Stadt Hildesheim sucht weiter Wohnungen für Flüchtlinge

Die Stadt Hildesheim hat ein landesweit beachtetes Konzept zur Unterbringung und Integration von Flüchtlingen, die zunächst sechs Monate in einer Gemeinschaftsunterkunft und dann in von der Stadt angemieteten Wohnungen untergebracht werden, ehe sie eigene, selbst angemietete Wohnungen beziehen können. Derzeit sind fast 50 Wohnungen von der Stadt angemietet. Die Flüchtlinge werden in Hildesheim intensiv betreut und begleitet, unter anderem von dem Verein Asyl und Flux (eine Initiative von ehrenamtlich engagierten Personen zur Betreuung/Begleitung von Flüchtlingen.).

Vor dem Hintergrund, dass in diesem Jahr etwa 300 Flüchtlinge, 2016 vermutlich bis zu 500 Flüchtlinge neu in die Stadt kommen, ruft Dirk Schröder (Dezernent für Jugend, Soziales, Schule, Sport und Kultur) die Bevölkerung vor allem hinsichtlich Wohnungsangeboten weiter zur Unterstützung auf: „Die Hildesheimer haben in den vergangenen Monaten auf ganz hervorragende Art und Weise ihr Engagement für die Menschen bewiesen, die aufgrund von Krieg und Zerstörung dringend auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Unser Konzept zur dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen in allen Stadtteilen geht auf und bietet die Chance einer gelingenden Integration. Wir benötigen weitere Wohnungen und gerne auch Zimmer in Studierenden-WG’s für die Menschen, die jetzt mit großen Hoffnungen auf ein friedliches Leben nach Hildesheim kommen.“

Gesucht werden für sofort oder später Wohnungen in allen Stadtteilen ausschließlich in Hildesheim, gerne auch Wohneinheiten für bis zu 50 Personen oder eben auch Zimmer in Studierenden-Wohngemeinschaften, da viele Flüchtlinge gerne weiter studieren würden. Wer in dieser Hinsicht etwas anbieten möchte, sollte sich bitte mit Jürgen Blume (Telefon 05121 301-4201, j.blume@stadt-hildesheim.de) oder Ulf Möhle (Telefon 05121 301-4250, u.moehle@stadt-hildesheim.de) in Verbindung setzen. Wer den Flüchtlingen mit Sachspenden, insbesondere Kleidung und Spielzeug helfen möchte, wird gebeten, diese beim Guten Hirten im Fahrenheitgebiet oder im DRK-Kleidershop Brühl und nicht in der Gemeinschaftsunterkunft abzugeben, da es dort keine Lagerkapazitäten gibt.

Stadt Hildesheim

Bischof empfängt Rad-Pilger

Fahrradtour zum Bistumsjubiläum endet am Freitag vor dem Hildesheimer Dom

Bischof Norbert Trelle empfängt am Freitag, 7. August, die Teilnehmer der Pilger-Fahrradtour zum Bistumsjubiläum. Die Katholiken in und um Hildesheim sind eingeladen, die 50 Radler auf den letzten Metern zu beklatschen und zu begrüßen, wenn sie zwischen 16.30 Uhr und 17 Uhr auf dem Domhof ankommen.

In den Beinen stecken den Rad-Pilgern dann 1400 Kilometer, die sie in 16 Tages-Etappen zurückgelegt haben. Sie waren am 23. Juli in Hameln gestartet, um das Bistum Hildesheim anlässlich des 1200-jährigen Bestehens der Diözese einmal zu umrunden. Ihr Weg führte sie erst die Weser hinauf, dann entlang der Elbe, später Richtung Harz bis nach Friedland, in den südlichsten Zipfel des Bistums. Die Schluss-Etappe am Freitag führt von Bodenwerder nach Hildesheim.

Auf der Homepage der Kirchenzeitung (http://kiz-online.de/bistumsradtour) und auf der Facebookseite des Bistums (https://www.facebook.com/bistumhildesheim) gibt es aktuelle Fotos und kurze Berichte von der Bistums-Radtour zu entdecken.

Bischöfliche Pressestelle Hildesheim

Präventionsrat Hildesheim bundesweit aktiv

Erhard Paasch (Kriminaloberrat a. D.) und Walter Schwoche haben den Präventionsrat der Stadt Hildesheim als deutschen Städte-Förderpreis-Träger der Kriminalprävention aktuell wiederholt bundesweit vertreten. Der eine als Moderator der Arbeitsgruppe „55 plus Sicherheit“, der andere als Geschäftsführer.

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© Stadt Hildesheim

So stellten beide vor kurzem beim Bundespräventionstag in Frankfurt am Main, der europaweit größten Messe für Kriminalprävention, die bundesweit anerkannte Hildesheimer Präventionsarbeit vor. Paasch und Schwoche nahmen auch am Symposium der Stiftung für Kriminalprävention mit den deutschen Städte-Förderpreis-Trägern, dem Treffen des Deutschen Städtenetzwerkes und dem zehnten Jahrestag der Sicherheitspartnerschaft im Städtebau teil. Selbstverständlich war der Präventionsrat auch beim „Tag der Niedersachsen“ mit einem Stand vertreten. Dabei wurde auch Ministerpräsident Stephan Weil und Innenminister Boris Pistorius das vielfältige Aufgabenspektrum der sieben Arbeitsgruppen vorgestellt.

Auch die Planung zukünftiger Aktivitäten läuft auf Hochtouren: „Die bundesweiten Kontakte des Präventionsrates haben zur Vergabe der Jahrestagung des Deutschen Städtenetzwerkes nach Hildesheim geführt“, freut sich Walter Schwoche, dem zusätzlich zu seinen örtlichen Aufgaben 2015 die Geschäftsführung des Städtenetzwerkes Kriminalprävention obliegt. Die Tagung wird am 4. und 5. November im Rathaus in Kooperation mit der Kinder- und Jugendhilfe St. Ansgar stattfinden. Erhard Paasch wird dann seine Projektpreisbewerbung „Sicherheitstraining 55 plus“ für den Deutschen Förderpreis vorstellen. Förderer dieses beispielhaften Projektes sind seit Jahren die Gemeinnützige Baugesellschaft und der Beamten-Wohnungs-Verein in Hildesheim.

Darüber hinaus plant der Vorsitzende des Fördervereins des Präventionsrates, Axel Kaczmarek, gemeinsam mit Schatzmeister Wolfgang Dressler eine Marketingoffensive. Dabei gilt die Blickrichtung dem Präventionstag 2016, der voraussichtlich im Stadtfeld veranstaltet wird, dem 20-jährigen Jubiläum des Präventionsrates im Jahr 2018 und besonders der Förderung weiterer nachhaltiger Projekte der 320 ehrenamtlich im Präventionsrat tätigen Mitglieder, die bisher 310 Projekten in und für Hildesheim initiiert haben.

Stadt Hildesheim

Hildesheim im Mittelalter : Neue Leihgaben von Hildesheimer Bürgerinnen und Bürgern in der Sonderausstellung

Zur Halbzeit der Ausstellung „Hildesheim im Mittelalter – Die Wurzeln der Rose“ sind nicht nur einige der kostbarsten Exponate, zwei mittelalterliche Handschriften, ausgetauscht worden. Jetzt wurde auch die Vitrine mit Leihgaben von Hildesheimer Bürgerinnen und Bürgern umgestaltet.

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Diplomrestauratorin Madeleine Alsen und Kurator Dr. Markus Blaich wählen Stücke für die neue Präsentation aus. © Kristina Freise

Die beiden Kuratoren der Sonderausstellung, Dr.-Ing. Ulrich Knufinke und Dr. Markus Blaich, sind noch immer beeindruckt von der großen Resonanz, die ihr Aufruf gefunden hatte: „Uns wurden vor Beginn der Ausstellung über 100 Exponate anvertraut – viele sehr schöne und interessante Objekte, die von der ganz persönlichen Beziehung der Hildesheimerinnen und Hildesheimer zur Geschichte dieser Stadt zeugen“, berichtet Ulrich Knufinke. Die Vitrine im Eingangsbereich der Ausstellung wurde nun weitgehend umgestaltet, mit neuen Exponaten bestückt und neu beschriftet. Ein Kreuz aus dem Holz des Tausendjährigen Rosenstocks, historische Bücher und Broschüren, Fotos und andere Stücke aus Privatbesitz erzählen ihre eigenen Geschichten. „Der finanzielle Wert dieser Exponate mag nicht besonders hoch sein. Beeindruckend sind aber die zahlreichen Berichte und Erinnerungen an Alt-Hildesheim, die mit ihnen verknüpft sind“, meint Markus Blaich. Ein sehr ungewöhnliches Ausstellungsstück ist eine Weihnachtskugel mit einem Hildesheimer Panorama. Vorbild ist ein Glasfenster des 17. Jahrhunderts, das aus der stadtgeschichtlichen Sammlung im Knochenhauer-Amtshaus stammt. Außergewöhnlich ist hier die Darstellung als Winterbild, schneebedeckte Gebäude und Landschaften, die der Künstler detailgetreu wiedergegeben hat.

Diese persönlichen Leihgaben aus Hildesheim erlauben so einen ganz besonderen Blick auf das „Stadtgefühl“ im Jubiläumsjahr – einen Blick, der zugleich nachdenklich stimmt, manchmal erheitert und bisher Unbekanntes zeigt. Die Sonderausstellung „Hildesheim im Mittelalter – Die Wurzeln der Rose“ ist noch bis zum 4. Oktober 2015 im Roemer- und Pelizaeus-Museum zu sehen. Weitere Informationen unter www.hildesheim-im-mittelalter.de.

Kristina Freise

Immer mehr atypische Jobs im Landkreis Hildesheim

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Hildesheim macht darauf aufmerksam, dass ein großer Teil der Beschäftigten im Landkreis Hildesheim lediglich atypische Jobs wie Leiharbeit, Minijobs und Teilzeit hat. Nach Zahlen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung arbeiten 42,0 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in sogenannten atypischen Beschäftigungsverhältnissen. Damit liegt der Landkreis Hildesheim leicht über dem landesweiten Schnitt von 41,6 %. 2004 waren es noch 31,1% gewesen. Dabei sind besonders Frauen betroffen. 61,9 % der atypisch Beschäftigten in Hildesheim sind Frauen. Meist arbeiten sie in Minijobs oder Teilzeit. Gründe hierfür sind unter anderem fehlende Möglichkeiten der Kinderbetreuung oder traditionelle Rollenbilder, die das Erwerbsleben von Männern und Frauen prägen.

DGB-Kreisvorsitzende Regina Stolte kritisiert diese Entwicklung: „Leiharbeit, Minijobs und Teilzeitarbeit sind längst keine Randphänomene mehr, sondern ein zentrales Problem auf dem Arbeitsmarkt. Oft sind die Arbeitsbedingungen atypisch Beschäftigter Jobs äußerst prekär.“ So müssen atypisch Beschäftigte meist einen geringeren Verdienst hinnehmen, im Alter haben sie deshalb weniger Anspruch auf Rente und ein hohes Armutsrisiko. Die DGB-Vertreterin fordert die Politik auf, diese Entwicklung zu stoppen: „Wir brauchen eine neue Ordnung der Arbeit. Der Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen muss eingedämmt werden. Außerdem fordern wir, dass alle Formen abhängiger Beschäftigung, auch von Minijobs, sozialversicherungspflichtig sind.“

Niedersachsen gehört neben Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz zu den drei westdeutschen Bundesländern, in denen atypische Beschäftigung am stärksten verbreitet ist. Der bundesweite Wert liegt bei 39 %.

Regina Stolte

45 Kurzzeitparkplätze am ZOB eingerichtet

Die Stadt Hildesheim sorgt mit der Einrichtung von 45 Kurzzeitparkplätzen am ZOB für eine deutliche Verbesserung des Parkangebots im Bahnhofsumfeld. Seit Ende Juli kann auf dem im Bebauungsplan als Parkhausfläche ausgewiesenen Areal an der Westseite des Busbahnhofs geparkt werden. Die Stadt bewirtschaftet die Parkplätze per Parkscheinautomat selbst. Auch ein Behindertenparkplatz steht zur Verfügung. Die Parkplätze bleiben vorerst bis zur geplanten Realisierung eines Parkhauses bestehen.

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© Stadt Hildesheim

In unmittelbarer Nähe des ZOB wird ab Frühjahr 2016 die Bernwardstraße umgebaut. Dazu finden sich ab sofort detaillierte Informationen inklusive Entwurfspläne unter www.hildesheim.de/strassenumbau.

Stadt Hildesheim