Chrisam-Messe wieder im Hildesheimer Dom

Rahmenprogramm auf Domhof startet am 1. April 2015 um 15.00 Uhr

Zur Chrisam-Messe am Mittwoch, 1. April 2015, sind alle Jugendlichen sowie die Geistlichen, Hauptberuflichen und erwachsenen Ehrenamtlichen aus allen Pfarrgemeinden des Bistums in den Dom eingeladen.

In der Chrisam-Messe werden von Bischof Trelle die heiligen Öle geweiht, die bei der Spendung der Sakramente – Taufe, Firmung, Priesterweihe und Krankensalbung – eingesetzt werden. Sie sind Zeichen dafür, dass die Liebe Gottes die Menschen durch ihr ganzes Leben begleitet und stärkt. Der Gottesdienst im Dom beginnt um 18.00 Uhr. Rund um die Bischofskirche wird es aber schon im Vorfeld des Gottesdienstes bunt und lebhaft: Vor und nach dem Gottesdienst ist Gelegenheit zur Begegnung untereinander und mit den verschiedenen Jugendinitiativen des Bistums. Das Programm rund um den Dom startet bereits um 15.00 Uhr.

Bischöfliche Pressestelle Hildesheim

Schüler gestalten die Zukunft der Stadt

„We shape the future“ – wir gestalten die Zukunft – ist die Devise eines Projektes der Stadt Hildesheim, an dem sich 120 SchülerInnen beteiligen. Wie soll das Hildesheim von morgen aussehen? Wie muss die Stadt sich ändern, damit ihre Bewohnerinnen und Bewohner weniger auf Kosten anderer leben – besonders in ökologischer Hinsicht? Mit einem „Citybound“, einer interaktiven Stadtrallye, ist das Projekt nun in die heiße Phase eingetreten. Im Juni wollen die Jugendlichen ihre Ideen dem Stadtentwicklungsausschuss präsentieren.

Ein breites Spektrum von KooperationspartnerInnen ist an „We shape the future“ beteiligt. Das Ausgangskonzept wurde von Sabine Hartung entwickelt, Bildungskoordinatorin im Bereich Jugendsozialarbeit der Stadt Hildesheim. Sie holte zunächst Christine Söhlke vom Bereich Stadtplanung ins Boot, dann die Geschwister-Scholl-Schule, das Scharnhorst-Gymnasium, die Oskar-Schindler-Schule und die Hochschule HAWK. Die Sozialagentur Cluster und das Büro „Mensch und Region“ aus Hannover zeichnen für die Organisation verantwortlich. Ermöglicht wird das Ganze über eine Großspende der Alcoa Foundation, die 31.500 Dollar (rund 23.000 Euro) zur Verfügung stellt.

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Dirk Schröder (r.) mit den am Projekt teilnehmenden SchülerInnen beim Startschuss des „Citybound“ am PvH © Stadt Hildesheim

Die 120 SchülerInnen besuchen die neunte bzw. zehnte Klasse und sind schon das ganze Schuljahr über mit dem Projekt beschäftigt. Zunächst haben sie ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck ermittelt – und dabei festgestellt, dass die meisten von ihnen exakt im deutschen Durchschnitt liegen: Wenn alle Menschen so viele Ressourcen verbrauchen würden wie wir, müsste es drei bis vier Erden geben statt eine. Im zweiten Schritt untersuchten die Jugendlichen, welche Orte in der Stadt für sie wichtig sind und wo sie sich viel aufhalten. Nun hat Phase drei begonnen, die Erkundung der Stadt. Sieben Gruppen schwärmen aus, um jeweils drei „Suchräume“ kritisch zu erkunden, vom Bahnhof über die Arnekengalerie und die Schuhstraße bis zu weniger zentralen Plätzen.

Zu jedem „Suchraum“ erstellen die SchülerInnen einen Steckbrief, der den Ist-Zustand skizziert und erste Antworten auf die Frage gibt: „Was ist zu tun?“ Themen wie Mobilität, Siedlungsgestalt, Recycling, Müllvermeidung und Gesundheit stehen dabei im Mittelpunkt. SozialpädagogInnen sowie Studierende der Bereiche Architektur, Bauingenieurwesen und Geografie unterstützen die Jugendlichen bei dieser anspruchsvollen Aufgabe.

„Das ist eine relativ einmalige Chance, die wir heute nutzen können“, sagte Cluster-Chef Christian Köpper beim Startschuss zum „Citybound“ zu den Schülerinnen und Schülern. „Ihr seid die, die morgen in dieser Stadt die Verantwortung tragen werden“, verdeutlichte Sozialdezernent Dirk Schröder den Ansatz des Projekts. Der Stadt sei es wichtig, dass Kinder und Jugendliche ihre Perspektiven und Impulse zur Stadtentwicklung beitragen. Birgit Böhm von „Mensch und Region“ ergänzte: „Das können auch ruhig Ideen sein, die ein bisschen abseits des Mainstream liegen.“

Nach dieser Stadtrallye der besonderen Art sind die Schülerinnen und Schüler für mehrere Tage in der HAWK zu Gast sein. Zusammen mit Studierenden der Fakultät Bauen und Erhalten werden sie ihre Gedanken und Vorschläge in einer Modellbauwerkstatt konkrete Gestalt annehmen lassen. Diese Modelle sollen schließlich am 10. Juni dem Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt werden.

Stadt Hildesheim

„Der Umbrella Code“ am Theater für Niedersachsen (TfN)

Das Theaterstück über Verfolgung und Widerstand der Swing-Kids im Nationalsozialismus für Jugendliche ab 12 Jahren feiert am 16. April 2015 Premiere im theo Hildesheim
Hamburg, im Jahr 1939: Wenn Hans, Marie und Freddy sich nach der Schule treffen, fachsimpeln sie über Swing-Schallplatten und die neuesten Trends aus England und aus den USA. Denn sie lieben den Jazz – in einer Zeit, in der Deutschland im Gleichschritt einer Katastrophe entgegen marschiert. Mit Mut und Leidenschaft untergraben sie den Stumpfsinn der NS-Ideologie, die alles Andersartige als „undeutsch“ und „entartet“ verfolgt. Während die Mehrheit ihrer Mitschüler an den Lagerfeuern der Hitlerjugend Volkslieder schmettert, lauschen Hans, Marie, Freddy und ihresgleichen den britischen „Feindsendern“. Sie bezeichnen sich als „Swing Kids“ und sind Teil einer Jugendbewegung, die ein geheimes Netzwerk in ganz Nazi-Deutschland unterhält. Ihr Erkennungszeichen und Bekenntnis zur anglo-amerikanischen Lebensart ist der stets geschlossen über dem Arm getragene Regenschirm (engl. umbrella). Betont (nach-)lässig gekleidet, spielen sie auf ihren tragbaren Plattenspielern die Musik von Duke Ellington und Louis Armstrong und provozieren ihr Umfeld durch öffentliches Hören in Parks, Freibädern oder Straßenbahnen – immer bereit zur Flucht, sobald sich ein NS-Scherge nähert. Doch eines Tages geht Freddy zu weit …
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© Christiane Kundolf-Köhler

„Der Umbrella Code“ – eine Stückentwicklung von Karl-Heinz Ahlers (Regie), Thomas Esser, Hartmut Fiegen und Andrea zum Felde (Schauspiel) – ist eine Kooperation des TfN mit dem Hamburger Theater Fata Morgana. Karten für die Premiere am Donnerstag, 16. April, um 18 Uhr im theo des Stadttheaters kosten 6 Euro (ermäßigt 5 Euro) und sind im ServiceCenter (Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim), unter Telefon 0 51 21/16 93-16 93 oder unter http://www.tfn-online.de erhältlich. Weitere Vorstellungen in Hildesheim finden am 19., 20., 21. April, 20., 21., 22. Mai; 22., 23., 24. Juni statt. „Der Umbrella Code“ zeigt das TfN für Jugendliche ab 12 Jahren auf Anfrage auch in Schulen und anderen Einrichtungen. Infos und Termine erteilt die Leiterin des Jungen Theaters Dorothea Lissel per E-Mail an d.lissel@tfn-online.de oder unter Telefon 0 51 21/16 93-211.
Christine Nitschke

Erneuter Warnstreik in städtischen Kindertagesstätten am 07. April 2015

Aufgrund des Warnstreiks, zu dem die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di aufgerufen hat, bleiben folgende Kindertagesstätten am Dienstag, 07. April 2015, geschlossen: Maluki (die Hortfreizeit findet statt), Nordlicht, Hort Elisabethschule, Körnerstraße, Hort Gelbe Schule, Villa Weinhagen, OststadtStrolche, Himmelsthürchen und Hort Danziger Straße.

Folgende Kitas bieten eine Notbetreuung für die Kinder an, die die jeweilige Einrichtung besuchen: Villa Kunterbunt (nur für Kindergarten und Hort), Pusteblume, Hort Pfaffenstieg, Zeppelinstraße und Moritzberg (auch für Kinder der Kita Himmelsthürchen). Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass in diesen Einrichtungen ausschließlich Notdienste mit eingeschränkter Betreuungskapazität vorgehalten werden. Auch die Eltern von Kindern, die diese Einrichtungen besuchen, werden gebeten, die Betreuung ihrer Kinder am 07. April 2015 selbst zu organisieren.

Stadt Hildesheim

Die Kita Hort Nordwind nimmt nicht am Warnstreik teil.

Museumsverein ernennt Christian Grahl zum Ehrenvorsitzenden

Über dreizehn Jahre lang leitete Dr. Christian Grahl den Hildesheimer Museumsverein. Zum Dank beschlossen die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung seine Ehrenmitgliedschaft und der Vorstand seinen Ehrenvorsitz.

Grahl, seit dem 1. November Bürgermeister von Garbsen, ist neben seinem Vorgänger, Prof. Dr. Rudolf Keck, der zweite Ehrenvorsitzende des Museumsvereins. Sein bisheriger Stellvertreter, Dr. Hartmut Häger, hob in seiner Laudatio Grahls loyale und kollegiale Zusammenarbeit mit den Museumsleiterinnen und den Vorstandsmitgliedern hervor. Unter seiner Leitung beteiligte sich der Museumsverein finanziell und personell am Aufbau der Dauerausstellungen im Hauptgebäude und im Knochenhaueramtshaus. Das besondere Engagement für die Einbeziehung junger Menschen führte im Roemer- und Pelizaeus-Museum (RPM) zum Format „Junges Museum“ und im Verein zu einem sehr erfolgreichen Arbeitsschwerpunkt „Junge Mitglieder“. Mit dem Partnerverein „Freundeskreis Ägyptisches Museum Wilhelm Pelizaeus“ finden seit einigen Jahren gemeinsame Vorstandssitzungen und Veranstaltungen statt.

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Vorstand mit Ehrenvorsitzendem: Johannes Köhler, Hartmut Häger, Christian Grahl, Regine Schulz, Matthias Mehler, Dagmar Mai und Benita Hieronimi © Erhard Thiesen

Zu seinem Nachfolger wählte die Jahreshauptversammlung Hartmut Häger. Neuer stellvertretender Vorsitzender wurde Matthias Mehler. Dr. Ulrich Kumme wurde als Nachfolger des verstorbenen Dr. Jürgen Tietgen zum Beisitzer gewählt.

Häger stellte zu Beginn seines Rechenschaftsberichts Rainer Jebing als neuen Mitgliedsbetreuer vor. 958 Mitglieder zählt der Museumsverein aktuell. Sie förderten nach Auskunft des Schatzmeisters Dr. Johannes Köhler mit rund 20.000 Euro die Arbeit des Museums. Darüber hinaus beteiligten sich über hundert Mitglieder in den verschiedenen ehrenamtlichen Museumsdiensten. Die ebenfalls rund hundert jungen Mitglieder unter sechzehn werden im Verein von Benita Hieronimi und Dagmar Mai sowie museumspädagogisch von Christine Kundolf-Köhler betreut. Für Workshops und andere Unternehmungen stellt ihnen der Verein ein Budget von 3.000 Euro zur Verfügung. Häger kündigte an, dass zur Vorbereitung auf den 200. Geburtstag Hermann Roemers am 4. Januar 2016 das städtische Ehrengrab der Familie Roemer auf dem Lambertifriedhof auf Kosten des Vereins restauriert werden soll.

Museumsdirektorin Prof. Dr. Regine Schulz kündigte eine Ausstellung zur Erinnerung an den Museumsgründer Hermann Roemer für Mitte nächsten Jahres an. Für dieses Jahr präsentierten sie und ihre Mitarbeiter den Mitgliedern die Beiträge des RPM zum Stadtjubiläum. Zu diesem Thema passte auch der Vortrag des Diözesankonservators Prof. Dr. Karl Bernhard Kruse „Das frühe Hildesheim“, der die Mitglieder mit seinen aufsehenerregenden Grabungsfunden auf dem Domhügel beindruckte.

(th)

„Was entstanden ist, das muss vergehen – was vergangen, auferstehen!“

Im 4. Sinfoniekonzert am 18. April erklingt in St. Michaelis Mahlers „Auferstehungs-Symphonie“ 
„Es klingt alles wie aus einer anderen Welt herüber. (…) Man wird mit Keulen zu Boden geschlagen und dann auf Engelsfittichen zu den höchsten Höhen gehoben“ – so beschrieb der Komponist Gustav Mahler selbst sein Werk, das am Samstag, 18. April, um 20 Uhr in St. Michaelis zu Hildesheim erklingt: die Symphonie Nr. 2 c-moll „Auferstehungs-Symphonie“. Unter Leitung des Lüneburger Generalmusikdirektors Thomas Dorsch spielt die TfN-Philharmonie ihr 4. Sinfoniekonzert dieser Saison unter dem Titel „Was entstanden ist, das muss vergehen – was vergangen, auferstehen!“ als Gemeinschaftskonzert mit den Lüneburgern Symphonikern. Neben den beiden Orchestern bringen der TfN-Opernchor, der Symphonische Chor Hildesheim, der Haus- und Extrachor des Theaters Lüneburg und der Chor des Werner-von-Siemens-Gymnasiums in Bad Harzburg diese gewaltige symphonische Schöpfung zu Gehör. Als Solistinnen sind die Sopranistin Antonia Radneva und die Mezzosopranistin Neele Kramer aus dem TfN-Musiktheaterensemble vorgesehen. Karten kosten zwischen 10 und 35 Euro und sind im ServiceCenter (Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim), unter Telefon 0 51 21/16 93-16 93 oder unter http://www.tfn-online.de erhältlich. Um 19.20 Uhr informiert Musikdramaturg Ivo Zöllner vor Ort wie gewohnt in einer Einführung.
Christine Nitschke

Stadt in Licht und Schatten – Historische Blicke auf Hildesheim

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© Stadtmuseum Hildesheim

Am 9. April 2015 wird die Sonderausstellung um 19.00 Uhr im Stadtmuseum im Knochenhauer-Amtshaus eröffnet.

Als Weiterführung der Sonderausstellung „Hildesheim im Mittelalter – Die Wurzeln der Rose“ präsentiert das Stadtmuseum Hildesheim die 15 RosenOrte Hildesheims in historischen Ansichten.

Anhand von Aquarellen, Postkartenansichten, seltenen, bisher unveröffentlichten Fotografien und Glasdias wird der Besucher auf einen visuellen Rundgang durch das vergangene, das kriegszerstörte aber auch in das Hildesheim der Nachkriegszeit mitgenommen. Neben dem Stadtarchiv Hildesheim und dem Roemer- und Pelizaeus-Museum öffnen der Moritzberger Verein für Kultur und Geschichte vom Berge e.V., der Gerstenberg-Verlag sowie zahlreiche Privatpersonen ihre umfangreichen Bildarchive. Einen besonderen Schatz stellen dabei weitgehend unbekannte Farbaufnahmen aus der Vorkriegszeit dar, die Hildesheim in alter Schönheit zeigen und somit eine authentische Vorstellung eines verlorenen Stadtbildes vermitteln.

Auf diese Weise ergibt sich ein faszinierendes Portrait einer Stadt, die nicht ohne Grund in der Vorkriegszeit auch als „Nürnberg des Nordens“ bezeichnet wurde.

Ergänzt wird die Präsentation durch zeitgeschichtliche Objekte der Sammlung und Leihgaben von Hildesheimer Bürgerinnen und Bürgern. Außerdem wird ein detailgetreues Stadtmodell des historischen Marktplatzes mit seinen angrenzenden Straßenzügen sowie eine Inszenierung eines gründerzeitlichen Fotoateliers die Ausstellung bereichern.

Öffentliche Führungen durch die Sonderausstellung jeden 1. Und 3. Sonntag im Monat, Führungsgebühr 2,-€ pro Person., zzgl. Eintritt

23. April 2015, 19.00 Uhr, Vortrag zur Sonderausstellung
Stadt-Erkundung anhand von Ansichtskarten – Ein Medium von hohem dokumentarischem Wert
Kunsthistoriker Dr. Stefan Bölke, Hildesheim

17. Mai 2015, Internationaler Museumstag 11.00 bis 17.00 Uhr freier Eintritt Ganztägig: Licht und Schatten finden – eine knifflige Foto-Rallye für die ganze Familie

Kuratoren-Führungen um 11.00 / 14.30 / 15.30 Uhr durch die Sonderausstellung
mit Kunsthistoriker Dr. Stefan Bölke, Hildesheim

7. Juni 2015, Aktionstag Fotografie
Ganztägig: Zoom: finde die Details – eine knifflige Foto-Rallye für die ganze Familie14.30 bis 16.00 Uhr Tipps und Tricks rund um die Fotografie – mit der Kamera unterwegs

7. August 2015, 19.00 Uhr, Die Elektrische in Hildesheim
Beamer-Vortrag anlässlich des 110. Geburtstages der Hildesheimer Straßenbahn
Kunsthistoriker Dr. Stefan Bölke, Hildesheim
Weitere Informationen unter: http://www.stadtmuseum-hildesheim.de

Sarah Werner

Hildesheimer Dom-Uhus sind zurückgekehrt

Webcam überträgt rund um die Uhr Live-Bilder ins Internet

Im vergangenen Jahr hatten sie für reichlich Wirbel auf dem Hildesheimer Domhof gesorgt, jetzt sind sie wieder da: Die Hildesheimer Dom-Uhus sind zurück. Erneut haben sie sich im Westwerk des Hildesheimer Doms angesiedelt. Vogelinteressierte können das Leben der Tiere im Internet verfolgen, eine Webcam überträgt auf der Seite des Hildesheimer Doms (http://www.dom-hildesheim.de/dom-uhus-hildesheim) rund um die Uhr Livebilder.

Jürgen Selke-Witzel, Umweltbeauftragter des Bistums Hildesheim, hatte eigentlich gehofft, die Uhus für einen anderen Brutplatz auf dem Domhof begeistern zu können: In einer Dachschräge zum Kreuzgang des Doms war extra ein Nistkasten eingerichtet worden, der Uhus eine komfortable Unterkunft bietet. Das Quartier auf dem Westwerk war nämlich ursprünglich für Turmfalken konzipiert und in früheren Jahren auch von solchen bewohnt worden. Als im vergangenen Jahr dann erstmals Uhus dort eingezogen waren, hatte es einige Schreckmomente gegeben: Nachdem die drei Jungvögel alt genug waren, um das Nest zu verlassen, war einer nach dem anderen den Turm hinab gesegelt. Zwar hatten die Vögel den Sprung  aus 30 Metern Höhe gut überstanden, allerdings waren sie mitten in den Bauarbeiten rund um den Dom gelandet.

Problematisch an der Unterbringung war allerdings nicht in erster Linie die Höhe des Nistkastens, sondern die sogenannte Infantenphase der Jungtiere. So nennt sich die Zeit nach dem Verlassen des Nestes, während der die Uhus zu Fuß auf dem Boden unterwegs sind. Zwar ist der Domhof im Grunde auch für diese Phase ein gutes Zuhause, schließlich sind hier nur wenige Autos unterwegs. Allerdings führen mehrere Zugänge zu vielbefahrenen Straßen und in die Innenstadt, wo es dann doch wieder gefährlich für die Jungtiere werden könnte. Daher sollten die Uhus in diesem Jahr für die neue Unterkunft am Kreuzgang begeistert werden. Der Abstieg der Jungvögel wäre dort erheblich weniger steil, zudem könnten die Jungen die Infantenphase im geschützten Bereich des Kreuzwegs verbringen. Überdies bestand Hoffnung darauf, im Westwerk selbst weiter Turmfalken beheimaten zu können. Um das alles zu erreichen war extra der Zugang zum Nistkasten im Westwerk verengt worden, sodass eigentlich nur Turmfalken, nicht aber Uhus dort hatten hineingelangen sollen. Doch die Uhus hatten offenkundig andere Pläne und zwängten sich schlankerhand durch den engen Zugang. Inzwischen wurde die Verengung wieder rückgängig gemacht, um den Uhus den Zugang zu dem Nistplatz einfach zu ermöglichen.

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Uhu aus dem letztem Jahr © Bistum Hildesheim Weitere Bilder unter: https://flic.kr/s/aHsjXCN7RW

Ob sie auch in diesem Jahr wieder Nachwuchs haben werden, wird sich zeigen, zumindest liegen schon wieder drei Eier im Nistplatz. Voriges Jahr waren drei Jungvögel zur Welt gekommen. Alle drei waren von den Eltern gut versorgt worden, eines der Jungtiere war allerdings von Trichomonaden befallen, einer Parasitenart, die über die Nahrungsaufnahme auf Uhus übertragen wird. Leider wurde dies erst festgestellt, als es für eine Behandlung bereits zu spät war, sodass das Jungtier bei der Notbehandlung in der Artenschutz- und Auffangstation Sachsenhagen verstarb. Für die beiden überlebenden Uhus übernahmen der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle und Weihbischof em. Hans-Georg Koitz eine Patenschaft.

Bischöfliche Pressestelle Hildesheim

Sonderausstellung „Hildesheim im Mittelalter – Die Wurzeln der Rose“ im Roemer- und Pelizaeus- Museum

2015 feiern Bistum und Stadt Hildesheim gemeinsam ihr Jubiläumsjahr. Im Rahmen des Jubiläumsprogramms präsentiert das Roemer- und Pelizaeus- Museum vom 31. März bis 4. Oktober 2015 die große Sonderausstellung „Hildesheim im Mittelalter – Die Wurzeln der Rose“.

Ausstellungsmotiv

© Roemer- und Pelizaeus- Museum

In dieser widmen sie sich den ersten fünf Jahrhunderten der Hildesheimer Geschichte und veranschaulichen die besondere Rolle der Stadt als kirchliches und weltliches Machtzentrum im mittelalterlichen Norddeutschland. Den Kern der Ausstellung bilden archäologische Funde aus den Sammlungen des Roemer- und Pelizaeus- Museums, der Stadtarchäologie sowie der Grabung im Bereich des Hildesheimer Doms, die zum größten Teil nie ausgestellt werden.

Schwurbuendnis

Schwurbündnis Die Urkunde bezeugt das Ende mehrjähriger Streitigkeiten und Unruhen und veränderte Hildesheims Verfassung. Nun waren nicht mehr nur Patrizier am Stadtregiment beteiligt. sondern auch Vertreter der Handwerker-Gilden und der Bürger. © Stadtarchiv Hildesheim

Moderne Medien, Elemente zum aktiven Erforschen des Mittelalters und ein breitgefächertes Rahmen und Vermittlungsprogramm runden das Ausstellungserlebnis an. So wurde eine Audioguide in Zusammenarbeit des Roemer- und Pelizaeus- Museums mit der Stiftung Universität Hildesheim und Radio Tonkuhle produziert. Zudem wurde zur Einführung in die Ausstellung und zum Eintauchen in die Stadtgeschichte eine animiertes Stadtmodelle entwickelt, welches später im neuen Welcome – Center seinen festen Platz finden wird. An vier Mitmachstationen können BesucherInnen selber aktiv werden. So gibt es eine unter anderem Münzprägestation und eine mittelalterliche „Schreibstube“.

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Animiertes Stadtmodelle © Yasmin Pink

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Münzprägestation © Yasmin Pink

Das Exponat der Schau schlechthin ist jedoch die „Stadt Hildesheim“. Anhand von 15 ausgewählten Orten soll die Entwicklung der Stadt verdeutlicht werden.

Die 15 Stationen der Ausstellung korrespondieren mit den 13 „RosenOrten“, die jetzt auch im Hildesheimer Stadtbild zu finden sind. Die Orte sind durch rote Stelen im Stadtraum gekennzeichnet und geben Auskunft über 15 geschichtsträchtige Orte Hildesheims, die jeweils durch ein Guckloch angeschaut werden können. Neben großen kulturellen Stätten wie den Welterbekirchen Mariendom und St. Michaelis stehen auch die Wohnorte und Wege der Handwerker und Händler der mittelalterlichen Stadt, die Klöster, die Stadtbefestigung und das frühere jüdische Viertel im Fokus der „RosenOrte“.

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Wegweiser zu den 15 Stationen © Yasmin Pink

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Rosen-Ort Nr. 8 Gerberei am Pfaffenstieg © Yasmin Pink

Freilaufende Hunde gefährden Tierwelt in Naturschutzgebieten

Hunde müssen in Naturschutzgebieten zum Schutz der dort lebenden Tiere ganzjährig auf den Wegen geführt werden. Darauf weist die Stadt Hildesheim vor dem Hintergrund, dass in den vergangenen Jahren aufgrund freilaufender Hunde mehrfach weidende Schafe im Naturschutzgebiet „Lange Dreisch und Osterberg“ zu Tode kamen, zum wiederholten Male hin. „Insgesamt neun Schafe kamen bisher um, sieben Lämmer wurden zu Tode getreten, nachdem Hunde die zur Landschaftspflege eingesetzte Herde in Panik versetzt hatten“, berichtet Guido Madsack von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Hildesheim. Immer wieder seien jedoch im NSG freilaufende Hunde zu beobachten.

Neues Bild

Hutelandschaft des NSG Lange Dreisch und Osterberg © Stadt Hildesheim

Der ehemalige Standortübungsplatz Hildesheim zwischen Himmelsthür und Giesen ist Teil des europäischen Netzes „Natura 2000“ und wurde daher im Jahr 2011 von der Stadt Hildesheim als 245 Hektar großes Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen. Dieses bietet zahlreichen schutzbedürftigen Arten wie Wildkatze, Wendehals, Feldlerche, Wiesenpieper und Neuntöter geeignete Lebensstätten.

Ebenfalls ein Sorgenkind bezüglich freilaufender Hunde ist das 2013 vom Rat der Stadt Hildesheim vergrößerte NSG „Gallberg“. Dort wurden in den vergangenen Jahren Äcker in Weideland umgewandelt, das unter anderem Bodenbrütern als Lebensraum dienen soll. Diese nun bequem begehbaren Flächen werden leider – trotz NSG-Beschilderung – von Hundehaltern als Freilaufbereiche genutzt.

Natürlich möchten Hunde gern ihren Bewegungsdrang austoben. Daher hat die Stadt Hildesheim entsprechende Freilaufflächen eingerichtet, auf denen Hunde ganzjährig frei laufen gelassen werden können. Unter www.hildesheim.de/hundefreilaufflaechen finden sich dazu entsprechende Informationen.

Die genauen Abgrenzungen, der Schutzzweck und die Regelungen der NSG können in den Verordnungen bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Hildesheim oder unter www.hildesheim.de eingesehen werden. Weitere Informationen bieten das Faltblatt „Lange Dreisch und Osterberg“ sowie die Broschüren „Naturerlebnisgebiet Kleeblatt – Vier Landschaften zwischen Osterberg und Innerste“ und „Naturerlebnispfad Gallberg“. Für Auskünfte zu den NSG steht die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Hildesheim gern zur Verfügung (Telefon 05121/301-3166, g.madsack@stadt-hildesheim.de).

Stadt Hildesheim

Osterfeuer in Hildesheim 2015

Ostern ohne Osterfeuer, unvorstellbar. Die Stadt Hildesheim hat in diesem Jahr elf Osterfeuer genehmigt.

Am Donnerstag, 2. April 2015, beginnt die Stadtjugendpflege auf dem Aktivspielplatz in der Von-Thünen-Straße 7 mit vielen weiteren Aktionen wie Spiele, Eiersuche, Basar, Stockbrot (bitte einen eigenen Stock von mind. 1.70 m mitbringen) und Flohmarkt. Um 18.00 Uhr startet dann das Osterfeuer

Sonnabend, 4. April 2015:

18.00 Uhr, Obstplantage/Einum; 18.30 Uhr, Sportplatz des FC Concordia Hildesheim

18.00 Uhr Parkplatz Wildgatter/Ochtersum

19.00 Uhr, Baccenroder Stieg/Marienrode und

20.00 Uhr, Gronauer Stieg/Sorsum

bei Einbruch der Dunkelheit auf Galgenberg, Gärtnereigelände Lehnhoff am Karrenweg

Ostersonntag, 5. April 2015:

18.00 Uhr, Sportplatz/Bavenstedt

19.00 Uhr, In der Ilse/Achtum

19:00 Uhr, Auf dem Gallberg, Freiw. Feuerwehr Hth.

19.30 Uhr, Itzumer Hauptstraße 30/ Pfarrgarten St. Georg

Installation zum Mitnehmen – Rote Windräder erinnern an die Tage nach der Zerstörung Hildesheims

Am Donnerstag, 26. März, dürfen Hildesheimerinnen und Hildesheimer sowie ihre Gäste etwas tun, was sonst verboten ist: Sie dürfen den Teil einer Installation im Stadtraum mitnehmen. Rund 5.000 Windräder pflastern an diesem Tag einen Teil des Hildesheimer Marktplatzes. „Alle sind eingeladen, ein Windrad mitzunehmen und bei sich daheim in den Garten, auf dem Balkon oder ins Fenster zu stellen und somit ein Stück Jubiläum sichtbar zu machen“, sagt Anke Persson vom Büro 1200. Die interaktive Installation erinnert an die Tage nach der Zerstörung Hildesheims am 22. März 1945. Die Windräder versinnbildlichen den Gleichmut des Windes, der heute so wie vor 70 Jahren über den Marktplatz weht.

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© Anke Persson

Der Titel des Projekts „Der Wind geht über das Land“ ist angelehnt an ein Lied von Reinhard Mey. Es beschreibt, wie wenig es den Wind kümmert, was auf der Erde geschieht. Der Hildesheimer Marktplatz wurde am 22. März 1945 bis auf einige Fassaden vollständig zerstört. Heute flanieren die Gäste und Bürger der Stadt über ein restauriertes Schmuckstück Hildesheims. Ob 1945 oder 2015, der Wind weht über den Platz. Er kennt keine Kriege, keine Zerstörung, kein Vergessen oder Erinnern. Die interaktive Installation verbindet das Damals mit dem Heute.

Mitglieder des Soroptimist International Club Hildesheim stecken in einer mehrstündigen „Hands on!“-Aktion die 5.000 Windräder am Donnerstagmorgen auf Strohballen, die wie ein Labyrinth auf dem Marktplatz verteilt sind. Bürgerinnen und Bürger sowie ihre Gäste können im Anschluss, von 9 bis 13 Uhr, die Windräder mitnehmen. Wer das zeitlich nicht schafft, kann sich ein Windrad kostenlos in der tourist-information im Tempelhaus abholen.

Anke Persson

Hans-Peter Lehmann ist neues Ehrenmitglied der Freunde des TfN

Seine Ernennung erfolgte bei der jährlichen Mitgliederversammlung am 18. März
„Ein besseres Theater können wir uns nicht wünschen“ – mit diesen Worten leitete Dieter Höper, der Vorsitzende der Freunde des Theaters für Niedersachsen e.V., die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung am vergangenen Mittwoch im Hildesheimer Stadttheater ein. In seinem Bericht dankte und würdigte Höper zunächst die Theaterarbeit aller TfN-Mitarbeiter auf, vor und hinter der Bühne. Die finanzielle Förderung des Jungen Theaters sowie des Kinder- und Jugendchores in Höhe von jährlich 2.500 Euro ist und bleibt ein Hauptanliegen des Vereins. Höper hob zudem den Produktionszuschuss für die Operninszenierung „Gespräche der Karmeliterinnen“ von Francis Poulenc in Höhe von 9.000 Euro hervor – dies sei einzig der Spendenbereitschaft der Mitglieder zu verdanken. Das Land Niedersachsen verdoppelte diese Summe im Rahmen des Programms „Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements“.
Lehmann und Höper_18. März 2015

Hans-Peter Lehmann (l.) und Dieter Höper (r.) © Christine Nitschke

Besondere Ehre wurde dem Regisseur und ehemaligen Intendanten der Staatsoper Hannover Prof. Hans-Peter Lehmann zu teil. Die Freunde des TfN ernannten ihn zu ihrem Ehrenmitglied. „Es ist uns eine große Freude und von besonderer Bedeutung, Sie in unseren Reihen zu wissen“, betonte Höper. Der 80-jährige Lehmann hat in der Vergangenheit insgesamt fünf Musiktheaterwerke am TfN in Szene gesetzt und nahm die Würdigung durch den Freundeskreis gerne an. Die Freunde des TfN e.V. mit über 300 Mitgliedern unterstützen das Hildesheimer Theater finanziell und ideell – und machen Theater so in besonderer Weise erlebbar. Sie tragen zu einer Vertiefung der Kontakte zu den Machern und Künstlern bei, ermöglichen Anschaffungen für alle Sparten und organisieren Veranstaltungen.
Christine Nitschke

Warnstreik schränkt Betreuung in städtischen Kindertagesstätten ein

Aufgrund eines Warnstreiks, zu dem die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di aufgerufen hat, bleiben folgende Kindertagesstätten am Freitag, 20. März, geschlossen: Maluki, Nordlicht, Hort Elisabethschule, Hort Nordwind, Körnerstraße, Hort Gelbe Schule, Moritzberg.

Folgende Kitas bieten eine Notbetreuung für die Kinder an, die die jeweilige Einrichtung besuchen: Die Oststadtstrolche, Villa Kunterbunt, Villa Weinhagen, Zeppelinstraße, Danziger Straße und Himmelsthürchen (auch für Kinder der Kita Moritzberg). Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass in diesen Einrichtungen ausschließlich Notdienste mit eingeschränkter Betreuungskapazität vorgehalten werden. Auch die Eltern von Kindern, die diese Einrichtungen besuchen, werden gebeten, die Betreuung ihrer Kinder am 20. März selbst zu organisieren.

Die Kita Hort Pfaffenstieg nimmt nicht am Warnstreik teil. Die Kita Pusteblume hat am 20.03.2015 aufgrund einer Fortbildung geschlossen.

Stadt Hildesheim

Matinee zu „Schnee“

Das künstlerische Team informiert am 29. März über die kommende TfN-Schauspielpremiere
Wie kam das Buch des türkischen Schriftstellers und Literatur-Nobelpreisträgers Orhan Pamuk zu seinem Titel „Schnee“? Und wie adaptiert man eigentlich einen Roman für die Bühne? Diese und weitere Fragen zu Werk und Autor beantwortet Dramaturgin Cornelia Pook im Gespräch mit Regisseur Martin Süß in einer Matinee am Sonntag, 29. März, um 11.15 Uhr im Großen Haus. Das Schauspiel „Schnee“ feiert am Samstag, 11. April, um 19.30 Uhr, Premiere am Theater für Niedersachsen (TfN). Die Schauspieler Joëlle Rose Benhamou, Dennis Habermehl und Moritz Nikolaus Koch sowie der Musiker Thomas Strecker präsentieren zudem erste Szenen aus dem Stück, das von einer Gesellschaft zwischen Orient und Okzident erzählt. Karten für die Premiere und die Folgevorstellungen im Hildesheimer Stadttheater kosten zwischen 8 und 26 Euro und sind im ServiceCenter (Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim), unter Telefon (0 51 21) 16 93 16 93 und im Internet unter http://www.tfn-online.de erhältlich. Der Eintritt bei der Matinee ist frei.
Christine Nitschke