Gründonnerstag wird in Erinnerung an die Salbung Jesu in Bethanien gefeiert. Zu ihr werden auch mehrere dutzend Priester aus dem Bistum erwartet, die während des Gottesdienstes ihr Weiheversprechen erneuern wollen. Sie werden zu Beginn der Messe mit rund 30 Bannerträgern und gut 200 Ministranten durch die Bernwardstür in die Bischofskirche einziehen.

Die Chrisam-Messe verdankt ihren Namen dem Salböl, das in ihr geweiht wird. Katholiken werden bei der Taufe und der Firmung mit diesem Öl gesalbt. Es soll die Nähe Gottes im Leben der Gesalbten symbolisieren. Auch Priester werden während ihrer Weihe mit Chrisam gesalbt.

Der Bischof weiht während des Gottesdienstes auch das Kranken-Öl, mit dem schwer erkrankte Gläubige gestärkt werden, außerdem Katechumenen-Öl für Taufbewerber. Nach ihrer Segnung werden die Öle noch am Abend abgeholt und in die Pfarrgemeinden des Bistums gebracht.

Vor und nach dem Gottesdienst haben die Besucher Gelegenheit zur Begegnung untereinander und mit verschiedenen Jugendinitiativen und Jugendverbänden des Bistums, die sich an Ständen und in Zelten auf dem Domhof präsentieren. Das Programm orientiert sich thematisch am vom Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahr der Barmherzigkeit.

Das Angebot reicht von der Erstellung eines ökologischen Fußabdruckes über ein „Barmherzigkeitsrätsel“ bis zu einem Torwandschießen. Gegen eine kleine Spende sind Würstchen, Waffeln, Kuchen und Getränke erhältlich. In der Kreuzkirche (Kreuzstraße 4) und in der Sakramentskapelle im Dom gibt es die Möglichkeit zur Beichte und zum Gespräch.

Bischöfliche Pressestelle Hildesheim

 

St.-Andreas-Kirchturm zu Ostern geöffnet

Vor Saisonbeginn öffnet Hildesheim Marketing den höchsten Kirchturm Niedersachsens für den Aufstieg am Karsamstag, Ostersonntag und Ostermontag, 26., 27. und 28. März. Ab 1. Mai beginnt die reguläre Saison.

Wer zu Ostern den Blick über die Stadt und Region genießen möchte, kann an Karsamstag, 26. März, zwischen 11 und 18 Uhr sowie an Ostersonntag und Ostermontag, 27. und 28. März, zwischen 12 und 18 Uhr, die 364 Stufen auf den St.-Andreas-Kirchturm erklimmen. Danach schließt der Turm seine Pforten wieder bis zur offiziellen Öffnung zum Saisonbeginn am 1. Mai.

Der Eintritt für Erwachsene beträgt 2,50 Euro. Kinder und Schüler sowie Gruppen ab zehn Personen zahlen 2,00 Euro pro Person. Letzter Aufstieg zum Turm ist eine halbe Stunde vor Schließung.

Hildesheim Marketing GmbH

Aquarell-Ausstellung von Joachim Schwerdtfeger in der Stadtbibliothek

Noch bis Anfang 8. April ist auf der Empore der Stadtbibliothek Hildesheim (Judenstraße 1) zu deren Öffnungszeiten die Ausstellung „Aquarelle/Arbeitsnachweis“ von Joachim Schwerdtfeger zu sehen. „Kunst machen andere. In dieser Ausstellung zeige ich Bilder“, so der Künstler über seine Ausstellung. Schwerdtfeger war beruflich als Kunstpädagoge an verschiedenen Schulen und Hochschulen in Deutschland, Ekuador und Peru tätig war, arbeitet in zwei Hildesheimer Aquarellgruppen und zeitweise überregional mit verschiedenen anderen Künstlerinnen und Künstlern.

Aquarell_Presse

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©Stadt Hildesheim

Die Ausstellung zeigt Werke zu ausgewählten Themen wie „Landschaft“, „Stillleben“ oder „Pflanzliches“. Schwerdtfeger kombiniert dabei spontan entstandene, skizzenhafte Blätter mit intensiv durchgearbeiteten Bildern und sagt über seine Arbeit: „Quasi unerschöpflich können die Anlässe für eine bildnerische Auseinandersetzung mit Form und Farbe sein. Das Aquarell bietet dem Maler spezifische Schwierigkeiten, aber auch besondere Möglichkeiten bei der Bildfindung.“

Stadt Hildesheim

Als Hildesheimer Priester „Staatsfeinde“ waren

Kolloquium am 9. April über Geistliche, die sich gegen die Nationalsozialisten stellten

„Priester unter Hitlers Terror. Hildesheimer Geistliche als Opfer des Nationalsozialismus.“ – so lautet der Titel eines Kolloquiums am 9. April in Hildesheim. Die Veranstaltung im Bischöflichen Generalvikariat dauert von 11 bis 17 Uhr. Sie wird ausgerichtet vom Verein für Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim, beteiligt ist außerdem der Initiativkreis zur Seligsprechung von Pfarrer Joseph Müller.

Das Kolloquium möchte dem Leben und Wirken einiger Hildesheimer Priester nachspüren, die in der Zeit des Nationalsozialismus mit dem Regime in Konflikt geraten sind: weil sie sich nicht einschüchtern ließen und weiter das Wort Gottes verkündigten, weil sie weiterhin für die Menschen und ihre Gemeinden da waren.

Der totalitäte Anspruch des Nationalsozialismus duldete keinerlei Opposition: jegliche Welt- und Sinndeutungskompetenz beanspruchte man für sich selbst – weswegen die Kirchen von Anfang an und im Laufe der Jahre immer mehr in ihren Möglichkeiten eingeschränkt wurden. Im besonderen Fokus der Nationalsozialisten standen dabei die katholischen Priester, die den Nationalsozialisten  – neben Juden und Kommunisten – als „wichtigste Staats- und Volksfeinde“ galten.

Über 12.000 katholische Geistliche wurden zwischen 1933 und 1945 verhört oder verhaftet, 38.000 Strafmaßnahmen und 26.000 „Vergehen“ wurden staatlicherseits festgestellt. Eine große Zahl katholischer Geistlicher kam sogar in ein Konzentrationslager – und nicht wenige mussten ihren Einsatz für das Evangelium sogar mit ihrem Leben bezahlen.

Wer an dem Kolloquium teilnehmen möchte, kann sich bis zum 30. März telefonisch (05121/307 930) oder per E-Mail (bistumsarchiv@bistum-hildesheim.de) anmelden. Die Teilnahmegebühr von 10 Euro (einschl. Mittags-Imbiss) ist vor Ort zu entrichten; für Schülerinnen und Schüler ist die Teilnahme kostenfrei.

Das Programm:

ab 10.30 Uhr

Begrüßungskaffee

11.00 Uhr

Prälat Heinrich Günther (Hildesheim) / Dr. Thomas Scharf-Wrede (Hildesheim): Begrüßung und Einführung

11.15 Uhr

Prof. Dr. Hans-Georg Aschoff (Hannover): Das Bistum Hildesheim in der Zeit des Nationalsozialismus

12.15 Uhr

Dr. Gabriele Vogt (Hildesheim): Bischof Dr. Joseph Godehard Machens

13.00 Uhr

Mittagsimbiss

13.45 Uhr

Dr. Josef van Elten (Köln): Generalvikar Otto Seelmeyer

14.30 Uhr

Dr. Thomas Flammer (Münster): Zur Situation der katholischen Kirche im Land Braunschweig

15.15 Uhr

Kaffeepause

15.30 Uhr

Dr. Thomas Scharf-Wrede (Hildesheim): Pfarrer Christoph Hackethal und Pfarrer Joseph Müller

16.30 Uhr

Abschlussgespräch

18.00 Uhr

Möglichkeit zur Mitfeier der hl. Messe in der St. Cosmas und Damian-Kirche in Groß Düngen (mit Abschlussgebet am Grab von Pfr. Joseph Müller)

Bistum Hildesheim in Kürze:

Das Bistum Hildesheim, gegründet 815, ist eine der ältesten Diözesen Deutschlands und umfasst mit seinen 30.000 Quadratkilometern weite Teile Niedersachsens sowie Bremen-Nord und Bremerhaven. Es ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und als kirchlicher Seelsorge- und Verwaltungsbezirk in 17 Dekanate und 119 Pfarrgemeinden gegliedert. Im Bistum Hildesheim leben rund 611.000 Katholiken (Stand: 31.12.2014). Sie bilden in fast allen Regionen der Diözese eine Minderheit (Diaspora). Geleitet wird das Bistum von Bischof Norbert Trelle. Bischofskirche ist der Mariendom in Hildesheim.

 

Bischöfliche Pressestelle Hildesheim

Regionencheck 2015: „Region Hildesheim steht in Süd-Niedersachsen als beste da“

Wie kreditwürdig ist eigentlich die Region Hildesheim? Oder korrekter: Wie kreditwürdig sind die Unternehmen, die sich wirtschaftlich in der Region Hildesheim betätigen? Eine Antwort darauf gibt Auskunft über die wirtschaftliche Situation im Landkreis Hildesheim, über Risiken und die eventuelle Insolvenzwahrscheinlichkeit von Unternehmen. Um dazu Aussagen treffen zu können, macht die Wirtschaftsauskunft Creditreform jährlich einen Regionencheck, der Jahr für Jahr mit Spannung erwartet wird. Die Zahlen sind – nach der Auswertung von Creditreform – für den Landkreis Hildesheim 2015 sehr erfreulich.

„Die Auswertung weist für die Region Hildesheim sehr erfreuliche Zahlen hinsichtlich der Insolvenzwahrscheinlichkeit von Unternehmen aus und überzeugt mit einer überdurchschnittlich gesunden Struktur“, heißt es in dem Anschreiben zum Regionencheck 2015, das jetzt Landrat Reiner Wegner erreicht hat. Damit stehe, so Creditreform, die Region Hildesheim als beste im Raum Süd-Niedersachsen da. „Das freut uns natürlich besonders, denn das ist ja auch eine Bestätigung dafür, dass wir im Landkreis Hildesheim gute Arbeit leisten“, so Erster Kreisrat Olaf Levonen, für den Landrat, der sich zurzeit in einem Kurzurlaub befindet.

Auch für Matthias Ullrich, Geschäftsführer der HI-REG, wieder eine gute Nachricht, denn die Creditreform Checks der letzten Jahre hätten sich – insbesondere im Bereich der Metropolregion – ausgesprochen positiv entwickelt. „Ein attraktiver Mix an Standortfaktoren und das Zusammenwirken aller relevanten Akteure haben einen bedeutenden Einfluss auf die positive Entwicklung und die sehr geringe Insolvenzanfälligkeit von Unternehmen am Wirtschaftsstandort Region Hildesheim“, so Ullrich. Weitere Detailinformationen zum Regionencheck 2015 können über die Website der HI-REG (Unternehmensservice – Publikationen – Regionencheck 2013-2015) oder der beigefügten Anlage entnommen werden.

lps

Stadtgeschichte online: Stadt stellt historische Karten ins Netz

Seit 2006 ist im Stadtmuseum im Knochenhauer-Amtshaus eine interaktive Präsentationswand installiert, mit der sich Besucherinnen und Besucher mittels digitaler Karten, Fotos und Texte aus 15 Epochen über die Gründung Hildesheims im Jahre 815 bis ins Jahr 2006 informieren können. Auch wenn die Technik mittlerweile in die Jahre gekommen ist, erfreut sie sich laut Kunsthistoriker und Ausstellungskurator Dr. Stefan Bölke immer noch großer Beliebtheit.

Die digitalen Karten wurden unter Federführung der Göttinger Historikerin Dr. Gudrun Pischke im städtischen Bereich Vermessung und Geodaten von der Kartographin Diana Deike erstellt. 2015 konnten die gesammelten Informationen in Druck gehen. Die intensive Recherche der Autorin in Archiven und Originaldokumenten förderte zum Teil neue Erkenntnisse zur Stadtentwicklung zutage. Der Zeitrahmen wurde bis ins Jahr 2009 erweitert.

Der Hildesheimer Heimat- und Geschichtsverein gab Ende 2014 als Beitrag zum großen Jubiläumsjahr von Stadt und Bistum Hildesheim den Doppelband „Hildesheim – Von der Domburg zur Großstadt, Zwölf Jahrhunderte Stadtentwicklung im Kartenbild“ heraus. Das Besondere an der 400 Seiten starken Veröffentlichung ist ein Kartenschuber, der zu jeder Epoche eine farbige Haupt- und Umlandkarte enthält. Doch damit war die „Verwertungskette“ noch nicht beendet: Auf der Homepage der Stadt werden unter www.hildesheim.de/stadtkarten ohnehin zahlreiche Stadtpläne und Themenkarten angeboten. Was lag also näher, als das Kartenangebot um die historischen Karten zu erweitern?

Der Bereich Vermessung und Geodaten setzte diese Maßnahme um. Neben den Karten wurden alle dargestellten Objekte, wie zum Beispiel Kirchen, Siedlungen, Schulen etc. mit Kurzinformationen versehen, die in einem kleinen Fenster erscheinen, sobald man in der Karte auf ein Symbol klickt. Die Kurzinfos sollen einen Einstieg in die Stadtgeschichte bieten und Lust auf Mehr machen.

Bei Fragen zu den Karten und zur Anwendung des entsprechenden Programms steht der Bereich Vermessung und Geodaten unter Telefon 05121 301-3661 oder 3664 sowie unter vermessungundgeodaten@stadt-hildesheim.de gern zur Verfügung.

Stadt Hildesheim

 

„Vorsicht: Amphibienwanderungen!“

Die Zeit der „Amphibienwanderungen“ steht unmittelbar bevor, bei steigenden Temperaturen ist mit einer deutlichen Zunahme zu rechnen. Insbesondere Autofahrerinnen und Autofahrer sollten in den kommenden Wochen an Straßenabschnitten mit Krötenwarnschildern besonders aufmerksam sein..

Im Bereich der Stadt Hildesheim ist in folgenden Straßen Vorsicht geboten:

  • an der Sorsumer Straße in Höhe des Hildesheimer Waldes
  • Steinberg – Zufahrt zum Wildgatter/Kupferschmiede,
  • im Mönkemöllerweg
  • im Großen Saatner
  • Vor der Lademühle
  • in der Egloffsteinstraße.

 

Hier wird jeweils mit Hinweisschildern auf die Situation aufmerksam gemacht. Insbesondere im Bereich des Mönkemöllerwegs, des Großen Saatners und vor der Lademühle sollte nach Möglichkeit im Schritttempo gefahren werden. An der Sorsumer Straße und in der Egloffsteinstraße in Marienrode werden in Kürze in je einem Streckenabschnitt die Fangzäune errichtet. Dort gibt es seit einigen Jahren ein erhöhtes Aufkommen an Amphibien. Die Tiere laufen am Fangzaun entlang und fallen in eingegrabene Eimer. Diese werden dann von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zweimal am Tag über die Straße getragen, damit die Tiere gefahrlos weiterwandern können.

Am Steinberg, Zufahrt zum Wildgatter von der Kurt-Schumacher-Straße, ist ebenfalls ein Amphibienfangzaun aufgestellt worden. Dort sind die Schülerinnen und Schüler der Renataschule aktiv, leeren einmal am Tag die Eimer und notieren die gefundenen Arten für statistische Auswertungen.

Insbesondere Erdkröten und Grasfrösche, aber auch Kamm- und Teichmolche gehören zu den „Wanderern“. Die zum Teil unter Artenschutz stehenden Tiere bedürfen besonderen Schutzes, wenn sie sich im Frühjahr von ihren Winterquartieren in Richtung der Laichgewässer begeben.

Stadt Hildesheim

Vielfältige Informationen zum „Tag des Wassers“ im Rathaus

„Wasser und Arbeitsplätze“ lautet das diesjährige Motto des UNESCO-Weltwassertags am Dienstag, 22. März. In der Rathaushalle stehen zu diesem wichtigen Thema in der Zeit von 8 bis 18 Uhr vielfältige Informationen bereit. Dem Element Wasser begegnen wir ständig in sehr unterschiedlichen Zuständen. Hieraus lassen sich verschiedenste Arbeitsfelder ableiten, die von der Unteren Wasserbehörde der Stadt und ihren Kooperationspartnern an diesem Tag dargestellt werden.

Die Untere Wasserbehörde wird zu allen Bereichen Informationen bereithalten und Fragen beantworten. Zu den weiteren Akteuren zählen die Harzwasserwerke, die als Hildesheimer Unternehmen täglich über zwei Millionen Menschen in Niedersachsen und Bremen mit hochwertigem weichem Trinkwasser versorgen. Weitere Aufgaben der rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der Hochwasserschutz, die regenerative Energieerzeugung und die Unterhaltung des Kulturdenkmals Oberharzer Wasserwirtschaft. Als regionaler Arbeitgeber informieren die Harzwasserwerke an ihrem Stand über die vielseitigen Karriere- und Ausbildungsmöglichkeiten in der Wasserwirtschaft.

Abwasserentsorgung und dessen nachhaltige Reinigung erledigt die SEHi Stadtentwässerung Hildesheim mit der Unterhaltung und Erweiterung des ca. 670 Kilometer langen Kanalnetzes und dem Betrieb der Kläranlage. Knapp 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SEHi leisten damit einen wichtigen Beitrag zur ökonomischen und umweltwirksamen Wasserwirtschaft. Als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb zeigt die SEHI vielseitige Berufsbilder.

Darüber hinaus bietet die EVI Energieversorgung Hildesheim am Tag des Wassers Besichtigungen des Wasserkraftwerks Johanniswehr an. In der Zeit von 11 bis 15 Uhr erläutern Gerhard Klarhölter (WKA Johanniswehr GmbH & Co KG) und Bastian Neumann (EVI) die Funktionsweise des Kraftwerks, die auf Schautafeln in der Rathaushalle dargestellt wird. Es werden Gruppen im Halbstundentakt durch die Anlage geführt. Das Aufzeichnen von Fotos und Videos ist ausdrücklich gestattet. Neben den Schwerpunkten Strom, Erdgas und Trinkwasser bietet die EVI auch als Lieferant für Fernwärme und Anbieter energienaher Dienstleistungen (zum Beispiel Contracting) reichhaltige Arbeits- und Berufsfelder auf dem Energiesektor an.

Stadt Hildesheim

Die EVI bietet Kraftwerksbesichtigungen zum Tag des Wassers an

Die EVI Energieversorgung Hildesheim wird zum Tag des Wassers am 22. März das Wasserkraftwerk Johanniswehr an der Innerste für Besichtigungen öffnen. In der Zeit von 11:00 bis 15:00 Uhr zeigen Gerhard Klarhölter, Geschäftsführer der Wasserkraftanlage Johanniswehr GmbH & Co. KG, und Bastian Neumann, Mitarbeiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der EVI, die Funktionsweise des Kraftwerkes und erklären die einzelnen Komponenten im Detail. Dabei werden im halbstündigen Takt Gruppen von bis zu 20 Personen durch die Anlage geführt. Das Aufzeichnen von Fotos und Videos ist dabei ausdrücklich gestattet.

„Wasser und Arbeitsplätze“ ist das Motto des diesjährigen Tages des Wassers. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen damit die Wasserwirtschaft und ihre facettenreichen Arbeitsplätze. „Wir von der EVI sind mit unseren 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die sichere und zuverlässige Trinkwasserversorgung verantwortlich und arbeiten täglich mit diesem wichtigen Lebensmittel. Insofern lebt die EVI das Motto des diesjährigen Tag des Wassers tatsächlich an 365 Tagen im Jahr.“ erläutert Michael Bosse-Arbogast, der kaufmännische Geschäftsführer der EVI. Denn rund um die Uhr liefert die EVI sauberes und schmackhaftes Trinkwasser, das direkt aus der Leitung genutzt werden kann. Damit das Trinkwasser von der Quelle bis zum Hausanschluss gelangt, sind viele Arbeitsschritte nötig.

„Wir bieten immer am Tag des Wassers und auch darüber hinaus die Möglichkeit, das Wasserkraftwerk zu besichtigen. Hier sehen wir also wie das Wasser gewissermaßen für uns arbeitet und durch die Kraft des Wassers umweltfreundlich Strom erzeugt wird. Auch das Holzhackschnitzelheizkraftwerk öffnen wir auf Anfrage gerne für Besichtigungen, weil es uns wichtig ist, transparent zu arbeiten und Einblicke in unser Unternehmen und in einzelne Arbeitsschritte zu ermöglichen,“ ergänzt Bosse-Arbogast..

Das Wasserkraftwerk Johanniswehr wurde Oktober 2009 eingeweiht. Eigentümer des Kraftwerkes ist die Wasserkraftanlage Johanniswehr GmbH & Co. KG, an der die EVI Energieversorgung Hildesheim mit 29,2 Prozent beteiligt ist.

Das Herz der Anlage bildet eine so genannte Kaplan-Turbine, die mittels eines Transmissionsriemens einen Generator antreibt. Der Generator erbringt eine maximale Leistung von 250 kW. Jährlich können bis zu eine Million Kilowattstunden Ökostrom erzeugt und dadurch etwa 300 Hildesheimer Haushalte mit Strom versorgt werden. Bei Volllast der Anlage fließen zirka 8.600 Liter Wasser pro Sekunde durch die Turbine. Die EVI bietet den so zu 100 Prozent aus Wasserkraft erzeugten Ökostrom unter dem Namen „EVI AquaStrom“ an.

Katrin Groß