TfN sucht junge Sänger zwischen 9 und 12 Jahren

Für die musikalische Abenteuerreise „Peter Pan“ von Wilfried Hiller, die im Oktober 2016 Premiere am TfN feiert, sucht das Theater junge Sänger für kleine Solorollen. Die Jungs sollen zwischen 9 und 12 Jahren sein und über Chorerfahrung verfügen. Vorproben beginnen bereits Mitte April 2016, eine intensive Probenphase findet dann in den Herbstferien 2016, die vom 4. bis 15. Oktober sind, statt.

Das Theater für Niedersachsen bringt die Abenteuer des Jungen, der nie erwachsen werden will in der kommenden Spielzeit für Groß und Klein ab 6 Jahren auf die Bühne. Mit leicht zugänglicher, lautmalerischer und humorvoller Musik erwecken das Opernensemble und -chor sowie das Orchester des TfN das Traumland Nirgendwo, den berüchtigten Kapitän Haken, die eifersüchtige Fee Klingklang und die verlorenen Jungs zum Leben.

Interessierte junge Sänger melden sich bitte möglichst bald beim musikalischen Leiter Achim Falkenhausen per E-Mail an a.falkenhausen@tfn-online.de. Die Auswahl erfolgt dann nach einem kleinen Vorsingen.

Elisabeth Schwarz

Hildesheim gedenkt seiner Zerstörung und der Opfer des Terrors

Am Dienstag, 22. März, gedachte die Stadt Hildesheim ihrer Zerstörung im Jahr 1945. Leider wurde der neu konzipierte „Hildesheimer Friedenstag“ von den aktuellen Ereignissen überschattet, sodass im Rahmen der Erinnerungsfeier in der St. Andreaskirche auch der Opfer des Terrors der Anschläge von Brüssel gedacht wurde. Bürgermeister Ekkehard Palandt sprach angesichts der schrecklichen Ereignisse von einer Welt, in der Angst, Krieg und Leid allgegenwärtig seien. Auch Konstantin Gerbrich (Gymnasium Josephinum) ging in der Schüleransprache auf das Thema ein: Der Terror rücke immer näher. In einer Schweigeminute wurde der mindestens 1.000 Opfer der Zerstörung Hildesheims im Zweiten Weltkrieg und der Opfer der Attentate in der belgischen Hauptstadt gedacht.

Der erste Teil der Veranstaltung in St. Andreas stand ganz im Zeichen des Erinnerns. „Alle Menschen, die einst durch Krieg und Gewalt getroffen wurden oder immer noch werden, teilen die gemeinsame Hoffnung auf eine friedliche Zukunft mit dem Wissen um und dem Gedenken an die Vergangenheit. So auch unsere und nachfolgende Generationen – aus einer friedlichen Zeit –, die dafür Sorge trägt, dass der Opfer des 22. März 1945 in Hildesheim gedacht wird“, so Bürgermeister Palandt. Dass dem so ist, bestätigte Konstantin Gerbrich als Vertreter der jungen Generation: „Wenn ich darüber nachsinne, was dieser Tag für mich bedeutet, muss ich gestehen, dass ich Schmerz, Leid, Trauer und Verlust der Menschen nur erahnen kann.  Aber eines ist mir klar: Es darf nie wieder passieren, dass unsere Stadt in Schutt und Asche fällt und Krieg bei uns wütet.“ Mit Blick auf die aktuelle Flüchtlingsthematik sagte Gerbrich: „Wichtig ist für mich, dass wir bei unseren Mitbürgern die Ängste von fremden Kulturen und ihrer Not um soziale Sicherheit nicht schüren dürfen. Rassismus muss im Keim erstickt werden. Wir dürfen nicht wegschauen!“

Im zweiten Teil der Erinnerungsfeier, dem „Verpflichten“, wurde erstmals eine von Gerd Winner gestaltete Skulptur „Im Anfang war das Wort“ an eine Hildesheimer Einrichtung übergeben, die sich – so Oberkirchenrat Helmut Aßmann – in besonderer Weise für Frieden und Versöhnung eingesetzt und dazu verpflichtet habe, dieses Wirken auch in den nächsten zwölf Monaten fortzusetzen. Stellvertretend für die Volkshochschule Hildesheim nahm Markus Roloff die Skulptur mit dem Friedenswort von Ekkehard Palandt entgegen. 2017 wird die VHS die Skulptur mit einer erneuten „Verpflichtung“ an eine andere Institution weitergeben.

Kranzniederlegung_Presse

Kranzniederlegung© Stadt Hildesheim

Die diesjährige Erinnerungsfeier, an der maßgeblich auch der Verein „Hildesheim blüht auf“, der Hildesheimer Heimat- und Geschichtsverein sowie der Verlag Gebrüder Gerstenberg beteiligt waren, wurde darüber hinaus von Pastor Peter

Noß-Kolbe (Stellvertretender Superintenden des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt) mit einer biblischen Lesung, Stadtdechant Wolfgang Voges mit Gebet und Segen sowie dem Musikensemble des Gymnasium Andreanum mitgestaltet. Im Anschluss legten Ekkehard Palandt und Pastor Jochen Grön (Martin-Luther-Gemeinde Nordstadt-Drispenstedt) einen Kranz am Ehrenmal auf dem Nordfriedhof nieder.

Ab 2017 soll das Gedenken dann um einen dritten Teil – das „Ermutigen“ – erweitert werden. Dieses besteht in einer „Hildesheimer Friedensrede“, in der eine namhafte Persönlichkeit Wege zu einer friedlicheren und gerechteren Welt aus ihrer eigenen Arbeit vorstellt. Zum Gedenken an Krieg und Zerstörung tritt dann eine kritisch-zukunftsgewandte Reflexion über die gesellschaftliche Verantwortung für Frieden und Versöhnung. Stadt, Universität und HAWK sowie Stadtdekanat Hildesheim und Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt bestimmen die jeweilige Rednerin/den jeweiligen Redner.

Stadt Hildesheim

 

Gläubige gedachten der Opfer von Brüssel

Bischof Trelle äußerte während der Chrisam-Messe im Hildesheimer Dom Bestürzung über terroristische Anschläge

Mehr als 2000 Menschen haben während der Chrisam-Messe am Mittwochabend im Hildesheimer Dom der mindestens 31 Opfer der Brüsseler Terroranschläge gedacht. Jugendliche zündeten während des Gottesdienstes 31 Kerzen an und stellten sie gemeinsam mit Bischof Norbert Trelle vor den Altar.

Der Bischof äußerte sich in seiner Predigt bestürzt über die „entsetzlichen Untaten“. „Es ängstigt uns die Frage, was in Menschen vor sich geht, dass sie solches planen und ausführen“, sagte Trelle. Auftrag aller Getauften und Gefirmten sei es, alles zu tun, was möglich sei, um die entstandenen Wunden zu heilen. „Unsere Sendung ist, jeden zu heilen, dessen Herz zerbrochen ist.“

Christmesse im Hildesheimer Dom Foto: Gossmann

Christmesse im Hildesheimer Dom Foto: Gossmann

Jugendliche platzieren im Hildesheimer Dom für die Opfer der Brüsseler Anschläge Kerzen vor dem Altar, in der Mitte Bischof Norbert Trelle. Bildquelle: Chris Gossmann/Bischöfliche Pressestelle Hildesheim

Der Bischof weihte während der Messe die heiligen Öle, die bei der Spendung der Sakramente im Bistum Hildesheim verwendet werden. Mehrere dutzend Priester erneuerten im Verlauf des Gottesdienstes ihr Weiheversprechen.

Der Chrisam-Messe voraus ging ein Programm auf dem Domhof, ausgerichtet vom Fachbereich Jugendpastoral im Bischöflichen Generalvikariat sowie von verschiedenen Jugendinitiativen und Jugendverbänden des Bistums. Auch die Malteser waren vor Ort.

Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene versammelten sich an Ständen und in Zelten zum Spielen und zum Gespräch. Das Angebot orientierte sich thematisch am vom Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahr der Barmherzigkeit. „Es ist wirklich toll, dass wieder so viele junge Menschen aus dem ganzen Bistum nach Hildesheim gekommen sind. Das zeigt, wie beliebt die Chrisam-Messe ist“, sagte Hans Höing vom Fachbereich Jugendpastoral.

Bischöfliche Pressestelle Hildesheim

 

Dom-Uhus hautnah

Eine Webcam sendet Livebilder aus dem Nest im Westwerk der Hildesheimer Bischofskirche

Per Mausclick können Naturfreunde wildlebenden Uhus nahe kommen, die den Hildesheimer Dom als Brutstätte nutzen. Eine Webcam liefert seit heute rund um die Uhr Livebilder aus dem Westwerk der Bischofskirche, in dem ein Uhu-Pärchen sein Nest eingerichtet hat.

Dass Vögel den Hildesheimer Dom zum Brüten nutzen, ist in den vergangenen Jahren regelmäßig vorgekommen. Erst waren es Turmfalken, nun sind es zum dritten Mal hintereinander Uhus, die im Westwerk ihr Domizil eingerichtet haben, um zu brüten und ihren Nachwuchs aufzuziehen. Hier geht es zur Webcam: https://www.bistum-hildesheim.de/dom-uhus/

Bischöfliche Pressestelle Hildesheim

10000. BESUCHERIN IN DER SONDERAUSSTELLUNG „MUMIEN DER WELT“!

10517 lautet die laufende Nummer, die Brigitte Wagner-Hellmich heute,am 18.03.2016, Glück gebracht hat: Mit dieser Eintrittskarte war sie 10000. Besucherin der Sonderausstellung „Mumien der Welt“ im Roemer- und Pelizaeus-Museum, die vor vier Wochen startete.

18.03.2016

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Museumsdirektorin Prof. Dr. Regine Schulz (li.) übergibt Brigitte Wagner-Hellmich die beiden Präsente des RPM © RPM)

Gemeinsam mit ihrer Freundin Astrid Lause hatte sich Frau Wagner-Hellmich kurzentschlossen auf den Weg nach Hildesheim gemacht, „weil wir uns die Mumienausstellung unbedingt ansehen wollten und sich das Wetter heute so für Kultur eignet „, schmunzelte die 66-jährige Braunschweigerin, die zum letzten Mal vor rund 16 Jahren im Roemer- und Pelizaeus-Museum war. Umso mehr freute sie sich über das Präsent, das ihr Museumsdirektorin Prof. Dr. Regine Schulz überreichte: ein Exemplar des Buches „Mumien – Der Traum vom ewigen Leben“ sowie eine kleine Badeente im Mumienlook, die Frau Wagner-Hellmich schon als Geschenk für ihr Enkelkind vorgesehen hat, das in Kürze geboren wird. „Was für ein toller Tag, der Besuch im Roemer- und Pelizaeus-Museum hat sich jetzt schon gelohnt“, lautete denn auch das Fazit der beiden Damen.

Die Sonderausstellung „Mumien der Welt“, die bisher größte Mumienausstellung Deutschlands, lädt noch bis zum 28. August 2016 zu einer Begegnung mit diesen besonderen Zeugen der Vergangenheit ein. Die Ausstellung präsentiert rund 200 Exponate, darunter 26 vollständig erhaltene menschliche Mumien und zahlreiche Tiermumien aus sechs Kulturkreisen. Erstmals werden dabei die Ergebnisse neuester Forschungen vorgestellt. Weitere Informationen zur Ausstellung unter http://www.rpmuseum.de/ausstellungen/mumien-der-welt.html.

Kristina Freise

Indonesisches Schattenspieltheater im Riedelsaal

Ein ganz besonderes Kulturerlebnis wird am Freitag, 8. April, 19 Uhr, im Ridelsaal der Volkshochschule Hildesheim (VHS), Pfaffenstieg 4-5, geboten: Die Gruppe „Sanggar Margi Budoyo“ (Hamburg) führt das traditionelle indonesische Schattenspiel-Theater auf, das sogenannte „Wayang“. Dabei sieht das Publikum unter traditionellen Klängen nicht direkt die Figuren auf der Bühne, sondern deren Schatten. Organisiert wird die Veranstaltung vom Arbeitskreis der Hildesheimer Partnerstadt Padang (Indonesien) mit Unterstützung des Generalkonsulats der Republik Indonesien Hamburg und der indonesischen Tanzgruppe „Ananda“. Der Eintritt ist frei.

Stadt Hildesheim

Bischof weiht heilige Öle

Mehr als 2000 Besucher im Dom erwartet

Bischof Norbert Trelle weiht am kommenden Mittwoch, 23. März, die heiligen Öle, die bei der Spendung der Sakramente im Bistum Hildesheim verwendet werden. Zur Chrisam-Messe um 18 Uhr im Hildesheimer Dom werden mehr als 2000 Gottesdienstbesucher erwartet, vor allem Jugendliche und junge Erwachsene. Für sie gibt es ab 15 Uhr ein Programm auf dem Domhof.

Die Chrisam-Messe am Vorabend zu Gründonnerstag wird in Erinnerung an die Salbung Jesu in Bethanien gefeiert. Zu ihr werden auch mehrere dutzend Priester aus dem Bistum erwartet, die während des Gottesdienstes ihr Weiheversprechen erneuern wollen. Sie werden zu Beginn der Messe mit rund 30 Bannerträgern und gut 200 Ministranten durch die Bernwardstür in die Bischofskirche einziehen.

Die Chrisam-Messe verdankt ihren Namen dem Salböl, das in ihr geweiht wird. Katholiken werden bei der Taufe und der Firmung mit diesem Öl gesalbt. Es soll die Nähe Gottes im Leben der Gesalbten symbolisieren. Auch Priester werden während ihrer Weihe mit Chrisam gesalbt.

Der Bischof weiht während des Gottesdienstes auch das Kranken-Öl, mit dem schwer erkrankte Gläubige gestärkt werden, außerdem Katechumenen-Öl für Taufbewerber. Nach ihrer Segnung werden die Öle noch am Abend abgeholt und in die Pfarrgemeinden des Bistums gebracht.

Vor und nach dem Gottesdienst haben die Besucher Gelegenheit zur Begegnung untereinander und mit verschiedenen Jugendinitiativen und Jugendverbänden des Bistums, die sich an Ständen und in Zelten auf dem Domhof präsentieren. Das Programm orientiert sich thematisch am vom Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahr der Barmherzigkeit.

Das Angebot reicht von der Erstellung eines ökologischen Fußabdruckes über ein „Barmherzigkeitsrätsel“ bis zu einem Torwandschießen. Gegen eine kleine Spende sind Würstchen, Waffeln, Kuchen und Getränke erhältlich. In der Kreuzkirche (Kreuzstraße 4) und in der Sakramentskapelle im Dom gibt es die Möglichkeit zur Beichte und zum Gespräch.

Bischöfliche Pressestelle Hildesheim