Lust auf Theaterspielen?

Noch freie Plätze in den Spielgruppen des TfN

Im Oktober beginnen am Theater für Niedersachsen wieder die Theaterspielgruppen für Kinder und Jugendliche. In drei Theaterkursen können junge Menschen, die Lust haben einmal selbst Theater zu spielen, sich auf der Probebühne 2 ausprobieren. Kinder im Alter zwischen sechs und acht Jahren treffen sich in der Theaterspielgruppe I jeden Mittwoch. Der erste Termin ist am 7. Oktober 2015. Die Theaterspielgruppe II für Kinder von neun bis elf Jahren startet am Dienstag, 6. Oktober, und Jugendliche ab zwölf Jahren können sich in der Theaterspielgruppe III ab Donnerstag, 8. Oktober ausprobieren. Die Kurse beginnen jeweils um 15 Uhr.

In den 90-minütigen Spielgruppen lernen die jungen Schauspieler und Schauspielerinnen unter der professionellen Leitung von Theaterpädagogen, was es bedeutet am Theater zu arbeiten: Schauspieltraining, Reflexions- und Wahrnehmungsübungen, Körperarbeit, Improvisations- und Textarbeiten stehen auf dem Programm. Die Spielgruppen werden von den Freunden des TfN e. V. gefördert und in Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule der VHS Hildesheim durchgeführt. Anmeldungen nimmt die VHS unter der Telefonnummer 05121 9361-0 oder per E-Mail an anmeldung@vhshildesheim.de entgegen.

Für spielfreudige Jugendliche ab 16 Jahren bietet das TfN einen Jugendclub unter der Leitung von Theaterpädagogin Jenny Holzer an. Unter der Telefonnummer 05121 1693-213 oder per E-Mail an j.holzer@tfn-online.de können sich die interessierten Nachwuchsschauspieler anmelden.

Elisabeth Schwarz

Standortbegleiter und Routenführer für Lichtkunstfestival gesucht

Bewerbungen noch bis einschließlich 5. Oktober möglich

Rund 30 Lichtinstallationen erwarten Besucherinnen und Besucher auf dem internationalen Lichtkunstfest EVI Hildesheim entlang des Welterbebandes. An allen Installationen werden Standortbegleiter vor Ort sein und Hintergrundinformationen zu den Besonderheiten des Ortes, dem Werdegang der Künstlerinnen und Künstler sowie der konkreten Arbeit geben. Routenführer hingegen bieten abwechslungsreiche Führungen an, die von Menschen mit verschiedenen Zugängen und Wissenshintergründen moderiert werden. In einem Schulungsprogramm, bestehend aus einer vierteiligen Vortragsreihe und fünf Workshops, können sich Interessierte zum Standortbegleiter und Routenführer ausbilden lassen. Das Programm bietet spannende Einblicke zur Idee und Umsetzung des internationalen Lichtkunstfestes. Unter Anleitung der Kuratorin Bettina Catler-Pelz und des Projektleiters Klaus Wilhelm setzen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Geschichte des Festivals aber auch der Lichtkunst auseinander. Einen ersten Eindruck vermittelt ein Vortrag zu Konzept und Geschichte der LICHTUNGEN am Mittwoch, 30. September, um 20 Uhr im Roemer- und Pelizaeus-Museum. Zusätzlich zu den Vorträgen beginnen am Mittwoch, 7. Oktober, die zweistündigen Workshops. Weitere Termine sind der 14., 21. und 28. Oktober jeweils 17.30 bis 22 Uhr.

Wer als Standortbegleiter oder Routenführer am internationalen Lichtkunstfest EVI Hildesheim mitwirken möchte, kann sich unter der Rufnummer 0176 61 377 930 oder per E-Mail (janssen@lichtungen.eu) an Inga Janßen wenden. Um am Schulungsprogramm teilzunehmen sind keine Vorkenntnisse notwendig. Weitere Informationen gibt es unter http://www.lichtungen.eu/backstage.

Öffentliche Vorträge zu Idee, Hintergrund und Umsetzung der Lichtungen

Interessierte Hildesheimerinnen und Hildesheimer, die sich über Geschichte, Hintergrund und Umsetzung des internationalen Lichtkunstfestes informieren möchten, ohne am Schulungsprogramm teilzunehmen, sind zu den vier öffentlichen Vorträgen eingeladen. Ab Mittwoch, 30. September, wird es bis einschließlich Mittwoch, 21. Oktober, jede Woche einen Vortrag von 20 bis 22 Uhr im Roemer- und Pelizaeus-Museum geben. Die Vorträge sind kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

LICHTUNGEN – Internationales Lichtkunstfest EVI Hildesheim

Die Hildesheimer Innenstadt verwandelt sich vom 29. Oktober bis 1. November für vier Tage in einen Parcours für internationale Lichtkunst. National und international renommierte Künstlerinnen und Künstler werden an rund 30 Standorten entlang des Welterbebandes Gebäude, Plätze und Räume der vertrauten Stadtlandschaft einzigartig illuminieren und interpretieren. Die LICHTUNGEN bilden den strahlenden Abschluss des Stadtjubiläums „Hildesheim 2015“ und sind Teil des von der UNESCO ausgerufenen Internationalen Jahrs des Lichts.

Weitere Informationen unter www.lichtungen.eu

Viktoria Deßauer

Hilfen für Flüchtlinge: Landkreis richtet Infoseite und Spendenbasar auf Website ein

In den Gemeinden im Landkreis Hildesheim sind derzeit fast 1000 Flüchtlinge untergebracht. Weitere bis zu 1.000 Flüchtlingen könnten in den nächsten Tagen in einer Notaufnahmesammeleinrichtung des Landes in der Stadt Sarstedt dazu kommen, die bis zu ihrer Verteilung durch die Johanniter-Unfallhilfe betreut werden sollen. Das Engagement und die Spendenbereitschaft in der Bevölkerungsind groß und dank der runden Tische in den Gemeinden können viele Probleme direkt vor Ort gelöst werden. Dennoch tauchen immer wieder Fragen zu unterschiedlichen Themen auf.
Informationen über die Flüchtlingssituation und Antworten auf immer wiederkehrende Fragen von Helfenden, Interessierten, aber auch von Flüchtlingen selbst hat der Landkreis Hildesheim jetzt auf seiner Internetseite unter http://www.landkreishildesheim.de/willkommen zusammengefasst. Hier stehen nicht nur Informationen über die rechtliche Situation, sondern unter anderem auch zur aktuellen Wohnraumsituation von Flüchtlingen, zu  Beschäftigungsmöglichkeiten und zu Kontaktstellen für Spenden. Die Seite wird laufend ergänzt  und umfasst unter anderem auch aktuelle Hinweise. Derzeit wird zum Beispiel darüber informiert, dass es speziell in Niedersachsen vermehrt zu Pilzvergiftungen bei Asylbewerbern gekommen ist.
Anregungen aus der Bevölkerung, die dazu beitragen können, die angebotenen Informationen zu verbessern, sind sehr willkommen. „Wir versuchen die Websiteinformationen stets der aktuellen Entwicklung anzupassen“, so Jens Härtel, zuständig für den Internetauftritt der Kreisverwaltung. Für Verbesserungsvorschläge und sachliche Kritik sei man daher sehr dankbar. Eine Kontaktaufnahme sei daher auch per Mail über fluechtlingshilfe@landkreishildesheim.de
möglich.
Kleinanzeigenmarkt soll helfen, Bedarfe zu erfüllen. Unter http://www.landkreishildesheim.de/basar hat der Landkreis Hildesheim außerdem einen Kleinanzeigenmarkt für Hilfesuchende und Hilfeleistende in der Region Hildesheim eingerichtet. Hier kann sowohl der aktuelle Bedarf kundgetan werden (z.B. suche dringend Winterbekleidung in Größe L für Flüchtlinge in der Gemeinde XY) als auch Spendenangebote inseriert werden (z.B. biete funktionsfähige Waschmaschine). Der Kleinanzeigenmarkt ist ein zusätzliches Angebot zu den offiziellen Spendenstellen und bietet die Möglichkeit, den Kontakt und den Austausch direkt untereinander vorzunehmen.
Wohin mit den Sachspenden?
Zwischen dem Landkreis und den Städten und Gemeinden ist abgestimmt, dass Sachspenden grundsätzlich gemeindenah – also nach Kontakt mit den örtlichen runden Tischen bzw. den aktiven Hilfsorganisationen – abgegeben werden sollen. „Es macht wenig Sinn, Sachspenden zentral beim Kreis zu sammeln und zu lagern, um sie dann anschließend wieder nach Bedarf in die Gemeinden zu bringen,“ so Erster Kreisrat Olaf Levonen. Dies sei mit den  Gemeinden so abgestimmt. Gleiches gelte für Spenden, die für Flüchtlinge in der evtl. Notaufnahmeeinrichtung in Sarstedt bestimmt seien. Hier sei die Johanniter-Unfallhilfe der richtige Ansprechpartner, ergänzt Levonen.

Hans A. Lönneker

Feuerwehr lädt zum Tag der offenen Tür

Am Tag der Deutschen Einheit, Sonnabend, 3. Oktober, öffnet die Feuerwache (An der Feuerwache 4-7) von 9.30 bis 16 Uhr ihre Pforten für Besucherinnen und Besucher. Im Rahmen eines Tags der offenen Tür präsentieren rund 70 Mitglieder der Berufsfeuerwehr und sechs freiwilliger Feuerwehren (Stadtmitte 2, Moritzberg, Ochtersum, Itzum, Neuhof, Bavenstedt) ihr  Leistungsspektrum unter dem Motto „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“.

Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer eröffnet die Veranstaltung, deren Besuch kostenlos ist, um 10 Uhr und zeichnet die Sieger eines Malwettbewerbs aus, an dem sich Schulen aus dem ganzen Stadtgebiet beteiligen konnten. Den ganzen Tag über gibt es Vorführungen technischer Hilfeleistungen, Abseilübungen der Höhenretter, Führungen, Kinderaktionen und vieles mehr. Das Brandschutzmobil der VGH lohnt ebenso den Besuch wie eine Fahrzeugausstellung. Darüber hinaus gibt es gerade für jüngere Leute interessante Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten bei der Berufsfeuerwehr. Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl – es wird gegrillt – gesorgt.

Stadt Hildesheim

Folk’n’Fusion Festival vom 30.10. – 1.11.2015

Wie immer liegt der Fokus auf innovativen, (welt-)musikalischen Fusionen und vielseitigem Konzertprogramm: Traditionelle Melodien treffen auf
experimentellen Elektro und schrille Bühnenperformances, tanzbarer Beatbox-Slam verbindet sich mit Didgeridoo, russische Romanzen kommen im Tango-
und Rockgewand, finnischer Humppa wird gepaart mit einem unverkennbar südosteuropäischem Einfluss und Balkan-Latin-Grooves mit filigranem Jazz und
wildem Spieltrieb.

Rund fünfzehn internationale, nationale und regionale Formationen reisen dieses Jahr zum Festival nach Hildesheim. Um schonmal ein paar Highlights zu
nennen: Die süditalienische Kombo OU ( http://oumusic.org/video/ ) gastiert mit der US-Multiinstrumentalistin Amy Denio (
http://amydenio.bandcamp.com/releases ). Das technische Know-How und die Experimentierfreude Denios verbindet sich mit der progressiven Frische der
Band-Arrangements zu einem tiefsinnig-infernalischen Mix aus Fusion Jazz, psychedelischen Rock- und Folkloreelementen. Die Band Cabadzi (
https://www.youtube.com/watch?v=jjZm2hvApHM ) aus Frankreich kombiniert mit ungewöhnlicher Instrumentierung (Cello, Beatbox, Gitarre, Trompete,
Gesang) und bestechender Professionalität Chanson und HipHop. Aus dem hohen Norden kommen gleich 2 Bands in diesem Jahr: Bei Lukkif (
https://www.youtube.com/watch?v=134Zgql1T-A ) aus Dänemark experimentiert die in der skandinavischen Folk-Szene namhafte Sängerin Jullie Hjetland
mit dem Kontrast musikalischer Wurzeln und zeitgemäßer elektronischer Klangwelten. Jaakko Laitinen & Väärä Raha (
https://www.youtube.com/watch?v=YN1Al24gTXU )aus Finnland garantieren mit balkaneskem Humppa für wilde Tanzstimmung.
Natürlich ist auch die regionale und lokale Szene wieder einmal vertreten: Das Duo Aerodice ( https://www.youtube.com/watch?v=6wvYCsX_dZ4 ) aus
Hannover liefert mit Beatbox und Didgeridoo mundgemachten hypnotischen Techno auf höchstem Niveau. Der E-Bass-Virtuose Armin Metz (
https://www.youtube.com/watch?v=pBJUB98yZTw ) spielt in diesem Jahr mit dem Percussionisten Velican Sağun aus Istanbul. Neben der "Hausband" Der
Schwarze Hahn ( https://derschwarzehahn.bandcamp.com/ ), die poetisch Ska, Folk und Schwarzhumor verknüpfen, holt das Festival Evelyn Kryger (
http://evelynkryger.de/ ) auf die Bühne. Eine Band, die durch ihren enormen Spieltrieb und ausgefeilten Stilfusionen zwischen Balkan, Jazz und Latin
begeistert. Direkt aus Hildesheim stammt Hubert&Mehmet ( https://soundcloud.com/huber-mehmet ). Ihre eingängige Soundfusion aus Hip-Hop und Jazz
vereint fette MPC-Drums mit Pianoflächen und vielschichtigen Samples.

Auch über das musikalische Programm hinaus wird es natürlich wieder viel zu entdecken geben: Klanginstallationen, Sessions, Workshops, Filme,
grandiose Verköstigung und mehr... Weitere Infos zu den einzelnen KünstlerInnen und eine genaue Programmübersicht gibt es ganz bald unter:
www.folknfusion.de ( http://www.folknfusion.de )

Iva Nova Konzert am 15.10.2015

Einlass 20h / Beginn 21h / Eintritt 6-10€

Zur Einstimmung wartet das Folk'n'Fusion mit einem Sonderkonzert auf. Am 15. Oktober gastiert die vierköpfige Band Iva Nova (
http://www.iva-nova.ru/index_en.php ) aus St. Petersburg im Trillke. Bei ihr trifft slawische Folklore auf Tango, Rock und selbstbewusste Frauenpower.
Auf über vier Sprachen gelingt der musikalische Spagat zwischen ländlichen und urbanen Klängen. Kommt und feiert mit uns den Herbstbeginn!

Unterstützung

Wer uns unterstützen möchte, ist wie immer herzlichst willkommen und hat diverse Möglichkeiten dazu:
HelferInnen: Für einen Wert von 5 €/h könnt ihr uns an der Bar, bei der Bänzelkontrolle, in der Küche, beim Auf- und Abbau oder sonstwo helfen.
Helferstunden werden nicht bar ausgezahlt, sondern sind anrechenbar auf Ticket, Getränke und Essen.
(Sach-)Spenden:Wenn ihr nicht wisst, wohin mit eurem Obst, Gemüse, Sofa, Perserteppich, Mehrfachstecker, Geld oder sonstigem: Wir freuen uns darüber
und haben garantiert eine sinnvolle Einsatzmöglichkeit! Wir stellen auch Spendenquittungen aus.
Konto 0074948389 / BLZ 259 501 30 / Sparkasse HI / Betreff: Spende Folknfusion + Name
Wenn ihr uns helfen könnt und möchtet, schreibt uns bitte eine Mail an fnfhelfer@gmail.com mit eurem Namen und Telefonnummer. Ihr bekommt dann einen
Link zum Online-Helferplan, in dem ihr euch eintragen könnt. Wenn ihr Materielles oder Hilfe im Vorfeld anbieten wollt, schreibt an unsere generelle
Mailadresse folk@trillke.net ( mailto:folk@trillke.net ) 
Soweit erstmal von uns, wir hoffen ihr freut euch genauso auf die Konzerte und aufs Festival wie wir! Wir melden uns kurz vorm Festival nochmal mit
genauen Infos zum Programm. Ansonsten, besucht uns gern regelmäßig auf www.folknfusion.de oder bei facebook.
In Vorfreude,
euer Folk'n'Fusion Team

Spatenstich für Lidl-Logistik: Neue Arbeitsplätze stärken Wirtschaftsstandort Hildesheim

Spatenstich_Presse

© Stadt Hildesheim

Mit der Verlagerung des Lidl-Logistikstandortes Wunstorf ins Gewerbegebiet „Nördlich des Landeplatzes“ wird der Wirtschaftsstandort Hildesheim nachhaltig gestärkt. Heute nahmen Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, Baudezernent Dr. Kay Brummer, Lidl-Geschäftsführerin Melanie Berberich, die stellvertretende Landrätin Waltraud Friedemann und Drispenstedts Ortsbürgermeister Arne Heims gemeinsam den ersten Spatenstich für das Großlager vor, das im Herbst 2016 in Betrieb genommen werden soll. Für das überwiegend im Süd-Osten Niedersachsens liegende Vertriebsgebiet des Lidl-Logistikzentrums bedeutet die künftige zentrale und verkehrsgünstige Lage nahe der Ballungsgebiete Hannover, Hildesheim und Salzgitter eine deutliche Optimierung der Transportwege.

„Die Neuansiedlung ist ein großer Erfolg für die Stadt und auch ein Verdienst der gelungenen verwaltungsinternen Zusammenarbeit des Fachbereichs Wirtschaftsförderung und Liegenschaften mit den verschiedenen Abteilungen des Baudezernats sowie mit den Versorgungsunternehmen EVI und SEHi. Wir freuen uns außerordentlich darüber, dass in Hildesheim etwa 190 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Standortwahl Lidls stärkt nicht nur die hiesige Wirtschaft, sondern beweist einmal mehr, wie attraktiv unsere Stadt auch für Gewerbeansiedlungen international agierender Unternehmen ist“, so Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, der sich auch weitere Impulse für die freien Flächen im Gewerbegebiet „Nordöstlich des Landeplatzes“ verspricht. Dort stehen für weitere Ansiedlungen noch 13 Hektar zur Verfügung.

Nachdem der Stadtrat am 16. Februar dem Grundstücksverkauf zugestimmt hatte, wurde am 18. Februar der Kaufvertrag für das rund 137.000 qm große Grundstück unterzeichnet. Lidl errichtet dort ein modernes Logistiklager, bei dem die Kälteanlage ausschließlich mit natürlichen Kältemitteln betrieben und die Abwärme der Kälteanlage für die Beheizung des Lagers genutzt wird. Die Baustraße zum Grundstück ist bereits fertiggestellt und wird nach erfolgter Kanalverlegung seitens der Stadtentwässerung bis Ende Oktober in Richtung Norden verlängert. Die Arbeiten zur Erschließung des Grundstücks wurden somit in Rekordzeit erledigt, so Wolfram Fischer, Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung und Liegenschaften. Bis Ende des Jahres verlegen die Versorgungsträger die Gehwegleitungen, im Juni 2016 sollen sämtliche Nebenanlagen bis zur Zufahrt des Grundstücks errichtet sein. Die Eröffnung ist nach Angaben von Lidl für Oktober 2016 vorgesehen.

Stadt Hildesheim

Tag der muttersprachlichen Gemeinden

Katholiken aus verschiedenen Ländern begegnen sich am 26. September in Hildesheim

Viele Sprachen, ein Glaube: Das Bistum Hildesheim lädt am Samstag, 26. September, zum Tag der muttersprachlichen Gemeinden ein. Erwartet werden mehrere hundert Gläubige, deren Wurzeln in anderen Ländern und Kontinenten liegen. Sie haben in Niedersachsen eine Heimat gefunden und feiern in den Kirchen des Bistums regelmäßig Gottesdienste in ihren jeweiligen Muttersprachen.

Bischof Norbert Trelle wird die Gäste um 13.30 Uhr im Hildesheimer Dom begrüßen. Anschließend begegnen sich die Katholiken verschiedener Muttersprachen bei Gesang und Folklore auf dem Domhof. Um 16.45 Uhr wird es ein gemeinsames Einsingen im Dom geben, um 17 Uhr beginnt in der Kathedrale der Gottesdienst mit dem Bischof.

Der Tag der muttersprachlichen Gemeinden gehört zum Programm des Jubiläums 1200 Jahre Bistum Hildesheim und ist darüber hinaus eingebunden in die bundesweit stattfindende Interkulturelle Woche, die am Sonntag, 27. September, in Mainz eröffnet wird.

Hintergrund: Die Gemeinden für Katholiken anderer Muttersprachen in Deutschland werden Missionen genannt, da sie keine eigenen Territorialgemeinden sind, sondern innerhalb einer bestehenden Pfarrgemeinde einen besonderen Seelsorgeauftrag haben. Die Missionen stehen also nicht in Konkurrenz zu deutschen Pfarrgemeinden, sondern bieten Ergänzungen für Katholiken fremder Muttersprachen.

Im Bistum Hildesheim gibt es mehr als ein Dutzend muttersprachliche Missionen oder Gemeindegruppen. Die Italienische Katholische Mission Hannover gehörte zu den ersten Missionen, die in Deutschland gegründet wurden. In Hannover befindet sich auch das Katholische Internationale Zentrum als der Ort im Bistum Hildesheim, an dem eine deutsche und mehrere Gemeinden anderer Muttersprache gemeinsam ihren Glauben leben.

Bischöfliche Pressestelle Hildesheim

Wiederaufnahme mit Gala-Besetzung

Zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit, 3. Oktober 2015 um 16 Uhr wird am Theater für Niedersachsen Beethovens „Fidelio“ wiederaufgenommen. Johanna Winkel kehrt nach einjähriger Pause als Leonore auf die Hildesheimer Bühne zurück. Wolfgang Schwaninger übernimmt die Partie des Fidelio unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Werner Seitzer. Und der Bariton Timothy Sharp wird als Ministers Don Fernando zu erleben sein.

THEATER FUR NIEDERSACHSEN Spielzeit 2013-2014 - Fast Normal - Musical von Tom Kitt-Musik und Brian Yorkey-Text Premiere 12-04-2014 Regie: Craig Simmons, Musikalische Leitung: Andreas Unsicker, Ausstattung: Steffen Lebjedzinski, mit: Diana-Caroline Kiesewetter., Dan-Alexander Prosek, Gabe-Jonas Hein, Natalie-Caroline Zins, Henty-Tim Mueller, Dr. Fine-Jens Plewinski Foto Andreas Hartmann, Luisenstrasse 13, 31141 Hildesheim - fotoaha@aol.com

© Andreas Hartmann
Beethovens einzige Oper elektrisiert die Menschen auch gut 200 Jahre nach ihrer Uraufführung immer noch. Deswegen geht diese Produktion – in der Inszenierung des spanischen Regisseurs Guillermo Amaya – nun in ihre dritte Spielzeit und das pünktlich zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit. Bereits im Oktober 2010 wurde der 20. Jahrestag der Deutschen Einheit von der TfN ∙ Philharmonie zum Anlass genommen, in einem Sonderkonzert Beethovens „Neunte“ zu spielen. Was liegt nun also näher, diesmal „Fidelio“ auf die Bühne zu bringen?

Ein Mann ist dabei, die Untaten eines Mächtigen aufzudecken, verschwindet jedoch plötzlich spurlos. Seine Frau Leonore versucht alles, um seine Spur wiederzufinden. Sie geht sogar als Mann verkleidet in das Gefängnis, in dem sie ihn vermutet. Ihre Rolle als Gehilfe Fidelio spielt sie so gut, dass der Kerkermeister sie gar mit seiner Tochter verheiraten will. Als der Gefängnisgouverneur von der bevorstehenden Ankunft des Ministers erfährt, will er seinen inhaftierten Gegner umbringen. Doch Fidelio durchkreuzt im letzten Moment seinen Plan…
Das Werk erzählt nicht nur die rührende Geschichte der treuen Gattenliebe, sondern ist darüber hinaus ein Zeichen für Freiheit und Gerechtigkeit – und genau dieser Drang nach Freiheit, vor allem nach Meinungs- und Reisefreiheit, führte vor gut 25 Jahren zum Fall der Mauer und zur Wiedervereinigung. Auch wenn Regisseur Guillermo Amaya seine Inszenierung in der Entstehungszeit der Oper ansiedelt, nämlich in den „Trienio liberal“, den drei liberalen Jahren im Spanien der frühen 1820er Jahre, kann man in unserer Produktion diese Parallele zur DDR-Situation wunderbar spüren und nachempfinden. Zumal die neu verfassten Dialog-Texte von Friedrich Dieckmann, einem auch im Westen viel gelesenen und viel verlegten namhaften Autor und Publizisten aus der ehemaligen DDR, stammen und bereits 1969 im Hinblick auf das Beethoven-Jahr 1970 geschrieben wurden.

Unter der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Werner Seitzer singt neben der gefeierten Premieren-Leonore Johanna Winkel auch Wolfgang Schwaninger, der dem Publikum als Stolzing der Hildesheimer Jubiläums-„Meistersinger“ in bester Erinnerung sein dürfte, die Partei des Florestan. Und der in Hildesheim bekannte und beliebte Bariton Timothy Sharp wird im Schluss-Jubel als Meister auftreten. In weiteren Rollen sind Uwe Tobias Hieronimi (Don Pizarro), Levente György (Rocco), Antonia Radneva (Marzelline), Konstantinos Klironomos (Jaquino), Daniel Käsmann (1. Gefangener) und Michael Farbacher (2. Gefangener) zu erleben.

Karten kosten zwischen 10 und 35 Euro und sind im ServiceCenter (Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim), unter Telefon 0 51 21/16 93 16 93 und im Internet unter http://www.tfn-online.de erhältlich.

Elisabeth Schwarz

Wohltätigkeitsbasar im Hildesheimer Rathaus: „2. Hand, aber 1. Sahne“

Die Rotary Clubs Hildesheim-Rosenstock und Hildesheim sowie der Club Inner Wheel veranstalten am Sonnabend, 26. September, 9 bis 17 Uhr, unter dem Motto „2. Hand, aber 1. Sahne“ wieder ihren traditionellen Wohltätigkeitsbasar im Rathaus. Der Erlös der von der Kinder- und Jugendhilfe unterstützten Veranstaltung, die Bürgermeisterin Ruth Seefels um 10.30 Uhr in der Rathaushalle offiziell eröffnet, kommt Kindern und Jugendlichen zugute.

Bei einer großen Tombola gibt es wieder attraktive Preise wie einen Ballonflug, einen Flug mit einem Gyrocopter, ein ADAC-Training, diverse Warengutscheine und vieles mehr zu gewinnen. Auch für das leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt. Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, Schirmherr des Wohltätigkeitsbasars, ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, den Basar zu besuchen und etwas zum guten Zweck beizutragen.

Stadt Hildesheim

Schwimminseln im Dyes-Graben verbessern ökologisches System und verringern Gestank

Am Dyes-Graben am Fuße des Kehrwiederwalls wurden zur Verbesserung der ökologischen Funktion und zur Verminderung der Geruchsbelästigung 300 Quadratmeter Schwimminseln aus Röhricht eingebracht.

Schwimminseln_Presse

© Stadt Hildesheim

Darüber hinaus sollen 200 Schilfpflanzen entlang des Ufers für eine Verbesserung der Wasserqualität sorgen. Ob die Ziele mit der im Verhältnis zu einer aufwändigen Entschlammung (die Kosten dafür würden sich im siebenstelligen Bereich bewegen) vergleichsweise kostengünstigen und auch optisch ansprechenden Maßnahme – im Haushalt stehen dafür 20.000 Euro zur Verfügung – erreicht werden, wird sich im nächsten Sommer zeigen, wenn die Geruchsbelästigung bei höheren Temperaturen jahreszeitenbedingt entsprechend zunimmt.

Stadt Hildesheim

Das Mausmobil kommt nach Hildesheim

Ärzte gegen Tierversuche auf Info-Tour durch Deutschland

Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V. tourt derzeit mit einem speziell gestalteten Fahrzeug, dem „Mausmobil“, durch Deutschland, um die Öffentlichkeit über Tierversuche, deren Folgen für Mensch und Tier sowie über tierversuchsfreie Methoden zu informieren. In Hildesheim ist das Mausmobil am Dienstag, 22. September von 11-18 Uhr: Hohe Straße Huckup/1. Almstraße.

Man sieht sie schon von weitem, die riesige weiße Maus auf dem Dach des Transporters. Die auflackierte Botschaft auf dem Fahrzeug macht deutlich, worum es geht. „Sorry, aber wir sind einfach zu verschieden“, steht in einer Sprechblase über der Maus Bertha, darunter die Erklärung, was sie damit meint: „Tierversuche sind schlechte Wissenschaft, da die Ergebnisse nicht auf den Menschen übertragen werden können“.

Mit dem „Mausmobil“ genannten Fahrzeug tourt der Verein Ärzte gegen Tierversuche von April bis Oktober 2015 durch Deutschland. Dadurch will die Ärztevereinigung ihre Argumente gegen Tierversuche direkt vor Ort, von Mensch zu Mensch, näherbringen und einer größeren Öffentlichkeit zugänglich machen. Neben den Hinguckern auf dem Dach und auf der Seitenwand werden auf einem großen Fernseher im Heck des Fahrzeugs Filme gezeigt, und an einem Infostand daneben informiert der Neurobiologe Christian Ott über die Gefahren des Tierversuchs.

„Mäuse sind die Hauptleidtragenden bei Tierversuchen. Etwa 2,2 Millionen der insgesamt drei Millionen Tiere, die jährlich in deutschen Laboren getötet werden, sind Mäuse. Bei ihnen werden Krebs, Alzheimer, Schlaganfall, Diabetes oder andere menschliche Leiden künstlich hervorgerufen – oft durch Genmanipulation“, erklärt Ott. „Die geschädigten Tiere versucht man im Labor zu ‚heilen‘ – was oft sogar funktioniert. Für die Heilung menschlicher Erkrankungen sind Tierversuche jedoch irrelevant und irreführend. Menschen sind nun einmal keine Mäuse.“

2004 bilanzierte die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA, dass 92% der potenziellen Medikamente, die sich im Tierversuch als wirksam und sicher erwiesen haben, beim Test am Menschen durchfallen, entweder weil sie nicht die erhoffte Wirkung haben oder sogar Schaden anrichten. Aktuellen Studien zufolge sind es, trotz zunehmender tierexperimenteller Forschung, mittlerweile 95 %.

„Tierversuche geschehen noch immer im Verborgenen und die Grausamkeiten sowie fatalen Folgen für Tiere und Menschen sind kaum bekannt. Zudem blockiert das Festhalten am System Tierversuch die leistungsstarke tierversuchsfreie Forschung“, so Ott. Die Ärzte gegen Tierversuche – bei dem auch Nicht-Ärzte Fördermitglied werden können – lehnen Tierversuche aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen ab und engagieren sich für eine moderne, humane Medizin und Wissenschaft ohne Tierversuche, die sich am Menschen orientiert und bei der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten sowie der Einsatz tierversuchsfreier Forschungsmethoden im Vordergrund stehen.

Infoseite des Projektes: www.mausmobil.info

Webseite des Ärztevereins: www.aerzte-gegen-tierversuche.de

Ärzte gegen Tierversuche e.V.

Literatur-Bestseller auf TfN-Bühne

Das Schauspiel „Buddenbrooks“ nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Mann feiert am 26. September um 19 Uhr im Großen Haus in Hildesheim Premiere. In einer Bühnenfassung von John von Düffel und in der Regie von Bettina Rehm zeigt das Schauspielensemble des TfN den Niedergang der großbürgerlichen Familie Buddenbrook.

Ehrfürchtig lesen die Kinder im Familienbuch. Hier steht die Geschichte ihrer Familie seit dem 16. Jahrhundert geschrieben, auch Antonias Geburt und die Festsetzung ihrer Mitgift auf 80.000 Taler. Ob sie später einmal einen Adligen heiraten wird? Oder doch einen Kaufmann? Für einen Buddenbrook bedeutet jede familiäre Entscheidung zugleich ein Geschäft, das sich in Talern niederschlägt. Als Handelsfirma hat sich die Familie über Generationen hohes Ansehen in der Stadt erarbeitet, mit Disziplin, Fleiß und Sparsamkeit. Jahre später, nach dem Tod von Konsul Johann Buddenbrook, liegen die Geschicke der Firma nun in den Händen seiner inzwischen erwachsenen Kinder. Thomas, der Älteste, tritt in die Fußstapfen seines Vaters. Der kränkelnde Christian erweist sich als unbrauchbar für das Geschäft, und Antonia beschert der Senatorenfamilie immer wieder Skandale. Das Buddenbrooksche Vermögen schwindet zusehends…

Als eine „Seelengeschichte des deutschen Bürgertums“ bezeichnete Thomas Mann seinen 1901 erschienenen Roman „Buddenbrooks“, für den er 1929 mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Die in Hildesheim gezeigte Bühnenfassung von John von Düffel konzentriert sich auf die drei erwachsenen Kinder Thomas, Christian und Tony. Die Familienchronik um Glück und Geld erscheint heute, über hundert Jahre nach ihrem Erscheinen, auf neue Art aktuell. Denn was wird aus Menschen, die ihr Leben dem Zwang des Geldes unterordnen? Dieser Frage geht die Regisseurin Bettina Rehm – die am TfN unter anderem „Kabale und Liebe“ inszenierte – nach. In der Ausstattung von Swana Gutke und mit den musikalischen Arrangements von Thomas Hertel erzählt das TfN-Schauspielensemble den Niedergang einer großbürgerlichen Familie.

Buddenbrooks

Schauspiel nach dem Roman von Thomas Mann

Premiere am 26. September 2015 | 19:00 Uhr | Theater für Niedersachsen

Weitere Vorstellungen: 28. September; 16. Oktober; 6. November; 4., 19. und 29. Dezember 2015, 11. und 25. Januar, 4. Februar, 9. Und 13. März sowie 23. April 2016

jeweils 19:30 Uhr | TfN

sowie 4. und 25. Oktober 2015 | 16:00 Uhr | TfN

Elisabeth Schwarz

„JUGEND STÄRKEN im Quartier“: Stadt erhält knapp 1 Mio. Euro Fördermittel

Die Stadt Hildesheim erhält knapp 1 Mio. Euro Fördermittel im Rahmen des Modellprogramms „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ Dieses wird bis 2019 in Stadt‐ und Ortsteilen von 185 Kommunen in 15 Bundesländern umgesetzt. Insgesamt stehen dafür rund 115 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und 5 Millionen Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung.

Mit dem Zuschlag für Hildesheim werden auch die bisher geleistete Jugendsozialarbeit und der konzeptionelle Ansatz der Stadt honoriert: „Normalerweise erhalten die Projekte eine Förderung von 50 Prozent aus ESF-Mitteln. Bei guten Konzepten, die auch die Zielgruppe der Neuzuwanderer berücksichtigt, beteiligt sich der Bund mit weiteren zehn Prozent an den Gesamtkosten. Hier konnte die Stadt Hildesheim zusätzlich punkten“, freut sich Dirk Schröder, Dezernent für Jugend, Soziales, Schulen, Sport und Kultur. Insgesamt stehen der Stadt damit für den Zeitraum von vier Jahren 1,6 Millionen Euro für die Jugendsozialarbeit zur Verfügung, davon 960.000 Euro Fördermittel, den Rest tragen Stadt, Landkreis, Johannishofstiftung, der Caritasverband für Stadt und Landkreis sowie die Volkshochschule.

Auch Stadtjugendpfleger Jörg Aschemann ist angesichts „immer größer werdender Probleme mit jungen Menschen, die durch herkömmliche Angebote nicht mehr erreicht werden und durch das Raster fallen“, sehr erfreut über die Fördermittel. Als Zielgruppen stehen in Hildesheim Schulschwänzer, obdachlose junge Menschen, Flüchtlinge und Jugendliche mit Migrationshintergrund, Neuzuwanderer, Gesellschaftsverweigerer und Aussteiger im Fokus. „Das Programm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ kombiniert sozialpädagogische Unterstützungsangebote wie aufsuchende Jugendsozialarbeit, Clearing und individuelles Fallmanagement, die passgenau auf die Bedürfnisse Jugendlicher ausgerichtet sind und ihnen konkrete Hilfestellungen bieten“, erläutert Projektkoordinatorin Sabine Hartung. Darüber hinaus sollen nicht nur junge Menschen, sondern auch die Wohnquartiere davon profitieren. In Mikroprojekten, die zu gegebener Zeit vorgestellt werden, engagieren sich Jugendliche auch hinsichtlich der Aufwertung ihres Quartiers, zum Beispiel über gartenbauliche Maßnahmen, die Errichtung neuer Freizeitplätze oder das Veranstalten von Nachbarschaftsfesten. Um diese Ziele zu erreichen, werden sich alle beteiligen Akteure zu einem Netzwerk zusammenschließen.

Weitere Informationen sind unter http://www.jugend-staerken.de erhältlich.

Stadt Hildesheim

Klassische Musik in der Magdalenenkirche

Zu hören sind Kompostionen für Flöte, Violine, Viola und Violoncello

Am Sonntag, 20. September 2015, 16.00 Uhr, erklingen in der Magdalenenkirche mehrstimmige Kompositionen für Flöte, Violine, Viola und Violoncello. Die Ausführenden des Konzerts sind Peter Hübner (Flöte), Marlene Goede-Uter (Violine), Friederike Mellinghoff (Viola) und Anne Sabin (Violoncello). Der Eintritt ist frei. Um eine Spende zur Unkostendeckung wird gebeten.

Ab 1765 begann sich in den wichtigsten Musikzentren Europas das Flötenquartett zu entwickeln. In Wien komponierten Haydn und Mozart für Flötenquartett, in Paris lieferten Pleyel und Viotti Beiträge zu diesem Genre. In Anlehnung an das ja auf seinem Höhepunkt befindlichen Streichquartetts suchten die Komponisten des späten 18. und des frühen 19. Jahrhunderts jeder Stimme gleiche Gewichtung zu geben.

Anton Reicha schreibt: „Diese Quartette habe ich in Haydns Manier geschrieben. Ich hatte die Absicht, wirkliche Quartette zu schreiben und keine Flötensolos mit Begleitung.“ So verstehen sich auch die Quartette Ferdinand Ries’s, der neue Maßstäbe für die kompositorische Qualität des Flötenquartetts setzte und mit seinem a-moll-Quartett das Programm beendet.

Bischöfliche Pressestelle Hildesheim

Hildesheimer Bündnis gegen TTIP, CETA & Co ruft zur Demo auf: „TTIP & CETA stoppen! Für einen gerechten Welthandel!“

Ein sehr breit aufgestelltes zivilgesellschaftliches Bündnis von mehr als 30 Organisationen demonstriert am 10. Oktober 2015 in Berlin. Busse fahren auch ab Alfeld und Hildesheim

Das Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) gerät nicht aus den Schlagzeilen. Zuletzt gab es wieder Verwirrung um die Transparenz der Verhandlungen: Die EU-Kommission wollte Berichte nicht einmal mehr an verantwortliche Politiker der EU-Mitgliedsstaaten verschicken. Erst nach Protesten ruderte sie zurück.

Zeitungsartikel und inoffizielle Berichte machen deutlich: An besseren Regeln z. B. zum Arbeitnehmerschutz scheinen die USA kein Interesse zu haben. Sie zeigen keine Bereitschaft, alle acht Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zu ratifizieren. Zu fairem Welthandel und gerechter Globalisierung bedarf es einer Verbesserung von Arbeitnehmer- und Sozialstandards – daraus kann nichts werden, wenn TTIP und CETA nur schöne Worte zu Arbeitnehmerrechten enthalten, bei Verstößen Sanktionen aber nicht vorgesehen sind. Wenn wir heute nicht für die Arbeitnehmerrechte eintreten, werden Errungenschaften des Sozialstaats vielleicht morgen zur Disposition gestellt.

Risiken von TTIP sind groß. Die Chancen eher gering. Entgegen mancher Behauptung ist TTIP kein Jobmotor: Selbst optimistische Studien zeigen, dass langfristig in Deutschland nur ca. 25.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen würden. Angesichts von fast 43 Millionen Erwerbstätigen ist das verschwindend wenig. Handelsbarrieren zwischen EU und USA sind bereits heute weitgehend abgebaut – der transatlantische Handel funktioniert auch ohne TTIP gut.

Mit TTIP wird auch der Versuch unternommen, die Regeln der reichen Industriestaaten dem Welthandel aufzudrücken, ohne dass ärmere Länder die Chance haben, ihre Interessen einzubringen. TTIP setzt Standards – jedoch nur zur Absicherung der Wettbewerbsvorteile von EU und USA, nicht für Menschenrechte und Arbeits- und Umweltstandards.

Es ist höchste Zeit, unseren Protest gegen die Abkommen auf die Straße zu tragen“ so Regina Stolte vom DGB, der dem Hildesheimer Bündnis angehört. Wir brauchen soziale und ökologische Leitplanen für die Globalisierung, doch TTIP und CETA gehen in die falsche Richtung: Der „Wert“ des Freihandels wird über die Werte ökologischer und sozialer Regeln gestellt. Sonderrechte für Investoren und Investor-Staat-Schiedsverfahren gefährden parlamentarische Handlungsfreiheiten. TTIP und CETA setzen öffentliche und gemeinnützige Dienstleistungen und Daseinsvorsorge, kulturelle Vielfalt und Bildungsangebote unter Druck. Sie ziehen die falschen Lehren aus der Finanzkrise, stärken internationale Konzerne und schwächen kleine und mittelständische Unternehmen, auch in der Landwirtschaft. TTIP und CETA grenzen die Länder des globalen Südens aus, statt zur Lösung globaler Probleme wie Hunger, Klimawandel und Verteilungsgerechtigkeit beizutragen.

Wir treten ein für internationale Abkommen, die

Umwelt-, Sozial-, Daten- und Verbraucherschutzstandards erhöhen, statt sie zu senken oder auszuhebeln;

Arbeitsstandards wie die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) festschreiben statt sie auszuhöhlen;

öffentliche und gemeinnützige Dienstleistungen und Daseinsvorsorge stärken, statt sie zu schwächen;

kulturelle Vielfalt und öffentliche Bildungsangebote fördern, statt sie als Handelshemmnis zu betrachen;

bäuerliche und nachhaltige Landwirtschaft sowie artgerechte Tierhaltung voranbringen, statt Gentechnik und industrielle Landwirtschaft zu fördern;

die Macht von Konzernen und Finanzmarktakteuren begrenzen, statt sie zu vergrößern;

golbal ausgerichtet sind, statt die Mehrheit der Menschen auszugrenzen und

transparent und offen verhandelt werden statt geheim und in Hinterzimmern.

Für Samstag, 10. Oktober, ruft das Hildesheimer Bündnis gegen TTIP, CETA und Co zur Protestdemonstration nach Berlin auf. Hierzu fahren Busse ab Alfeld und ab Hildesheim nach Berlin. Verbindliche Anmeldung an 05121/703463 oder hildesheim@dgb.de unter Angabe von Name und Telefon-Nr.

Abfahrtzeiten und –orte:

Alfeld: 6:30 Uhr, Zentraler Omnibusbahnhof

Hildesheim: 7:00 Uhr, Zentraler Omnibusbahnhof

Regina Stolte