Vortrag: Neues zum Feldhamster

Auf und in den guten Böden der Hildesheimer Börde ist der Feldhamster noch anzutreffen, während er vielerorts in Deutschland und Europa bereits von den Feldern verschwunden ist. Die Ursachen dieses beängstigenden Rückgangs einer streng geschützten Tierart und was dagegen unternommen werden kann erläutert Frau Nina Lipecki am kommenden Mittwoch dem 8. Februar in einem Vortrag. Sie hat sich in den letzten Jahren ehrenamtlich intensiv mit diesem Nagetier und seiner Lebensweise beschäftigt und Feldhamstervorkommen im Raum Hildesheim und darüber hinaus erfasst. Mit Hilfe ehrenamtlicher Mitarbeiter sollen die Kartierungen in diesem Jahr fortgeführt werden. Der Vortragsabend ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der BUND Kreisgruppe Hildesheim und des ornithologischen Vereins zu Hildesheim und beginnt um 19:00 Uhr im Nachbarschaftszentrum b-west, Alfelder Straße, Ecke Hachmeisterstraße.

Matthias Köhler

ERKENNTNISSE DER CT-UNTERSUCHUNG VON DREI ÄGYPTISCHEN MUMIEN IM RAHMEN DES HILDESHEIMER MUMIENFORSCHUNGSPROJEKTES

Am  01.02.2017  wurden  drei  Mumien  im  Computertomographen des St. Bernward Krankenhauses in Hildesheim untersucht. Es handelt sich um eine Mumie aus dem UniversitätsMuseum Aberdeen und um zwei Mumien aus der anthropologischen  Sammlung  der  Georg  August-Universität  Göttingen.

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© RPM, Foto: Sh. Shalchi
Bisher liegen vorläufige Ergebnisse zu der ersten Mumie vor. Es handelt sich –  Inschriften auf dem Sarg zufolge  –  um den Körper einer Frau, die um 400 v. Chr. in der Region Luxor in Oberägypten lebte und die den Titel nebet per (= Herrin des Hauses)  führte.  Über  den  Zustand  der  Mumie  war  vor  der Untersuchung nichts bekannt. Die Mumie ist äußerlich völlig intakt  und  mit  einem  Perlennetz  verziert.  Unter  den  Binden offenbart  sich  ein  Erhaltungszustand,  der auf  höchstes Balsamierungsniveau schließen lässt. Die inneren Organe wurden  sorgfältig  entfernt  und  die  Leibeshöhlen  wurden  mit  einem  noch  nicht  eindeutig identifizierten  Füllmaterial  ausgestopft. Dabei ist es den Balsamierern gelungen, die Körperkonturen lebensnah zu erhalten. Auch das Gehirn wurde entfernt und in die Schädelhöhle wurden Füllmaterialien eingebracht.  Der  gesamte  Körper  wurde  mit  etlichen  Lagen  Leinenbinden  umwickelt,  deren  Zahl  wir  auf  ca.  fünfzig  schätzen. Eine Balsamierung, bei der alle Leibeshöhlen vollständig  ausgefüllt  wurden  und  bei  der  eine  so  enorme  Menge Leinenstoffe  eingesetzt  wurde,  ist  außergewöhnlich  und spiegelt  die Zugehörigkeit  der  oder  des  Verstorbenen  zur ägyptischen Oberschicht wider. Die Inschriften auf dem Sarg zeigen deutlich, dass es sich um eine Frau handelt. Dennoch gibt es Fälle, in denen Sarg und Mumie nicht zusammenge- hören, weshalb erst eine anthropologische Begutachtung das Geschlecht  eindeutig  bestätigen  kann.  Diese  und  weitere Ergebnisse  sind  in  den  kommenden  Wochen  zu  erwarten. Dabei  wird  auch  nach  Hinweisen  auf  Krankheiten  oder  die Todesursache  gesucht,  die  bei  ägyptischen  Mumien  aber meist nicht feststellbar ist, da die inneren Organe in der Regel  –  wie auch bei dieser Mumie  –  fehlen. Neben der Ganzkörperuntersuchung  wurde  eine  besonders  hochauflösende Untersuchung des Schädels durchgeführt, auf deren Grundlage  in  den  nächsten  Wochen  eine  Gesichtsrekonstruktion erfolgen  wird.  Auffallend  war  bei  der  ersten  Begutachtung des  Schädels,  dass  zahlreiche  Zähne  fehlen,  während  die Wirbelsäule wenig Abnutzungserscheinungen erkennen lässt
und dem ersten Eindruck zufolge auf ein eher jüngeres Sterbealter schließen lässt.

Die  Untersuchung  erfolgte  im  Rahmen  des  Hildesheimer Mumienforschungsprojektes,  das  ursprünglich  2015  im  Vorfeld  der  großen  Sonderausstellung  ‚Mumien  der  Welt’  begonnen wurde und nun dauerhaft fortgeführt werden soll. Es wurden  bereits  zahlreiche  Mumien  aus  Ägypten,  Peru  und von den Kanarischen Inseln sehr erfolgreich untersucht, wobei der Schwerpunkt bislang auf den bildgebenden Verfahren liegt.  Zukünftig  ist  jedoch  eine  Ausweitung  des  Methodenspektrums  geplant,  um  die  in  den  Mumien  enthaltenen  Informationen so weit wie möglich zugänglich zu machen, wobei dem Projekt als tragende Säulen drei Zielsetzungen, die sich  an  Vergangenheit,  Gegenwart  und  Zukunft  orientieren, zugrunde liegen:

•Es  sollen  Informationen  über  die  Verstorbenen  selbst,  ihre Lebensweise  und  –  soweit  möglich  –  die  Herkunftsgesellschaften erschlossen werden. Die Mumien sollen in den Kontext  ihrer  Kultur  und  ihrer  Zeit  eingebettet  werden  und  die dahinter  stehenden  Persönlichkeiten  sollen  rekonstruiert werden.
•Zugleich  werden  die  Mumien  auf  ihren  restauratorischen Bedarf  hin  untersucht.  Dies  ist  Teil  unserer  Achtung  und Wertschätzung  für  die  Verstorbenen,  die  für  uns  eine  wertvolle Quelle sind, die zugleich aber auch verdienen, mit größtem  Respekt  behandelt  zu  werden  und  deren  weitere  Existenz  auf  diese  Weise  gesichert  wird.  So  soll  dem  Wunsch dieser  Menschen,  in  Erinnerung  zu  bleiben,  auf  zweierlei Weise  begegnet  werden  –  indem  ihre  Körper  erhalten  werden  und  ihre  Namen  und Lebensläufe  der  Vergessenheit entrissen werden.
•Das  Hildesheimer  Mumienforschungsprojekt  ist  aber  auch zukunftsorientiert.  Mumien  sind  wertvolle  Quellen  nicht  nur für die historische sondern auch für die biologische und medizinische  Forschung.  Zum  Beispiel  sind  in  den  Mumien
Krankheitserreger  konserviert,  die  isoliert  werden  können und  deren  sequenzierte  Genome  wertvolle  Informationen über die Evolution dieser Bakterien liefern können, die unmittelbaren Eingang in die medizinische Forschung finden, besonders  im  Zusammenhang  mit  der  Resistenzentwicklung von Bakterien gegen Antibiotika, die ein immer drängenderes Problem  darstellt.  Es  ist  zu  erwarten,  dass  die  Mumienforschung auf diese Weise  zunehmenden Anteil an der Bewältigung ganz aktueller Probleme der Gegenwart und der Zukunft haben wird.

Oliver Gauert

Zum Start der Kindertheaterwoche lädt das TfN am 5. Februar zum großen Kinderfest. Alle kleinen und großen Theaterfans können Theaterspielen und Tanzen, Schminken und Basteln, Zuhören und Staunen.

Im Rahmen der 25. Kindertheaterwoche am TfN findet am Sonntag, 5. Februar 2017, das traditionelle Kinderfest im Stadttheater Hildesheim statt. Von 12 bis 14.30 Uhr sind die verschiedenen Räumlichkeiten des Theaters geöffnet und ein abwechslungsreiches Mitmachprogramm steht für alle Theaterfans bereit. Angelehnt an die Familienoper „Peter Pan“, die das TfN im Anschluss an das Kinderfest um 15 Uhr zeigt, nehmen die Theatermacher Groß und Klein mit in die Heimat der verlorenen Jungs, von Piraten und Indianern.

Im oberen Foyer gibt es die Gelegenheit, Augenklappen, Feenkränze und jede Menge anderen schicken Indianer- und Piratenschmuck zu basteln. Bei einem Schminkworkshop werden die Kinder in die unterschiedlichen Figuren der Geschichte „Peter Pan“ verwandelt und können dann im Ballettsaal ihre Verwandlung vollenden. Denn dort stehen verschiedene Kostüme und Accessoires aus dem Kostümfundus bereit.

 

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Kinderfest 2016 © TfN

Zum selbst aktiv werden laden vier zwanzigminütige Schauspiel-Workshops auf der Probebühne 2 ein. Gemeinsam mit Theaterpädagogin Jenny Holzer suchen die Teilnehmer jeder Altersstufe allein mit ihrer Stimme, ihrem Körper und der Fantasie nach ihrem eigenen Nimmerland. Im Peter Pan Parcour warten von 12.30 bis 13.30 Uhr Kapitän Haken auf ein Fechtduell und viele weitere Aufgaben im F1 auf die Besucher. Bis dann um 14 Uhr alle Interessierten die verschiedenen Instrumente eines Orchesters hautnah kennenlernen können, bevor die TfN-Musiker die Klangkörper in der anschließenden Opernvorstellung zum Klingen bringen. Gleichzeitig gibt es bei der großen Bühnenbegehung im Originalbühnenbild von „Peter Pan“ allerlei zum Staunen und Entdecken.

Der Eintritt zum Kinderfest ist frei.

Elisabeth Schwarz

Zeugen nach Angriff auf Rentnerin gesucht

Bereits am 02.01.2017 wurde eine 73-jährige Frau aus Hohenhameln in der Hildesheimer Innenstadt durch unbekannte Täter gleich zwei Mal angegriffen. Die Männer hatten es auf den umgehängten Rucksack abgesehen. Aufgrund beherzt einschreitender Passanten konnte jedoch kein Diebesgut entwendet werden.

Die Rentnerin war von der Fußgängerzone in Richtung des Parkplatzes am Novotel unterwegs. Gegen 16:20 Uhr, etwa in Höhe des Geschäfts Fielmann in der Bahnhofsallee, merkte sie plötzlich, dass jemand am Riemen ihres Rucksacks zog. Sie drehte sich um und bemerkte einen ca. 20-jährigen Mann. Der Mann machte einen ungepflegten Eindruck, war ca. 180 cm groß, hatte einen stoppeligen Bart und vermutlich fehlte ihm ein Schneidezahn. Er trug einen dunkelgrauen Kapuzenpullover und hatte ein südländisches Erscheinungsbild. Der Mann gehörte wahrscheinlich zu einer Gruppe von sechs bis sieben junger Erwachsener, die teilweise mit Jogginghose und Kapuzenjacken bekleidet waren und sich zuvor in der Wallstraße aufgehalten hatten.

Drei Fußgänger, vermutlich zwei Männer und eine Frau bemerkten den Übergriff auf die Rentnerin und riefen lautstark „Lassen sie die Frau in Ruhe!“. Daraufhin ließ der Täter von ihr ab.

Die 73-jährige setzte ihren Weg in Richtung Parkscheinautomat fort. Als sie vor diesem stand, zog wieder jemand an ihrem Rucksack. Die Person war aus dem angrenzenden Gebüsch gekommen. Dahinter stand noch ein weiterer Mann. Einer der beiden sagte etwas wie „Money Money“. Die Frau rief laut um Hilfe, zwei Passanten auf dem Parkplatz wurden aufmerksam und die Täter ließen von ihr ab. Die Rentnerin lief zu ihrem Auto und stürzte in der Hast gegen dieses. Dabei schlug sie sich die Zähne ein und verlor ihre Brille. Eine Täterbeschreibung der beiden Männer liegt nicht vor. Es soll sich aber um andere Personen gehandelt haben als zuvor.

Die Polizei bittet die Personen, die der Frau zu Hilfe eilten, sich unter der Telefonnummer 05121/939-115 zu melden. Außerdem werden Zeugen gesucht, die Hinweise auf die Täter geben können.

Polizeiinspektion Hildesheim

Schülereinsatz schafft Lebensraum für Schmetterlinge

Das südlich von Hildesheim liegende Naturschutzgebiet „Gallberg“ ist unter Naturfreunden aufgrund seines besonderen Artenreichtums bekannt. Dank eines Pflegeeinsatzes von über 100 Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Himmelsthür konnten dort weitere Lebensräume für Schmetterlinge und viele andere Arten des blütenreichen Graslandes geschaffen werden. Auf den Weideflächen des Gallbergs wurden aufkommende Gebüsche entfernt, sodass offene Flugplätze für licht- und wärmeliebende Schmetterlingsarten und Wuchsorte für seltene Orchideenarten entstehen.

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© Stadt Hildesheim

Das Gymnasium Himmelsthür engagiert sich schon seit über 20 Jahren im Rahmen des traditionellen Umweltaktionstages für die Erhaltung der herausragenden Artenvielfalt des Gallbergs. Die Pflegeeinsätze erfolgen in Kooperation mit den Grünlandbewirtschaftern, dem Ornithologischen Verein zu Hildesheim und der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Hildesheim. Nach der Entfernung der Gebüsche übernehmen die zur Landschaftspflege eingesetzten Burenziegen, Rinder und Schafe die Offenhaltung der Weideflächen des rund 58 Hektar großen Naturschutzgebietes.

Der aus Muschelkalk aufgebaute Gallberg ist der letzte weitgehend offene Weideberg in Hildesheim. Das 2013 von der Stadt Hildesheim vergrößerte Naturschutzgebiet dient dem Schutz von orchideenreichen Kalkhalbtrockenrasen, Grünland, Kalkäckern und lichten Eichenbeständen. Es bietet zahlreichen Arten Lebensraum – darunter auch mehr als 30 Tagfalterarten wie zum Beispiel Großer Perlmutterfalter, Silbergrüner Bläuling, Schwalbenschwanz und Kaisermantel. Das Gebiet ist eines der landesweit wichtigsten Refugien für die regional auch als „Sommervögel“ bezeichneten Tagfalter.

Als Teil des EU-weiten Schutzgebietsnetzes „Natura 2000″ leistet der Gallberg einen wesentlichen Beitrag zur Bewahrung und Entwicklung des europäischen Naturerbes. Die im Gebiet vorgenommenen Naturschutzmaßnahmen stellen sicher, dass die Besucherinnen und Besucher die außergewöhnliche Artenvielfalt dieser Weidelandschaft auch in Zukunft noch erleben können.

Weitere Informationen bieten die Broschüren „Naturerlebnispfad Gallberg“ (als Download unter www.hildesheim.de/naturerlebnisgebiete verfügbar) und „Schmetterlinge in Hildesheim – Fotoführer Tagfalter und Widderchen“, die bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Hildesheim erhältlich sind (Telefon 05121 301-3166, g.madsack@stadt-hildesheim.de).

Stadt Hildesheim

 

Acht Pkw Aufbrüche in Hildesheim

Zwischen dem 11.01.2017 und dem 12.01.2017 kam es in der Stadt Hildesheim zu mehreren Aufbrüchen von Pkw. Zielrichtung der Täter waren meist offen im Fahrzeug abgelegte Wertgegenstände aber auch fest verbaute Fahrzeugteile.

Folgende Taten liegen vor:

Pkw: BMW Tatort: Hildesheim / Itzum, Sensburger Ring, Gemeinschaftsparkplatz vor dem Mehrfamilienhaus Tatzeit: 11.01.2017, 21:15 Uhr – 12.01.2017, 06:30 Uhr Diebesgut: fest eingebautes Navigationsgerät mit Zubehör

Pkw: VW Crafter Tatort: Hildesheim, Moltkestraße, Straßenrand Tatzeit: 11.01.2017, 16:30 Uhr – 12.01.2017, 06:15 Uhr Diebesgut: mobiles Navigationsgerät

Pkw: Skoda Octavia Tatort: Hildesheim, Von-Emmich-Straße Ecke Von-Voigts-Rhetz-Straße Tatzeit: 11.01.2017, 19:15 Uhr – 12.01.2017, 08:50 Uhr Diebesgut: ohne

Pkw: BMW Tatort: Hildesheim, Gumbinnenweg Tatzeit: 11.01.2017, 21:45 – 12.01.2017, 10:00 Uhr Diebesgut: Sportlenkrad mit Airbag

Pkw: Hyundai Tatort: Hildesheim, Hasestraße Tatzeit: 11.01.2017, 19:45 Uhr – 12.01.2017, 11:15 Uhr Diebesgut: mobiles Navigationsgerät, USB-Stick

Pkw: Mercedes Tatort: Hildesheim, Eckemekerstraße, Tiefgarage der Andreaspassage Tatzeit: 12.01.2017, 11:30 Uhr – 12.01.2017, 13:00 Uhr Diebesgut: zwei Führerscheine, ein Fahrzeugschein

Pkw: Peugeot Boxer (Lkw) Tatort: Hildesheim, Katharinenstraße, Straßenrand Tatzeit: 11.01.2017, 21:00 Uhr – 12.01.2017, 14:15 Uhr Diebesgut: mobiles Navigationsgerät

Pkw: Honda Civic Tatort: Hildesheim, Von-Steuben-Straße, Garage hinter dem Mehrfamilienhaus Tatzeit: 23.12.2016, 12:00 Uhr – 12.01.2017, 14:00 Uhr Diebesgut: ohne

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© Polizeiinspektion Hildesheim

In diesem Zusammenhang weist die Polizei eindringlich darauf hin, keine Wertgegenstände wie Handys, mobile Navigationsgeräte oder Handtaschen offen im Fahrzeug liegen zu lassen.

Wer Hinweise zu einer oder mehreren Tat/en geben kann, wird gebeten die Polizei unter der Telefonnummer 05121/939-115 anzurufen.

Polizeiinspektion Hildesheim