Geh- und Radwegvollsperrung – s.g. Innersteradweg Itzum-Hohnsen

„Die Stadtentwässerung Hildesheim AöR (SEHi) muss aufgrund von dringend notwendigen und nicht mehr verschiebbaren Kanalbaumaßnahmen an einer wichtigen Abwasserdruckleitung den s.g. Innersteradweg voraussichtlich bis zum
30.11.2020 komplett sperren. Eine Umleitung ist eingerichtet und aus dem anliegenden Lageplan ersichtlich.
Die SEHi entschuldigt sich, dass es hier zu größeren Unannehmlichkeiten durch
die Umleitung für die Radfahrerinnen, gerade auch während des Hildesheimer Stadtradelns, kommt und hofft auf das Verständnis der Radfahrerinnen.
Die Terminkollision von Stadtradeln und Baumaßnahme ist leider auch durch die
Corona-Pandemie bedingt. Als kleine Entschädigung wird die SEHi dafür in Abstimmung mit dem Veranstalter einen zusätzlichen Preis stiften.
Die gesperrte Strecke soll bitte nicht genutzt werden – da an den Baustellen kein
Vorbeikommen möglich ist und Gefahrenstellen bestehen.
Für evt. Rückfragen stehen die Ansprechpartner der SEHi gerne zur Verfügung.“

SEHi

Fahrbahnvollsperrung Im Bockfelde/Elzer Straße

„Die bekannte Vollsperrung der Fahrbahn im o.a. Bereich wird voraussichtlich bis
zum 21.02.2020 verlängert!
Grund für die Verkehrsbeschränkung sind die bereits mehrfach kommunizierten
Verlegearbeiten von div. Versorgungsleitungen im Bereich Im Bockfelde/Elzer
Straße.
Die SEHi bittet weiterhin um Beachtung der aufgestellten Verkehrszeichenregelungen.
Alle Anwohner, Fußgänger und Verkehrsteilnehmer werden für die nicht vermeidbaren Behinderungen erneut um Verständnis gebeten.“

SEHI

Hinweise zur Benutzung von Feuerwerk

Bereits seit 2009 gibt es aufgrund einer Gesetzesänderung für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern sehr viel strengere Vorschriften. Die Regelung lautet: „Das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern ist verboten.“ Pyrotechnische Gegenstände sind Feuerwerkskörper aller Art (Raketen, Böller, Knaller).

In Hildesheim ist in folgenden Gebieten mit Fachwerkhäusern besonders auf diese Regelung zu achten: Kesslerstraße, Lappenberg, Brühl und Marktplatz. Das Verbot gilt natürlich für sämtliche Ortsteile, nicht nur die Innenstadt oder Gebiete mit geschlossener Fachwerkbebauung. Auch in der Nähe von einzeln stehenden Fachwerkhäusern darf nicht geböllert werden! Selbstverständlich sind beim Umgang mit Silvesterböllern oder -raketen Personen- und Sachbeschädigungen auszuschließen. Ein Verstoß gegen das Verbot kann mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Jeder sollte zu seiner eigenen Sicherheit darauf achten, nur Feuerwerkskörper mit einer gültigen Zulassung zum Verkauf erwerben. Zu erkennen sind diese entweder an einem BAM- oder einem CE-Zeichen. Feuerwerkskörper ohne diese Kennzeichnung sind nicht verkehrsfähig und dürfen nicht vertrieben werden!

Weitere Hinweise zum Thema finden sich unter https://www.nsgb.de/magazin/artikel.php?artikel=2602&menuid=3&topmenu=3

Stadt Hildesheim

Radweg „Roter Weg““ vorübergehend gesperrt

Beliebte Wegstrecke entlang des Kupferstranges kann derzeit nicht genutzt werden

Der von vielen als Radweg genutzte „Rote Weg“ entlang des Kupferstranges zwischen der Bundesstraße 1 und dem Moritzberg ist auf Grund von Baumaßnahmen – unter anderem muss er als Feuerwehrzufahrt hergerichtet werden – bis auf weiteres gesperrt. Rot-weiße Baken auf Höhe des Hauses Schusterbleek 3 auf der einen Seite und an der Trogstrecke zur B1 auf der anderen Seite, markieren die Sperrung.

Nachdem die Schallschutzwand zur Bundesstraße mittlerweile fertig gestellt ist, haben Radfahrer aber die Möglichkeit über die Durchlässe in der Schutzwand im Nordwesten und auf Höhe der Tankstelle den Engpass zu umfahren. Außerdem können auch die Maschstraße und der Schusterbleek von Radfahrern als Ausweichstrecke genutzt werden, um beispielsweise zu den Nahversorgern am Phoenixgelände zu kommen. Diese Ausweichstrecke ist während der Maßnahme zusätzlich ausgeschildert worden.

Als Eigentümerin des betreffenden Weges bittet die gbg um Verständnis für die vorrübergehende Sperrung des Weges. Die Sperrung wird voraussichtlich bis Mitte April 2020 andauern.

gbg

Neon, Projektion und Schwarzlicht: EVI LICHTUNGEN-Programm präsentiert vielfältige Variationen von Lichtkunst

Die Stadt Hildesheim wird vom 23. bis 26. Januar 2020 Treffpunkt der internationalen Lichtkunstszene. Aus elf Ländern weltweit reisen Künstler_innen zur Licht Kunst Biennale in die niedersächsische Stadt und präsentieren ihre Arbeiten im urbanen Raum. Von Projektion über Schwarzlicht bis zu Neon – die Genres der Lichtkunst zeigen sich unter dem Motto „Sharing Heritage“ (Teilhabe am Kultur-Erbe) und „Sharing Contemporary Spaces“ (Teilhabe an zeitgenössischen Räumen) in beeindruckender Form. Veranstalter der EVI Lichtungen ist der eingetragene Verein Internationale Kunstprojekte Hildesheim, Organisation und Durchführung liegen in den Händen der Hildesheim Marketing GmbH.

Für Initiator Klaus Wilhelm zeugt die diesjährige Künstlerauswahl von einer hohen Qualität: „Alle Künstler_innen, die wir eingeladen haben, waren direkt interessiert und bereit, sich auf die Orte, an denen sie ausstellen, einzulassen. Sie haben bestehende Arbeiten entsprechend angepasst oder speziell für Hildesheim neue Werke entwickelt. Die Orte, die wir dabei in den Fokus nehmen, sind Orte, die Geschichte atmen oder auch Knotenpunkte in der heutigen Stadt. Die Bandbreite reicht von Kirche, Bankgebäude bis zu Parklandschaft und Straßentunnel.“ Co-Kuratorin Alice Hinrichs ergänzt: „Die Künstler_innen präsentieren ein vielfältiges Repertoire an Lichtmedien. Es wird spannende Arbeiten mit Skulpturen, Projektionen und Performances geben. Die Installationen und Inszenierungen haben dabei einen klaren Interventionscharakter und werden sicherlich Diskussionen anregen. Wir sind auf die Realisierung der Konzepte unserer international agierenden Künstler_innen sehr gespannt.“ EVI LICHTUNGEN-Gäste können sich also auf ein vielfältiges Programm während der viertägigen Licht Kunst Biennale im Januar 2020 freuen:

Die französische Multimediakünstlerin Nathalie Junod Ponsard erleuchtet mit ihrer Arbeit „A Circular Wandering“ die Fassade des Hildesheimer Landgerichts. Die Umsetzung erfolgt mit einer Kombination aus programmierten Farbverläufen und Schattenspielen. Das von ihr transformierte Gebäude wird zu einem mehrfarbigen Portal für die EVI LICHTUNGEN an einem der Hauptverkehrsknotenpunkte der Stadt und ist auch für Autofahrer_innen, die nach Hildesheim kommen, gut sichtbar.

Das Werk „ECHO“ ist eine audiovisuelle Zusammenarbeit zwischen zwei niederländischen Künstlern: dem bildenden Künstler Jaap van den Elzen und dem Musikkomponisten Augusto Meijer. „ECHO“ untersucht die räumlichen und architektonischen Qualitäten der St. Andreas Kirche durch ein synergetisches Erlebnis von Klang und Licht.

Der britisch-deutsche Künstler Sebastian Kite verwandelt das zentrale Atrium der Glashalle der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine in der Speicherstraße mit seinem Werk „Inner, Outer, Other“ in ein jenseitiges Erlebnis: In der Mitte des Atriums taucht eine kreisförmige Scheibe aus hellweißem Licht auf. Das Licht wird von einer flachen schwarzen Wasserebene umhüllt, die das Innere reflektiert und den Raum verdoppelt. Das Publikum kann frei auf der Wasseroberfläche herumlaufen und damit das Erscheinungsbild beeinflussen.

In seiner ortsspezifischen Installation „Widerstandsmoment“ für die Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen unternimmt Hinrich Gross den Versuch, die Oberflächen des 70er-Jahre-Baus zu verformen oder visuell zu durchbrechen. Dabei setzt ihm die Gebäudegeometrie ihr Widerstandsmoment – ein Begriff aus der Festigkeitslehre – entgegen. Irritierend schieben sich dabei Realitäten verschiedener Layer übereinander.

Die südkoreanische Künstlerin Jeongmoon Choi erleuchtet mit ihrer Installation „Drawing in Space“ die Dunkelheit des Kirchturmzimmers in der St.-Andreas-Kirche mit einer komplexen geometrischen Anordnung aus fluoreszierenden Fäden. Durch die Bewegungen der Besucher_innen scheint der Raum zu vibrieren.

Die Arbeit „IMMER & EWIG“ von Hartung und Trenz arbeitet mit der Architektur des Literaturhauses St. Jakobi und lässt Textzeilen mit Doppelbegriffen des alltäglichen Lebens, bestehend aus über 2000 Wörtern, in einer kontinuierlichen Bewegung durch das Gebäude wandern. Dabei enthalten sind sowohl Gegensätze, Verdoppelungen sowie Komplemente aus Dingen oder Personen.

Hartung und Trenz_Lichtbeugung_Luminale 2016_Ffm_© Detlef Hartung

Hartung und Trenz_Lichtbeugung_Luminale 2016_Ffm_© Detlef Hartung

Mit der Installation „Urban Vacillation“ verwandelt die Künstlerin Neža Jurman den Garten der St. Godehard Kirche in ein interaktives audiovisuelles Erlebnis. Schallinduzierende Metallfedern, die an verschiedenen Bäumen hängen, und Bewegungssensoren, die Lichteffekte auslösen, erzeugen ein Zusammenspiel von Zufallsreflexionen, ein interaktives Lichtmikroleben.

Der britische Künstler Nathaniel Rackowe illuminiert den Hohen Wall mit seinem Werk „Square Prism“ – einer zeitgebundenen, sequenzierten Installation, die speziell für den einzigartigen Aussichtspunkt in Hildesheim konzipiert wurde. Leuchtende Lichtlinien werden dabei abwechselnd illuminiert, bis das Werk zum Schluss der Sequenz einen Würfel, ein quadratisches Lichtprisma, bildet.

Verspiegelte Edelstahlplatten auf dem Boden über der Gruft der Annenkapelle im Dom-Kreuzgang bilden die Basis für die fluoreszierenden Strukturen der von der Künstlerin Tatjana Busch erschaffenen Installation „Frequencies“. Sowohl die gotischen Kappellenfenster, die Architektur als auch die Objekte spiegeln sich im Boden.

Auf dem Hindenburgplatz steigt ein leuchtender Zylinder von der polnischen Künstlerin Karolina Halatek empor. Die Besuchenden können das aus Nebel und weißem Licht bestehende Werk „Beacon“ betreten. Die Außenwelt wird dabei ausgeschlossen und die Wahrnehmung durch die unbekannte Sichtsituation herausgefordert.

Das Duo um die Multimediakünstler Martin Mayer und Quirin Empl bespielt in ihrer Installation „o.T. (architectural space intervention)“ mit beidseitiger Projektion den Neubau des Dommuseums und den darin enthaltenen Domlettner. Die markantesten Linien der bild- und ornamentreichen Fassade werden mit einer Tiefenkamera aufgenommen und mittels einer eigens entwickelten Software von den Künstlern mit Licht nachgezeichnet. Darüber hinaus werden die Formen auf die Außenseite des Gebäudes projiziert.

Katja Heitmanns audiovisuelle Installation „For iTernity“ basiert auf dem berühmten Ballettsolo „The Dying Swan“. Das Besondere dabei ist, dass es keine physischen Tänzer_innen gibt, sondern einen in die „Cloud“ hochgeladenen Schwan. Die Besucher_innen können mit semitransparenten Bildschirmen versuchen, gemeinsam den Tanz des ewig sterbenden Schwans einzufangen.

Im Bernwardstollen setzt sich die Installation „Inversion“ von Jaqueline Hen mit der Vorstellung des Zusammentreffens zweier Dimensionen auseinander. Der Stollen wird zu einem Raum des Überganges, einer Art Passage, durch den sich eine andere Dimension in unsere Wirklichkeit stülpt. Hen wurde 2019 vom Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna zur Gewinnerin des International Light Art Award gekürt.

Interaktiv wird es beim „Dancing House“ von Klaus Obermaier auf dem Domhof. Das Projection-Mapping des österreichischen Medienkünstlers wird erst durch die aktive Teilnahme der Besucher_innen lebendig. Durch Bewegungen der Akteur_innen wird das Gebäude der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz zum Tanzen gebracht.

Wolfgang Jeske ist ein in Hannover lebender Installationskünstler und Bildhauer, der im Ernst-Ehrlicher-Park gleich zwei Arbeiten präsentiert. Mit „Refugium“ scheint ein Dorf aus Licht über einem Teich in der abendlichen Parklandschaft zu schweben. Ein fragiles Ensemble von Lichthäusern wird dafür über das Gewässer gespannt. „Die Spitze des Eisbergs“ fragt nach dem Grad der menschlichen Wahrnehmung und wird durch eine schwimmende Lichtinsel innerhalb des städtischen Parks visualisiert.

Mit der „Car Show“ wird ein Alltagsort zum Ausstellungsort. Die in Helsinki lebende Künstlerin Anne Roininen zeigt im Tunnel zur Nordstadt am Busbahnhof eine ortsspezifische Arbeit über das Zusammenspiel von Stadt, Ort und Autos. Umgestaltete Fahrzeuge werden zu einer künstlerischen Intervention. Während EVI LICHTUNGEN wird der Tunnel an fünf Tagen in den Abendstunden für den Auto- und Busverkehr gesperrt. Besucher_innen sind eingeladen, ihn zu Fuß zu erkunden.

Das Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim (RPM) wird vom interdisziplinären Kollektiv STRAN 22 aus dem slowenischen Küstengebiet bespielt. Ein interaktives mechanisches Gerät erzeugt mit Seifenwasser zerbrechliche Membranen, die fast psychedelische Texturen von Farbe und Licht erzeugen: Das Projekt „Soap Opera“ ist eine buchstäbliche Darstellung des Eintauchens in eine gegebene Realität, in der scheinbar allgegenwärtige Strukturen im Nichts verschwinden.

Mittels leuchtender Glasröhren, reflektierenden Scheiben und metallischen Objekten wird Thorbjørn Lausten aus Dänemark mit seiner Arbeit „Structure“ in der Galerie im Stammelbachspeicher die Raumverhältnisse in vier Skulpturen visualisieren. Die experimentelle Anordnung der an Boden und Decken befestigten Neonröhren gibt die Charakteristika der Räume wieder und taucht sie in buntes Licht.

Der international führende Videokünstler Fabrizio Plessi aus Italien präsentiert in der Michaeliskirche seine Arbeit „Stanza del Mare“ zum ersten Mal seit 1993 wieder komplett der Öffentlichkeit. In der vorliegenden Arbeit verbindet Plessi Naturmaterialien mit technischen Geräten: Sie zeigt eine monumentale Skulptur bestehend aus zehn Eisenschränken. Die eingebauten Röhrenfernseher zeigen Videos von Meerwasser und Brandungswellen.

Weitere Arbeiten entstehen durch lokale Kooperationen mit dem Hildesheimer Kunstverein sowie dem Kunstraum 53. Im Zuge dessen wird unter anderem im Kehrwiederturm die Masterarbeit „beLichtungen“ von Frederik Preuschoft ausgestellt.

Vermittelndes Begleitprogramm zur Biennale

Zum Vermittlungsprogramm gehören thematische Streifzüge, an denen Interessierte teilnehmen können. Bei dem gemeinsamen Spaziergang mit einer Kunstvermittlerin oder einem Kunstvermittler durch die nächtliche Stadt kommt die Gruppe über ausgewählte Kunstwerke ins Gespräch. Kein Streifzug gleicht dabei dem anderen. Des Weiteren besteht eine Kooperation mit dem Gymnasium Himmelsthür: Schüler_innen setzen sich dabei in Workshops mit dem Thema Lichtkunst auseinander. Bei dem Audio-Projekt „Hildesheimer Hörspiel“ werden Interviews mit Hildesheimer Bürger_innen zu den bespielten Standorten der EVI LICHTUNGEN 2020 geführt. Die Beiträge sind über www.evilichtungen.de während des Festivals hörbar. Darüber hinaus wird in der Pop up-Kirche des ev.-luth. Kirchenkreises Sarstedt in der Schuhstraße 54 ein moderiertes Podiumsgespräch mit Künstler_innen der EVI LICHTUNGEN veranstaltet. Der Artist-Talk beginnt am 24. Januar um 18 Uhr und dreht sich um das Thema „Kunst in kirchlichen Räumen“. Der Pavillon des RPM wird vom Arbeitskreis Abrahams Runder Tisch passend zum Jahresthema „Licht in Heiligen Schriften“ am 25. Januar von 18 bis 23 Uhr illuminiert.

Unterstützung von Sponsoren und Förderern

Dass die Stadt erneut Schauplatz für zeitgenössische Lichtkunst wird, ist zahlreichen Sponsoren, Unterstützern und Förderern zu verdanken – allen voran der EVI Energieversorgung Hildesheim, die bereits zum dritten Mal als Titelsponsor den Grundstein der Biennale legt. Katrin Groß, Leiterin der Unternehmenskommunikation der EVI, sagt dazu: „Wir sind stolz darauf, dass durch unsere Energie die ganze Stadt illuminiert wird – und das auf einem äußerst hohen künstlerischen Niveau mit internationalen Größen der Lichtkunstszene. Außerdem möchten wir uns mit den EVI LICHTUNGEN bei unseren Kundinnen und Kunden für ihre Treue bedanken und ihnen die Möglichkeit geben, ganz besondere Momente zu erleben. Die EVI LICHTUNGEN sind für uns eine Herzensangelegenheit: In diesen Nächten entsteht in Hildesheim im öffentlichen Raum eine einzigartige Atmosphäre.“ Weitere zentrale Säulen der Finanzierung sind die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine als Premiumsponsor sowie die Friedrich Weinhagen Stiftung, die Stiftung Niedersachsen und die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland. „In Hildesheim gelingen mit den EVI LICHTUNGEN ortsspezifische künstlerische Lichtinterventionen, die in jeder Hinsicht große Strahlkraft besitzen. Die eingeladenen Künstler_innen 2020 versprechen unkonventionelle und faszinierende Blicke auf die Stadt und die hiesigen Weltkulturerbestätten“, so Lavinia Francke, Generalsekretärin der Stiftung Niedersachsen, stellvertretend für die fördernden Stiftungen.

Das EVI LICHTUNGEN-Festivalbüro wird im Januar durch das Organisationsteam bezogen und befindet sich in der Andreaspassage.

Künstler_innen

Fabrizio Plessi (ITA), Jeongmoon Choi (KOR), Jaap van den Elzen & Augusto Meijer (NLD), Nathaniel Rackowe (GBR), Thorbjørn Lausten (DNK), Hinrich Gross (DEU), Sebastian Kite (GBR), Tatjana Busch (DEU), Nathalie Junod Ponsard (FRA), Klaus Obermaier (AUT), Anne Roininen (FIN), Hartung & Trenz (DEU), Wolfgang Jeske (DEU), Karolina Halatek (PL), mayer+empl (DEU), Jacqueline Hen (DEU), Katja Heitmann (DEU), STRAN 22 (SVN), Neža Jurman (SVN)

Kuration

EVI LICHTUNGEN 2020 werden von Initiator und Projektleiter Klaus Wilhelm und Alice Hinrichs (Gründerin der Lichtkunstplattform L.U.C.E.) kuratiert.

 

Sponsoren, Förderer und Unterstützer

Titelsponsor von EVI LICHTUNGEN – Internationale Licht Kunst Biennale Hildesheim ist die EVI Energieversorgung Hildesheim GmbH & Co. KG. Premiumsponsor ist die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine. Sponsor sind die Stammelbach Bau & Wohnwelten, Karl Krüger GmbH & Co. KG, die BWV Beamten-Wohnungs-Verein zu Hildesheim eG und die Gebrüder Gerstenberg GmbH & Co. KG. Förderer sind die Friedrich Weinhagen Stiftung, die Stiftung Niedersachsen, die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland mit der Volksbank eG Hildesheim-Lehrte-Pattensen, der Landschaftsverband Hildesheim e.V., die Stadt Hildesheim und der Hildesheimer Dombauverein. Das Vermittlungsprogramm wird von der VGH-Stiftung und der Bürgerstiftung Hildesheim gefördert. Die Biennale wird außerdem von dem Zweckverband Abfallwirtschaft Hildesheim (ZAH) und der Saba Park Deutschland GmbH unterstützt.

Besucherinformationen

Ausstellungszeitraum: 23. bis 26. Januar 2020 | 18 bis 23 Uhr

Thematischen Streifzüge:  23. bis 26. Januar 2020 | jeweils um 18, 19, 20 und 21 Uhr

Dauer: ca. 75 Minuten. Treffpunkt ist vor dem Besucherzentrum Welterbe & tourist-information Hildesheim am Marktplatz. Tickets können für 5 Euro in der tourist-information erworben werden.

Es werden außerdem spezielle Streifzüge für Familien mit Kindern angeboten, bei denen spielerisch erkundet wird, wie Licht den öffentlichen Raum bestimmt. Die Streifzüge finden Freitag, Samstag und Sonntag jeweils um 18 Uhr statt und sind kostenfrei.

Der Zugang zu den Kunstwerken ist kostenlos. Kurz vor der Licht Kunst Biennale wird ein Programmheft mit einer Übersichtskarte und Erläuterungen zu Künstler_innen und Kunstwerken erscheinen.

Hildesheim Marketing GmbH

Dieb erhofft sich große Beute und stiehlt dabei lediglich Attrappen

Im Zeitraum vom 27.11.2019, 18:00 Uhr, bis zum 28.11.2019, 09:00 Uhr, kam es zu einem Einbruch in ein Spezialitätengeschäft in der Dingworthstraße in Hildesheim. Dabei öffnete der Täter gewaltsam eine Tür und entwendete anschließend aus einer Vitrine vermeintlich hochpreisige Artikel. Was er jedoch offensichtlich nicht gewusst hat: Bei den entwendeten Gegenständen handelte es sich lediglich um täuschend echt aussehende Attrappen. Zeugen, denen in Zusammenhang mit dem Einbruch eventuell Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind, werden gebeten, sich unter der Nr. 05121/939-115 mit der Polizei Hildesheim in Verbindung zu setzen.

Polizeiinspektion Hildesheim

Vollsperrung Schützenwiese unter B1-Brücke

Die Straße unterhalb der Brücke Schützenwiese muss aufgrund von Kampfmittelsondierungen im Zuge der Brückensanierung ab Montag, 9. Dezember, circa ab 8 Uhr in Richtung Auffahrt B1 gesperrt werden. Zudem wird die Abfahrt von der B1 in Richtung Schützenwiese nur sehr eingeschränkt befahrbar sein. In diesem Bereich wird eine der beiden Abfahrtsspuren unterhalb der Brücke gesperrt. Diese Verkehrsführung wird bis voraussichtlich einschließlich Dienstag, 10. Dezember, aufrechterhalten. Bei vorzeitigem Ende der Arbeiten ist eine frühere Freigabe der Straße möglich.

Empfohlene Umleitung für Fahrten aus Richtung Dammtor Richtung Auffahrt B1:

Ortskundige sollten den Bereich nach Möglichkeit weiträumig umfahren. PKW können die Auffahrtsrampe B1 Richtung Innenstadt/Berliner Kreisel nutzen, im Bereich Römerring-Kreuzung wenden und dann die Richtungsfahrbahn B1-Hameln nutzen.

Empfohlene Umleitung für Fahrten aus Richtung Innenstadt Richtung Abfahrt B1: Ortskundige sollten den Bereich nach Möglichkeit weiträumig umfahren. PKW können die Ausfahrt Elzerstraße wählen und dann die Richtungsfahrbahn B1-Innenstadt nutzen, Ausfahrt Volksbank-Arena/Polizei Richtung Dammtor.

Am Mittwoch, 11. Dezember, schließen sich Arbeiten (Anbau eines Gerüstes) an der B1-Brücke an. Hierzu wird die Richtungsfahrbahn Schützenwiese/Auffahrt zur B1 unterhalb der Brücke von 9 bis 15 Uhr gesperrt. Am Donnerstag, 12. Dezember, wird ebenfalls aufgrund von Brückenbauarbeiten die Fahrtrichtung Abfahrt B1/Schützenwiese unterhalb der Brücke von 9 bis 15 Uhr gesperrt. Bei vorzeitigem Ende der Arbeiten ist eine frühere Freigabe der Straße möglich.

Auch eine Durchfahrt für den Stadtverkehr Hildesheim ist vom 9. bis voraussichtlich 12. Dezember in den genannten Zeiten nicht möglich. Nähere Hinweise dazu finden sich unter www.svhi-hildesheim.de.

Stadt Hildesheim

Fahrradpiktogramme in Rathausstraße

Die Stadt Hildesheim hat in der Rathausstraße Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn markiert. Mit der Markierung soll der Kfz-Verkehr für den Radverkehr sensibilisiert werden und das subjektive Sicherheitsempfinden der Radfahrenden bei der Nutzung der Fahrbahn gesteigert werden. Die Zusatzschilder mit der Aufschrift „Radfahrer frei“ wurden entfernt, somit ist das Fahrradfahren auf dem Gehweg nicht zulässig. Ausnahme hierbei sind Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr, die weiterhin mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fahren müssen. Die zugehörige Begleitperson des Kindes darf ebenfalls auf dem Gehweg fahren. Weitere Fahrradpiktogramme sind für den Bergsteinweg geplant.

Piktogramme_Presse

Bild und Text: Stadt Hildesheim

Nächtliche Schneckenjagd im Garten

Kleine Igel nicht unbedacht ins Haus holen /
Mähroboter sind gefährlich für tierische Gartenmitbewohner

Zu den wohl beliebtesten Säugetierarten in Deutschland zählt zweifelsohne der Igel. Er verzaubert Groß und Klein durch sein putziges Auftreten, wenn er sich bei Gefahr in eine stachlige Kugel verwandelt. Leider hilft ihm das nicht viel, wenn er unter die Räder von Autos zu geraten droht. Zahllose Igel lassen so auf Straßen jedes Jahr ihr Leben.

Dass man dem Igel im eigenen Garten oder Kleingarten ganz speziell helfen kann, ist vielen Menschen noch unbekannt. Grund genug für den Naturschutzbund Deutschland, den NABU, nun Tipps zu geben“, wie Britta Raabe erläutert. „Wichtig ist es, dem Igel einen idealen Garten zu bieten, von dem freilich auch andere Tierarten profitieren werden. Voraussetzung dabei ist, dass der Garten vielfältig ist, sich nicht nur aus ökologisch unbedeutenden Exoten zusammensetzt und neben heimischen Sträuchern auch ein paar ‚wilde’ Ecken hat, damit Igel Nahrung finden können – Schnecken, Larven und anderes.“

Zudem könne man dem Igel durch den Bau einer so genannten „Igelburg“ helfen, die mit einigen Handgriffen schnell hergerichtet sei: Aus Holz gebaut, mit einem Dach versehen, sollte sie katzensicher an einem geschützten Ort aufgestellt und mit Reisig und Laub überdeckt werden. „Jetzt kann Mama Igel einziehen“, lacht die Leiterin der Regionalgeschäftsstelle des NABU im Weserbergland. Hier können die Jungigel ungestört zur Welt kommen, in dieser ‚Eigentumswohnung’ bietet sich eine ideale Kinderstube, vor allem in der ersten Aufwuchsphase, wenn die winzigen Igelchen von ihrer Mutter gesäugt werden. Und im Herbst fällt der Igelburg noch eine ganz andere Bedeutung zu: Vor den ersten kalten Nächten ziehen sich die Igel darin zurück, um in den Winterschlaf zu fallen. Dafür kann man das Innere dann mit etwas trockenem Heu befüllen. „Wichtig ist es zudem, die Igelburg in keiner feuchten Senke aufzustellen, damit nicht übermäßig Feuchtigkeit oder gar Regenwasser ins Innere gelangen kann“, betont die Naturfreundin.

Der Igel im Porträt / Nächtliche Schneckenjagd
Igel leben als Einzelgänger und sind überwiegend in der Nacht aktiv. Ihr Speiseplan ist vielfältig und reicht von Insekten, Regenwürmern, Spinnen und Schnecken bis hin zu Fröschen und Mäusen. Zusammen mit den Maulwürfen und den Spitzmäusen zählt der Braunbrust-Igel (Erinaceus europaeus) zur Ordnung der Insektenfresser. Wie viele andere Arten zieht es auch Igel aus der ausgeräumten Landschaft zunehmend in menschliche Siedlungen. Hier finden sie Lebensraum, Nahrung und Unterschlupf.
Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv und haben ein breites Nahrungsspektrum: Sie fressen Laufkäfer, Larven von Nachtschmetterlingen und sonstige Insekten, Regenwürmer, Ohrwürmer, Schnecken, Hundert- und Tausendfüßer sowie Spinnen. Igel sind also keine Vegetarier, sie fressen im Garten kein Obst und kein Gemüse.
Die Hauptfortpflanzungszeit liegt zwischen Juni und August. Nach etwa 35 Tagen Tragzeit kommen vier bis fünf Jungigel zur Welt. Diese sind bei der Geburt 12 bis 25 Gramm schwer, rund sechs Zentimeter lang und tragen etwa 100 weiße Stacheln – Erwachsene Igel haben hingegen 6000 bis 8000 Stacheln –, die in die aufgequollene Rückenhaut eingebettet sind. Augen und Ohren beginnen sich erst nach zwei Wochen zu öffnen. Die Igeljungen werden rund 42 Tage gesäugt. Kurz danach sind sie selbständig und bei der Futtersuche auf sich selbst angewiesen. In diesem Lebensabschnitt beträgt ihr Gewicht etwa 300 Gramm. Igel halten Winterschlaf. Dazu suchen sie meistens im November bei anhaltenden Bodentemperaturen um den Gefrierpunkt ein Winterquartier auf, zum Beispiel Laub- und Reisighaufen. Entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit sind Igel im beginnenden Herbst auch tagsüber aktiv, denn insbesondere die Jungtiere müssen sich für den bevorstehenden Winterschlaf noch einige Fettreserven anfressen. Während des Winterschlafs verlieren Igel 20 bis 40 Prozent ihres Körpergewichts.

Igel wiegen je nach Jahreszeit und Geschlecht im Durchschnitt rund ein Kilogramm – zwischen 800 und 1500 Gramm. Bringen Jungigel Anfang November, im Flachland etwa Mitte November, weniger als ein Pfund auf die Waage, sind sie als hilfsbedürftig einzustufen. Allerdings sind auch erfolgreiche Überwinterungen bedeutend leichterer Tiere bekannt geworden. Ihr Winterquartier nutzen sie bei Schlechtwetterperioden bis in den April und Mai.

Interessante Gegenstände pflegen Igel ausgiebig zu beschnuppern, zu belecken und durchzukauen. Dabei entsteht eine weißschaumige Speichelabsonderung. Dieser Vorgang ist natürlich, harmlos und hat mit Tollwut nichts zu tun.

vielfältige Gefahren für Igel  / Straßenverkehr, Gift  und Mähroboter 

Igel sind aus verschiedenen Gründen gefährdet: Siedlungen und Straßenbau schränken ihren Lebensraum ein, auf Straßen kommen jährlich hunderttausende zu Tode und in Gärten fehlt es häufig an Unterschlupfmöglichkeiten und Nahrung. Igel benötigen giftfreie Gärten, vor allem Schneckenkorn und Rattengift können ihnen zum Verhängnis werden. Daher empfehlen sich grundsätzlich Alternativen zum Gifteinsatz. Ist eine Rattenbekämpfung unumgänglich, sollte diese fachkundig durchgeführt werden. Dabei sollte der Giftköder in verdeckten Behältnissen liegen und für Igel nicht erreichbar sein.

Zwar trimmen die Mähroboter den englischen Rasen zuverlässig in Form. Doch in Punkto Sicherheit fallen viele Exemplare durch. Denn die Mäher machen weder vor spielenden Kindern, deren Finger unters Messer geraten können, noch vor kleinen Tieren halt. Bei Stiftung Warentest erhielten jüngst acht geprüfte Geräte bei der Sicherheit nur ein „ausreichend“, zwei fielen glatt durch.

„Bei kleinen Tieren wie Igel, Spinnen, Eidechsen oder Blindschleichen machen die Mähroboter kurzen Prozess“, warnt Britta Raabe vom NABU im Weserbergland. Sie werden überrollt, verstümmelt und getötet. Laufen die Mähroboter nachts oder in der Dämmerung, sind besonders nachtaktive Igel gefährdet. Auch wer mit seinen Freischneidern oder Fadenmähern unbedacht unter Hecken „sauber“ macht, kann schlafende Igel verletzen oder töten.

Unterschlupf für Winterschläfer / Naturnahe Gärten sind der beste Igelschutz

Wer Igel fit für den Winter machen will, sollte seinen Garten fit für Igel machen, denn Gärten sind für die stacheligen Tiere wichtige Lebensräume. Schon ab Mitte Oktober wird das Nahrungsangebot für Igel deutlich knapper, die Alttiere beginnen ihr Winternest zu bauen und Jungigel versuchen noch weiter an Gewicht zuzulegen.

Das ideale Winterquartier besteht aus einem Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub. Ihre Winterquartiere suchen die Igel bei anhaltenden Bodentemperaturen um null Grad auf. Schutz gegen Kälte finden sie in Erdmulden, unter Hecken oder eben in Reisighaufen. Neben natürlichen Unterschlupfmöglichkeiten kann man zusätzlich ein Igelhäuschen aufstellen. Wer Tieren einen dauerhaften Platz bieten möchte, kann den Reisighaufen mit einer Basis aus Feldsteinen versehen.

Freier Zutritt in den Igelgarten

Ideale Igelgärten sind naturnah gestaltet und bewirtschaftet. Das heißt: Viele Naturelemente wie Hecke, Teich, Obstbaum, Steinmauer oder Wiese finden Platz und auf Mineraldünger und chemische Bekämpfungsmittel wird verzichtet. Der Rasen wird nicht ständig gemäht, gedüngt und gewässert, die Hecke nur selten geschnitten, nicht jedes Kräutlein gejätet und jedes Laubblatt abgesaugt. Alternativ kommen „sanfte“ Methoden der Bodenbearbeitung, Düngung, Kompostierung und Schädlingsbekämpfung zum Einsatz.

Essentiell für Igel sind Unterschlupfe und Verstecke wie Holzbeigen, Geschirrhütten, Wurzelwerk, Trockenmauern, Treppenaufgänge, Kompostmieten, Hecken und Reisighaufen. Dort verkriechen sie sich tagsüber oder legen ihre Winternester an.

Igel sind nachts sehr mobil und brauchen freien Zutritt zu Gärten: Hermetisch schließende Zäune und Mauern müssen passierbar sein für nächtliche Streifzüge. Kellertreppen, Lichtschächte und Regensammelgefäße sind oft gefährliche Fallen, die aber einfach entschärfbar sind. Reichlich Fressbares finden Igel in Gebüschen, an Trockenmauern, unter Obstbäumen und auf Rasenflächen. Im nahrungsknappen Frühjahr und Herbst können zusätzliche Futterstellen – mit Igeltrockenfutter vermischtes Katzendosenfutter – hilfreich sein, wenn sie bestimmte Kriterien an Aufbau und Hygiene erfüllen. Und für alle Lebewesen ist Wasser lebenswichtig: Igel und viele andere Tiere profitieren von regelmäßig befüllten Vogeltränken oder Gartenteichen.

Ein naturnaher Garten ist für viele weitere Tiere ein wichtiger Lebensraum / Schnittgut als Winterquartier

Wer Vögeln im Winter Futter bieten will, sollte abgeblühte Stauden und andere samentragende Pflanzen wie Sonnenblumen und Karden nicht abschneiden sondern stehen lassen. Auch Fallobst auf der Wiese und Wildobst an den Sträuchern sollte bleiben – so finden gefiederte Gartenbewohner laut Matthias Freter auch bei Minusgraden einen reich gedeckten Tisch vor: ein insektenfreundlicher Garten hält dazu ab und an auch ein überwinterndes Insekt für Vögel bereit.

Um den Sechsbeinern über die kalten Monate zu helfen, sollte ein Laubhaufen im Garten angelegt werden. Im wärmenden Laub sind Marienkäfer und Laufkäfer vor Kälte geschützt. „Auch Insektennisthilfen bietet zahlreichen Insekten einen guten Überwinterungsplatz. Solitärbienen überwintern aber auch in hohlen Ästen, im Boden oder in Stängeln von Stauden“, sagt Britta Raabe

Der Laubhaufen im Garten ist dagegen ein echter Allrounder unter den Winterquartieren. Erdkröten und Igel schätzen das Laub als Schutz gegen Kälte, insektenfressende Tiere als Nahrungsquelle. Als Mulchschicht auf den Beeten schützt Laub die Pflanzen vor Frost und dient auch hier als Winterquartier für Insekten. Wer noch mehr für Igel tun will, kann ein Igelhaus bauen.

Beim Baumschnitt anfallende Äste und Reisig können ebenfalls zu einem Haufen aufgeschichtet oder als Benjeshecke angelegt werden. So eine Totholzhecke bietet Schutz und Lebensraum für viele Insekten und andere Kleintiere, wie Mäuse. Vögel finden hier auch im Winter so manchen Leckerbissen mit sechs oder acht Beinen.

„Die Natur kennt keinen Abfall. Reisig, Laub, Fallobst, abgeblühte Stauden, die im Herbst anfallen, sind nahrhaft und nützlich für viele tierische Gartenbewohner“, weiß Raabe. „Wer naturnah gärtnert und diese ,Abfälle‘ im Garten lässt, kann sich im Herbst entspannt mit einer Tasse Tee zurücklehnen und die Früchte seines Gartens genießen.“

Igel draußen lassen / Tiere sind bis zum Kälteeinbruch aktiv

Ab Mitte November schlummern die meisten Igel. Von kurzen Unterbrechungen abgesehen verschlafen sie die kalte Jahreszeit bis in den März oder April. Bei Schlechtwetterperioden nutzen die eifrigen Insekten- und Schneckenvertilger diese Winterquartiere teils noch bis in den Mai hinein. Da die schlafenden Tiere bei Störungen nicht reagieren, also nicht fliehen können, heißt das für den Garten: Einmal geschaffene Unterschlupfe während des Winterhalbjahres bitte nicht mehr umsetzen. Vorsicht gilt auch beim Beseitigen von Sträuchern, beim Mähen unter tief liegenden Zweigen, beim Umgang mit Motorsensen und Balkenmähern.

Manche verspätete Jungigel sind jetzt noch tagsüber unterwegs, um sich weitere Fettreserven anzufressen. Diese Tiere sollten nicht aus falsch verstandener Fürsorge aufgenommen werden. Nur wenn ein Igel auffallend unterernährt oder krank ist, sollte er versorgt oder einer Igelstation übergeben werden. Unterkühlte Igel werden gewärmt mit einer in einem Frotteehandtuch umwickelten, lauwarmen Wärmflasche.

Lange Zeit galt das Einsammeln kleiner Igel im Herbst und die Überwinterung im Haus als probates Mittel, dem Wildtier Igel Überlebenshilfe zu geben. Die gut gemeinten Aktionen erwiesen sich jedoch als wenig hilfreich und werden nicht mehr praktiziert. Stattdessen steht heute ein ganzes Maßnahmen-Paket im Vordergrund, das Igeln dort zum Überwintern hilft, wo sie zuhause sind: draußen in der Natur.

Gefüttert werden sollte nur nicht verderbliches Feucht- oder Trockenfutter für Katzen, keinesfalls Speisereste oder Dosenfutter. Igel brauchen viel Eiweiß und Fett, die aufgenommen Kohlenhydrate durchs Insektenfressen sind unverdaulich und dienen lediglich als Ballaststoffe. Deshalb ist auch Hundefutter aufgrund seiner im Vergleich zum Katzenfutter proteinärmeren und kohlenhydratreicheren Zusammensetzung nicht geeignet. Frisst der Igel in der Nacht nach der Aufnahme nicht, muss der Tierarzt aufgesucht werden.

Endziel Auswilderung

In Parkanlagen, Gärten und Siedlungsrändern teilt der Igel mit dem Menschen den Lebensraum. Dies führt einerseits zu spezifischen Gefahren wie Tierfallen oder Straßenverkehr, andererseits zum Auffinden verletzter oder kranker Tiere. Dank des putzigen Kindchenschemas ist die Hilfsbereitschaft gegenüber Igeln besonders groß. Doch die Inpflegenahme oder Hausüberwinterung muss die absolute Ausnahme bleiben und kann immer nur die baldige Auswilderung zum Ziel haben. Igel sind Wildtiere, sie sind weder zu zähmen, noch als Haustier zu halten.

Auch wenn sie noch so verlockende Hausgenossen sind, gehören sie weder als Mitbewohner noch als Pflegling in Küche, Wohn- oder Kinderzimmer. Rechtfertigende Ausnahmen für die Aufnahme in menschliche Obhut sind mutterlose, unselbständige Jungtiere, verletzte und kranke Igel, sowie Tiere, die am Tag oder bei Frost und Schnee angetroffen werden. Mit Quartier und Futter ist es jedoch bei weitem nicht getan: Die fach- und tiergerechte Betreuung eines Pfleglings braucht Erfahrung, tägliche Zuwendung und verursacht Mühe und Kosten, was nur zusammen mit Igelstationen und Tierärzten geleistet werden kann.

Qualitätsmaßstäbe für Igelstationen

Für kompetente Igelstationen gilt eine Liste von Qualitätskriterien bezüglich der Räumlichkeiten, Hygiene, Qualifikation des Personals, Kooperation mit igelkundigen Tierärzten, Medikamentenausstattung und ausführlicher Dokumentation der Fälle. Fehlen Unterbringungsmöglichkeiten spricht man von Igelberatungsstellen, die fachliche Unterstützung geben und zum Beispiel prüfen helfen, ob ein aufgefundener Igel überhaupt betreut werden muss. Oft können die Tiere noch im selben Herbst der Natur zurückgegeben werden.

Nach Versorgung bei Igelstation, Beratungsstelle oder Tierarzt sollten Igelfinder ihr Tier selbst betreuen, wenn die Voraussetzungen wie geeignete Räume, Ernährung und tägliche Betreuung gegeben sind. Die einzelgängerischen Igel werden einzeln in geräumigen Gehegen mit Schlafhäuschen untergebracht. Manche Igel müssen den Winter als Pflegling verschlafen. Dabei gibt es viele Aspekte zu berücksichtigen, ebenso bei der Vorbereitung und Durchführung der Auswilderung im Frühjahr.

Und alle Hilfe hat Grenzen: Nicht jeder Igel ist um jeden Preis zu retten. In solchen Fällen ist mit Igelstation und Tierarzt zu klären, welche Maßnahmen sinnvoll sind oder nicht. Gewisse Verluste vermag eine gesunde Igelpopulation zu verkraften – und ihr eine optimale Lebensgrundlage zu bieten, ist vorrangige Aufgabe bei der Igelhilfe.

Was der Einzelne tun kann

  • Bieten Sie in Ihrem Garten Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten wie niedriges Buschwerk, Laub- und Reisighaufen für Igel an.
  • Schaffen Sie Überwinterungsquartiere, indem Sie zum Beispiel ein Igelhäuschen bauen.
  • Verzichten Sie auf englischen Rasen und exotische Gehölze im Garten.
  • Gestalten sie Ihren Garten ohne kleinmaschige Zäune, damit sich Igel frei fortbewegen können.
  • Kein Abbrennen von Reisighaufen ohne vorheriges vorsichtiges Umsetzen.
  • Vorsicht beim Mähen sowie bei Aufräumungs- und Rodungsarbeiten: In Haufen und Holzstapeln können sich Igelnester befinden.
  • Kellerschächte und Gruben sind Tierfallen, die abgedeckt werden sollten.
  • Baugruben, Kabel- und ähnliche Gräben (auch an Straßen) auf hineingefallene Igel kontrollieren und Opfer aus ihrer misslichen Lage retten.
  • Rettungsplanken für Teiche und an Wasserbecken mit steilem, glattem Rand anbringen, damit sich Igel im Notfall selbst retten können.
  • Keine Schlagfallen aufstellen und keine Vogel-Schutznetze am oder bis zum Boden verwenden.
  • Kein unnötiger Chemieeinsatz im Garten: Schöpfen Sie bei der Schädlingsbekämpfung umweltverträgliche Alternativen aus.
  • Sorgen Sie regelmäßig für frisches Trinkwasser, zum Beispiel mit einem Vogelbad oder einer Tränke im Garten.
  • Verzichten Sie auf Laubsauger.
  • Lassen Sie Mähroboter nur tagsüber laufen.

NABU Niedersachsen

Info-Abend der SEEBRÜCKE

Öffentlichkeit schaffen für die katastrophale Situation auf und am Mittelmeer ist das besondere Anliegen der Bewegung SEEBRÜCKE. Im Jahr 2019 sind bereits über 1000 Menschen auf ihrer Flucht im Mittelmeer ertrunken.

Die Gruppe Hildesheim lädt ein zu einem Info-Abend am 04.11. um 18.00 Uhr in den Räumen von Asyl e.V. in der Katharienenstr. 13. Die Ziele der Bewegung, die in Hildesheim bereits seit Herbst 2018 tätig ist, werden vorgestellt, Bilder von Seenotrettungssituationen auf dem Mittelmeer sowie von einem Lager für Menschen auf der Flucht auf der Insel Samos gezeigt. Berichtet wird von den bisherigen Aktivitäten und den anstehenden Aktionen in Hildesheim. Wer sich vorher schon etwas informieren möchte, findet etwas unter www.seebruecke.org.

SEEBRÜCKE Gruppe Hildesheim

Workshop „Gegen rechte Stammtischparolen“

„Wir alle kennen das: In der Diskussion mit dem Arbeitskollegen, dem Gespräch bei
Familienfesten, auf dem Pausenhof oder dem Sportverein fallen Sprüche, die uns die
Sprache verschlagen. Der Stammtisch ist überall und später ärgern wir uns, wenn wir
denken, da hätten wir gerne den Mund aufgemacht, widersprochen, die rechten Parolen nicht einfach so stehen gelassen.“ sagt Klaus Schäfer, Vorstandsprecher der
Grünen im Kreisverband Hildesheim.
Hier wollen Orts- und Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen in Hildesheim gemeinsam ansetzen und im Rahmen eines Workshops am 26. Oktober 2019, in Zusammenarbeit mit Kristin Harney vom Zentrum für demokratische Bildung, Menschen
in die Lage versetzen, die Schrecksekunde zu überwinden, Position zu beziehen und
deutlich zu machen: Das nehmen wir nicht länger hin!
Denn, so Jessica Sharma, Vorstandsprecherin des Ortsvorstandes: „Wir sind auch
überall und wir können durch Widerspruch, deutliches Positionieren und engagierte
Diskussionen ein Zeichen setzen, die Stimmung in unserem Umfeld beeinflussen
und unentschlossenen Menschen ein Beispiel geben.“
Bei Fragen bitte ans Grüne Büro, Am Ratsbauhof 1c, 31134 Hildesheim oder unter
05121-36752 bzw. buero-hi@gruene-hildesheim.de wenden.

Kreisverband Hildesheim
Geschäftsstelle

Mehrere Personen bei Zusammenstoß zwischen Pkw und Stadtbus im Bergsteinweg leicht verletzt

Am 24.09.2019, gegen 13:50 Uhr, ereignete sich im Bergsteinweg in Hildesheim ein Verkehrsunfall, bei dem ein Pkw sowie ein Stadtbus kollidierten. Dabei wurden mehrere Fahrgäste im Bus sowie der Fahrer des Pkw verletzt.

Den Ermittlungen zufolge befuhr ein 50-järiger Mann aus Salzhemmendorf mit einem Citroen Berlingo den Bergsteinweg in Richtung Dingworthstraße. In Höhe der dortigen Sparkassenfiliale beabsichtigte er nach links auf einen Parkplatz abzubiegen. Dabei missachtete er den Vorrang eines Stadtbusses, der den Bergsteinweg in Richtung Dammtor befuhr. Der 33-jährige Busfahrer leitete eine Bremsung ein, konnte einen Zusammenstoß der Fahrzeuge jedoch nicht mehr verhindern. Als Folge der Gefahrenbremsung bzw. der Kollision wurden im Bus sechs Fahrgäste leicht verletzt. Der 50-jährige Citroen-Fahrer trug ebenfalls leichte Verletzungen davon.

An der Unfallstelle waren neben der Polizei vier Rettungswagen eingesetzt. Der 50-jährige sowie zwei Fahrgäste des Busses wurden zwecks weiterer Behandlung in Hildesheimer Krankenhäuser eingeliefert. Ein weiterer Fahrgast wurde an der Unfallstelle ambulant behandelt.

Es entstand ein geschätzter Gesamtschaden von ca. 34.000 Euro. Der Citroen war nicht mehr fahrbereit und wurde durch ein Abschleppunternehmen geborgen.

Der Bergsteinweg war zischen der Dammtorkreuzung und der Nikolaistraße für ca. 40 min. voll gesperrt.
Polizeiinspektion Hildesheim

Kann man das Essen?

Die AWO Krebsberatungsstelle veranstaltet in Kooperation mit der Selbsthilfegruppe Initiative Farbenspiel einen Abend zum Thema „Ernährung bei Krebs“.

Die Veranstaltung findet am 28.08.2019 um 18:30 Uhr in der Holzer Str. 32 in Alfeld statt.

Die Ernährungsberaterin Heidekrüger des St. Bernward Krankenhauses in Hildesheim gibt einen Einblick in die Besonderheiten der Ernährung im Rahmen der Krankheit und steht für Fragen fachkundig zur Verfügung. Der Abend ist offen für alle Interessierten.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Broschüren

Bild und Text: Hannah von Grönheim