Chrisam-Messe wieder im Hildesheimer Dom

Rahmenprogramm auf Domhof startet am 1. April 2015 um 15.00 Uhr

Zur Chrisam-Messe am Mittwoch, 1. April 2015, sind alle Jugendlichen sowie die Geistlichen, Hauptberuflichen und erwachsenen Ehrenamtlichen aus allen Pfarrgemeinden des Bistums in den Dom eingeladen.

In der Chrisam-Messe werden von Bischof Trelle die heiligen Öle geweiht, die bei der Spendung der Sakramente – Taufe, Firmung, Priesterweihe und Krankensalbung – eingesetzt werden. Sie sind Zeichen dafür, dass die Liebe Gottes die Menschen durch ihr ganzes Leben begleitet und stärkt. Der Gottesdienst im Dom beginnt um 18.00 Uhr. Rund um die Bischofskirche wird es aber schon im Vorfeld des Gottesdienstes bunt und lebhaft: Vor und nach dem Gottesdienst ist Gelegenheit zur Begegnung untereinander und mit den verschiedenen Jugendinitiativen des Bistums. Das Programm rund um den Dom startet bereits um 15.00 Uhr.

Bischöfliche Pressestelle Hildesheim

Schüler gestalten die Zukunft der Stadt

„We shape the future“ – wir gestalten die Zukunft – ist die Devise eines Projektes der Stadt Hildesheim, an dem sich 120 SchülerInnen beteiligen. Wie soll das Hildesheim von morgen aussehen? Wie muss die Stadt sich ändern, damit ihre Bewohnerinnen und Bewohner weniger auf Kosten anderer leben – besonders in ökologischer Hinsicht? Mit einem „Citybound“, einer interaktiven Stadtrallye, ist das Projekt nun in die heiße Phase eingetreten. Im Juni wollen die Jugendlichen ihre Ideen dem Stadtentwicklungsausschuss präsentieren.

Ein breites Spektrum von KooperationspartnerInnen ist an „We shape the future“ beteiligt. Das Ausgangskonzept wurde von Sabine Hartung entwickelt, Bildungskoordinatorin im Bereich Jugendsozialarbeit der Stadt Hildesheim. Sie holte zunächst Christine Söhlke vom Bereich Stadtplanung ins Boot, dann die Geschwister-Scholl-Schule, das Scharnhorst-Gymnasium, die Oskar-Schindler-Schule und die Hochschule HAWK. Die Sozialagentur Cluster und das Büro „Mensch und Region“ aus Hannover zeichnen für die Organisation verantwortlich. Ermöglicht wird das Ganze über eine Großspende der Alcoa Foundation, die 31.500 Dollar (rund 23.000 Euro) zur Verfügung stellt.

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Dirk Schröder (r.) mit den am Projekt teilnehmenden SchülerInnen beim Startschuss des „Citybound“ am PvH © Stadt Hildesheim

Die 120 SchülerInnen besuchen die neunte bzw. zehnte Klasse und sind schon das ganze Schuljahr über mit dem Projekt beschäftigt. Zunächst haben sie ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck ermittelt – und dabei festgestellt, dass die meisten von ihnen exakt im deutschen Durchschnitt liegen: Wenn alle Menschen so viele Ressourcen verbrauchen würden wie wir, müsste es drei bis vier Erden geben statt eine. Im zweiten Schritt untersuchten die Jugendlichen, welche Orte in der Stadt für sie wichtig sind und wo sie sich viel aufhalten. Nun hat Phase drei begonnen, die Erkundung der Stadt. Sieben Gruppen schwärmen aus, um jeweils drei „Suchräume“ kritisch zu erkunden, vom Bahnhof über die Arnekengalerie und die Schuhstraße bis zu weniger zentralen Plätzen.

Zu jedem „Suchraum“ erstellen die SchülerInnen einen Steckbrief, der den Ist-Zustand skizziert und erste Antworten auf die Frage gibt: „Was ist zu tun?“ Themen wie Mobilität, Siedlungsgestalt, Recycling, Müllvermeidung und Gesundheit stehen dabei im Mittelpunkt. SozialpädagogInnen sowie Studierende der Bereiche Architektur, Bauingenieurwesen und Geografie unterstützen die Jugendlichen bei dieser anspruchsvollen Aufgabe.

„Das ist eine relativ einmalige Chance, die wir heute nutzen können“, sagte Cluster-Chef Christian Köpper beim Startschuss zum „Citybound“ zu den Schülerinnen und Schülern. „Ihr seid die, die morgen in dieser Stadt die Verantwortung tragen werden“, verdeutlichte Sozialdezernent Dirk Schröder den Ansatz des Projekts. Der Stadt sei es wichtig, dass Kinder und Jugendliche ihre Perspektiven und Impulse zur Stadtentwicklung beitragen. Birgit Böhm von „Mensch und Region“ ergänzte: „Das können auch ruhig Ideen sein, die ein bisschen abseits des Mainstream liegen.“

Nach dieser Stadtrallye der besonderen Art sind die Schülerinnen und Schüler für mehrere Tage in der HAWK zu Gast sein. Zusammen mit Studierenden der Fakultät Bauen und Erhalten werden sie ihre Gedanken und Vorschläge in einer Modellbauwerkstatt konkrete Gestalt annehmen lassen. Diese Modelle sollen schließlich am 10. Juni dem Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt werden.

Stadt Hildesheim

„Der Umbrella Code“ am Theater für Niedersachsen (TfN)

Das Theaterstück über Verfolgung und Widerstand der Swing-Kids im Nationalsozialismus für Jugendliche ab 12 Jahren feiert am 16. April 2015 Premiere im theo Hildesheim
Hamburg, im Jahr 1939: Wenn Hans, Marie und Freddy sich nach der Schule treffen, fachsimpeln sie über Swing-Schallplatten und die neuesten Trends aus England und aus den USA. Denn sie lieben den Jazz – in einer Zeit, in der Deutschland im Gleichschritt einer Katastrophe entgegen marschiert. Mit Mut und Leidenschaft untergraben sie den Stumpfsinn der NS-Ideologie, die alles Andersartige als „undeutsch“ und „entartet“ verfolgt. Während die Mehrheit ihrer Mitschüler an den Lagerfeuern der Hitlerjugend Volkslieder schmettert, lauschen Hans, Marie, Freddy und ihresgleichen den britischen „Feindsendern“. Sie bezeichnen sich als „Swing Kids“ und sind Teil einer Jugendbewegung, die ein geheimes Netzwerk in ganz Nazi-Deutschland unterhält. Ihr Erkennungszeichen und Bekenntnis zur anglo-amerikanischen Lebensart ist der stets geschlossen über dem Arm getragene Regenschirm (engl. umbrella). Betont (nach-)lässig gekleidet, spielen sie auf ihren tragbaren Plattenspielern die Musik von Duke Ellington und Louis Armstrong und provozieren ihr Umfeld durch öffentliches Hören in Parks, Freibädern oder Straßenbahnen – immer bereit zur Flucht, sobald sich ein NS-Scherge nähert. Doch eines Tages geht Freddy zu weit …
Umbrella

© Christiane Kundolf-Köhler

„Der Umbrella Code“ – eine Stückentwicklung von Karl-Heinz Ahlers (Regie), Thomas Esser, Hartmut Fiegen und Andrea zum Felde (Schauspiel) – ist eine Kooperation des TfN mit dem Hamburger Theater Fata Morgana. Karten für die Premiere am Donnerstag, 16. April, um 18 Uhr im theo des Stadttheaters kosten 6 Euro (ermäßigt 5 Euro) und sind im ServiceCenter (Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim), unter Telefon 0 51 21/16 93-16 93 oder unter http://www.tfn-online.de erhältlich. Weitere Vorstellungen in Hildesheim finden am 19., 20., 21. April, 20., 21., 22. Mai; 22., 23., 24. Juni statt. „Der Umbrella Code“ zeigt das TfN für Jugendliche ab 12 Jahren auf Anfrage auch in Schulen und anderen Einrichtungen. Infos und Termine erteilt die Leiterin des Jungen Theaters Dorothea Lissel per E-Mail an d.lissel@tfn-online.de oder unter Telefon 0 51 21/16 93-211.
Christine Nitschke

Erneuter Warnstreik in städtischen Kindertagesstätten am 07. April 2015

Aufgrund des Warnstreiks, zu dem die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di aufgerufen hat, bleiben folgende Kindertagesstätten am Dienstag, 07. April 2015, geschlossen: Maluki (die Hortfreizeit findet statt), Nordlicht, Hort Elisabethschule, Körnerstraße, Hort Gelbe Schule, Villa Weinhagen, OststadtStrolche, Himmelsthürchen und Hort Danziger Straße.

Folgende Kitas bieten eine Notbetreuung für die Kinder an, die die jeweilige Einrichtung besuchen: Villa Kunterbunt (nur für Kindergarten und Hort), Pusteblume, Hort Pfaffenstieg, Zeppelinstraße und Moritzberg (auch für Kinder der Kita Himmelsthürchen). Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass in diesen Einrichtungen ausschließlich Notdienste mit eingeschränkter Betreuungskapazität vorgehalten werden. Auch die Eltern von Kindern, die diese Einrichtungen besuchen, werden gebeten, die Betreuung ihrer Kinder am 07. April 2015 selbst zu organisieren.

Stadt Hildesheim

Die Kita Hort Nordwind nimmt nicht am Warnstreik teil.

Museumsverein ernennt Christian Grahl zum Ehrenvorsitzenden

Über dreizehn Jahre lang leitete Dr. Christian Grahl den Hildesheimer Museumsverein. Zum Dank beschlossen die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung seine Ehrenmitgliedschaft und der Vorstand seinen Ehrenvorsitz.

Grahl, seit dem 1. November Bürgermeister von Garbsen, ist neben seinem Vorgänger, Prof. Dr. Rudolf Keck, der zweite Ehrenvorsitzende des Museumsvereins. Sein bisheriger Stellvertreter, Dr. Hartmut Häger, hob in seiner Laudatio Grahls loyale und kollegiale Zusammenarbeit mit den Museumsleiterinnen und den Vorstandsmitgliedern hervor. Unter seiner Leitung beteiligte sich der Museumsverein finanziell und personell am Aufbau der Dauerausstellungen im Hauptgebäude und im Knochenhaueramtshaus. Das besondere Engagement für die Einbeziehung junger Menschen führte im Roemer- und Pelizaeus-Museum (RPM) zum Format „Junges Museum“ und im Verein zu einem sehr erfolgreichen Arbeitsschwerpunkt „Junge Mitglieder“. Mit dem Partnerverein „Freundeskreis Ägyptisches Museum Wilhelm Pelizaeus“ finden seit einigen Jahren gemeinsame Vorstandssitzungen und Veranstaltungen statt.

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Vorstand mit Ehrenvorsitzendem: Johannes Köhler, Hartmut Häger, Christian Grahl, Regine Schulz, Matthias Mehler, Dagmar Mai und Benita Hieronimi © Erhard Thiesen

Zu seinem Nachfolger wählte die Jahreshauptversammlung Hartmut Häger. Neuer stellvertretender Vorsitzender wurde Matthias Mehler. Dr. Ulrich Kumme wurde als Nachfolger des verstorbenen Dr. Jürgen Tietgen zum Beisitzer gewählt.

Häger stellte zu Beginn seines Rechenschaftsberichts Rainer Jebing als neuen Mitgliedsbetreuer vor. 958 Mitglieder zählt der Museumsverein aktuell. Sie förderten nach Auskunft des Schatzmeisters Dr. Johannes Köhler mit rund 20.000 Euro die Arbeit des Museums. Darüber hinaus beteiligten sich über hundert Mitglieder in den verschiedenen ehrenamtlichen Museumsdiensten. Die ebenfalls rund hundert jungen Mitglieder unter sechzehn werden im Verein von Benita Hieronimi und Dagmar Mai sowie museumspädagogisch von Christine Kundolf-Köhler betreut. Für Workshops und andere Unternehmungen stellt ihnen der Verein ein Budget von 3.000 Euro zur Verfügung. Häger kündigte an, dass zur Vorbereitung auf den 200. Geburtstag Hermann Roemers am 4. Januar 2016 das städtische Ehrengrab der Familie Roemer auf dem Lambertifriedhof auf Kosten des Vereins restauriert werden soll.

Museumsdirektorin Prof. Dr. Regine Schulz kündigte eine Ausstellung zur Erinnerung an den Museumsgründer Hermann Roemer für Mitte nächsten Jahres an. Für dieses Jahr präsentierten sie und ihre Mitarbeiter den Mitgliedern die Beiträge des RPM zum Stadtjubiläum. Zu diesem Thema passte auch der Vortrag des Diözesankonservators Prof. Dr. Karl Bernhard Kruse „Das frühe Hildesheim“, der die Mitglieder mit seinen aufsehenerregenden Grabungsfunden auf dem Domhügel beindruckte.

(th)

„Was entstanden ist, das muss vergehen – was vergangen, auferstehen!“

Im 4. Sinfoniekonzert am 18. April erklingt in St. Michaelis Mahlers „Auferstehungs-Symphonie“ 
„Es klingt alles wie aus einer anderen Welt herüber. (…) Man wird mit Keulen zu Boden geschlagen und dann auf Engelsfittichen zu den höchsten Höhen gehoben“ – so beschrieb der Komponist Gustav Mahler selbst sein Werk, das am Samstag, 18. April, um 20 Uhr in St. Michaelis zu Hildesheim erklingt: die Symphonie Nr. 2 c-moll „Auferstehungs-Symphonie“. Unter Leitung des Lüneburger Generalmusikdirektors Thomas Dorsch spielt die TfN-Philharmonie ihr 4. Sinfoniekonzert dieser Saison unter dem Titel „Was entstanden ist, das muss vergehen – was vergangen, auferstehen!“ als Gemeinschaftskonzert mit den Lüneburgern Symphonikern. Neben den beiden Orchestern bringen der TfN-Opernchor, der Symphonische Chor Hildesheim, der Haus- und Extrachor des Theaters Lüneburg und der Chor des Werner-von-Siemens-Gymnasiums in Bad Harzburg diese gewaltige symphonische Schöpfung zu Gehör. Als Solistinnen sind die Sopranistin Antonia Radneva und die Mezzosopranistin Neele Kramer aus dem TfN-Musiktheaterensemble vorgesehen. Karten kosten zwischen 10 und 35 Euro und sind im ServiceCenter (Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim), unter Telefon 0 51 21/16 93-16 93 oder unter http://www.tfn-online.de erhältlich. Um 19.20 Uhr informiert Musikdramaturg Ivo Zöllner vor Ort wie gewohnt in einer Einführung.
Christine Nitschke

Stadt in Licht und Schatten – Historische Blicke auf Hildesheim

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© Stadtmuseum Hildesheim

Am 9. April 2015 wird die Sonderausstellung um 19.00 Uhr im Stadtmuseum im Knochenhauer-Amtshaus eröffnet.

Als Weiterführung der Sonderausstellung „Hildesheim im Mittelalter – Die Wurzeln der Rose“ präsentiert das Stadtmuseum Hildesheim die 15 RosenOrte Hildesheims in historischen Ansichten.

Anhand von Aquarellen, Postkartenansichten, seltenen, bisher unveröffentlichten Fotografien und Glasdias wird der Besucher auf einen visuellen Rundgang durch das vergangene, das kriegszerstörte aber auch in das Hildesheim der Nachkriegszeit mitgenommen. Neben dem Stadtarchiv Hildesheim und dem Roemer- und Pelizaeus-Museum öffnen der Moritzberger Verein für Kultur und Geschichte vom Berge e.V., der Gerstenberg-Verlag sowie zahlreiche Privatpersonen ihre umfangreichen Bildarchive. Einen besonderen Schatz stellen dabei weitgehend unbekannte Farbaufnahmen aus der Vorkriegszeit dar, die Hildesheim in alter Schönheit zeigen und somit eine authentische Vorstellung eines verlorenen Stadtbildes vermitteln.

Auf diese Weise ergibt sich ein faszinierendes Portrait einer Stadt, die nicht ohne Grund in der Vorkriegszeit auch als „Nürnberg des Nordens“ bezeichnet wurde.

Ergänzt wird die Präsentation durch zeitgeschichtliche Objekte der Sammlung und Leihgaben von Hildesheimer Bürgerinnen und Bürgern. Außerdem wird ein detailgetreues Stadtmodell des historischen Marktplatzes mit seinen angrenzenden Straßenzügen sowie eine Inszenierung eines gründerzeitlichen Fotoateliers die Ausstellung bereichern.

Öffentliche Führungen durch die Sonderausstellung jeden 1. Und 3. Sonntag im Monat, Führungsgebühr 2,-€ pro Person., zzgl. Eintritt

23. April 2015, 19.00 Uhr, Vortrag zur Sonderausstellung
Stadt-Erkundung anhand von Ansichtskarten – Ein Medium von hohem dokumentarischem Wert
Kunsthistoriker Dr. Stefan Bölke, Hildesheim

17. Mai 2015, Internationaler Museumstag 11.00 bis 17.00 Uhr freier Eintritt Ganztägig: Licht und Schatten finden – eine knifflige Foto-Rallye für die ganze Familie

Kuratoren-Führungen um 11.00 / 14.30 / 15.30 Uhr durch die Sonderausstellung
mit Kunsthistoriker Dr. Stefan Bölke, Hildesheim

7. Juni 2015, Aktionstag Fotografie
Ganztägig: Zoom: finde die Details – eine knifflige Foto-Rallye für die ganze Familie14.30 bis 16.00 Uhr Tipps und Tricks rund um die Fotografie – mit der Kamera unterwegs

7. August 2015, 19.00 Uhr, Die Elektrische in Hildesheim
Beamer-Vortrag anlässlich des 110. Geburtstages der Hildesheimer Straßenbahn
Kunsthistoriker Dr. Stefan Bölke, Hildesheim
Weitere Informationen unter: http://www.stadtmuseum-hildesheim.de

Sarah Werner